Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Die höchste Felswand

Geschrieben am um 6:23

Ich muss es immer wieder betonen. Das Schönste beim Wandern sind die überraschenden (Natur-)-Erlebnisse und die Vielfalt. Eine Wandertour sollte abwechslungsreich sein, in Patagonien können die anderen wandern. Sehr schön finde ich, dass auch keine Weinwanderung der anderen ähnelt. Man könnte ja denken, dass sich da viel wiederholt. Durch Weinberge gehen, einen guten Tropfen trinken, Heimfahrt.

 

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Aber dann ist da plötzlich an der Nahe dieser gigantische Steinbrocken. Der Rotenfels! 1.200 Meter lang, über 200 Meter hoch. Die höchste Felswand zwischen Alpen und Skandinavien, zwischen Matterhorn und den norwegischen Fjorden. Und… ja, unglaublich aber wahr, ich fahre gerade unten am Rotenfels im Zug vorbei, während ich über diese Weinwanderung schreibe. Tausendmal dran vorbeigefahren, mit der Vlexx von Saarbrücken über St.Wendel und Idar-Oberstein. Und kurz vor Bad Münster am Stein (mit dem Stein ist übrigens ein anderer Stein gemeint, der Grafenstein) erhebt sich dann der Koloss.

 

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Ich bin mit Marian auf der Vitaltour Rotenfels gewandert. Knackige 16,6 Kilometer, da braucht man schon einige Vitalität. (Kritisch angemerkt: Vitaltour finde ich als Wanderwegname etwas unglücklich, das hört sich an wie, Kurschatten oder einer Kur zum Abnehmen.

 

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Ein Teil des Premiumwegs verläuft durch Bad Kreuznach. Ich musste meine Vorurteile revidieren, denn ich hielt die Geburtsstadt von Julia Klöckner immer für das hässliche Entlein von der Nahe. Fehler, denn es gibt sogar eine ziemlich alte Stadtmauer …

 

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… und sogar sehr schöne Abschnitte der Nahe. Vielleicht doch den nächsten Urlaub in Bad Kreuznach buchen. Wie sich das für eine Weinwanderung gehört, habe ich mich – in Ermangelung von Gastronomie am Wegesrand (Coronabedingt geschlossen) vorab mit Wein versorgt.

 

 

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Im Weinort Traisen am Rotenfels hatte ich beim Weingut Beisiegel vier Flaschen gekauft. Einen Frühburgunder trocken (phantastisch!), einen Spätburgunder trocken und halbtrocken und einen Grauburgunder. Und so haben wir (ich hatte auch Käse und ein frisches Baguette dabei) als Edelpenner im Schlosspark von Bad Kreuznach eine großartige Weinprobe gemacht.

 

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In den Wäldern zwischen Bad Kreuznach und Rotenfels fanden wir in einer Schutzhütte eine Werbung für Wandern im Kaukasus. Nicht weit von der Nahe entfernt und die georgischen Weine sind auch recht ordentlich. Zum Abschluss gab es dann wieder spektakuläre Ausblicke auf die mächtigen Steinbrocken des Rotenfels. Eine absolute Must-Have-Wanderung.

 

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Hinkelstein und hüpfende Eichhörnchen

Geschrieben am um 6:23

Warum werden bei Premiumwegen keine Schönheitspunkte oder Fitnesspunkte verteilt, sondern Erlebnispunkte? Natürlich, weil man auf einem herausragenden Wanderweg etwas erleben soll, im besten Fall sollten die Erlebnisse über das Landschafts- und Naturerlebnis hinausgehen, das setzt man ja bei Premiumwegen neben optimaler Markierung und schönen Wegen sowieso voraus.

 

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Auf der Traumschleife Römer-Kelten-Pfad südlich von Trier (70 Erlebnispunkte!) erwartete ich also Erlebnisse aus der Zeit der Römer und Kelten, vielleicht ein Wagenrennen wie in Ben Hur, einen Gladiatorenkampf, irgend so etwas in dieser Richtung.

 

 

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Zunächst aber eine Sprunggrube für Wildtiere, ein etwas ungleicher Wettkampf, treten bei diesem Weitsprung doch Tiere von sehr unterschiedlicher Körpergröße an. Kein Wunder also, dass der Hirsch mit acht Metern den weitesten Hupfer macht. Aber der Gewinner an der Sprunggrube in Relation zur Körpergröße ist das Eichhörnchen.

 

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Vier Meter! Die Eichhörnchen im Hunsrück scheinen ja mächtige Sprungfedern unter den Pfoten zu haben. Vier Meter! Das schaffen unsere degenerierten und verwöhnungsverwahrlosten Eichhörnchen im heimischen Garten aber nicht. In einer Harald-Martenstein-Kolumne im ZEIT-Magazin lese ich gerade, dass die putzigen Eichhörnchen in den USA geschossen werden und dort „Hühnchen der Äste“ genannt werden. Und in ebendieser Kolumne lass ich mit Erstaunen: „Der Maler Toulouse-Lautrec aß häufig Eichhörnchen in Paris und beschrieb das Fleisch als erfreulich pikant.“ Wenn diese Sätze von Eichhörnchen gelesen werden, ist es kein Wunder, dass sie plötzlich vier Meter weit hopsen.

 

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Nächstes Highlight, ein Gräberfeld der Kelten. So ein Hügelgrab kommt meistens unscheinbar daher. Fast so unscheinbar wie der Hinkelstein am Wegesrand.

 

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Beim wackeren Obelix, das ist ja ein wahres Prachtexemplar von Hinkelstein, beim Zeus, Thor, Jupiter oder an was diese Kelten geglaubt haben. Ein richtig fein behauener Stein, so groß, dass ein Eichhörnchen seine Schwierigkeiten hat, drüber zu springen.

 

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Weder von den Römern, Kelten oder sonst einem unserer Vorfahren ist dieser Pfad erschaffen worden. Es ist ziemlich sicher ein Laub-Weg. Achim Laub, der Erfinder der meisten Traumschleifen, ist Experte für die Neu-Anlegung von schönen Wanderpfaden. Man sieht links im Bild die breite Forststraße, rechts davon den schön sich schlängelnden Pfad, der neu in den Wald gefräst wurde.

 

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Ein weiteres Highlight des Römer-Kelten-Pfads, auf alle Wegweisern angekündigt, ist eine alte Römerstraße. 11,4 Kilometer ab dem Start habe ich auf den Weg römischen Ursprungs gewartet. Und als ich die Römerstraße erreichte, sah ich ziemlich schnell als interessierte Laie – das ist ja keineswegs eine Römerstrasse, sondern eine neuzeitliche Handelsstraße mitten im Wald. Woran man das erkennen kann? Nun, da muss ich etwas weiter ausholen, das gibt einen eigenen Blog, nächste Woche.



Zum Wohl die Pfalz

Geschrieben am um 6:23

„Geiz ist geil!“, „Nicht Sauber, sondern rein“, „Herr Kaiser, der Mann von der Hamburg-Mannheimer.“ So bekannt wie diese Werbesprüche ist „Zum Wohl die Pfalz“ noch nicht. Aber es beschreibt – oder ist das jetzt schon rassistisch? – die Mentalität der Pfälzer schon ganz gut. Egal ob sie Versicherungen verkaufen, als Bademeister oder als Erzieherinnen tätig sind, am Ende des Tages heißt es in der gesamten Pfalz – Zum Wohl!

 

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Ich habe unlängst eine neue Etappe des sehr abwechslungsreichen Pfälzer Weinsteigs in Angriff genommen. Von Klingenmünster nach Bad Bergzabern. Klingenmünster klingt schon nach Mittelalter, Tjost, Lanzen, die auf Rüstungen prallen. Folgerichtig starteten wir (wer wir sind, dazu gleich mehr) auf der Stauferburg Landeck oberhalb von Klingenmünster. Mit einem deftigen Essen. Und merke: Auf einer Weinwanderung sage stets zum Start Wohl die Pfalz, damit nicht auf der Rückfahrt Du brichst Dir den Hals.

 

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Mit von der Partie waren Dirk Schümer (der Mann mit dem Hut hinter mir) und seine Frau Birgit. Schümer war zu Recht etwas beleidigt, dass ich ihn in meinem nächsten Buch als einen der besten Journalisten Deutschlands bezeichnet habe. Was heißt „einer der“? Und warum nur Deutschland? Auf jeden Fall ist Schümer nicht nur ein toller Typ, kann über fast jedes Thema unterhaltsam erzählen, sondern schüttelt Schüttelreime sozusagen aus dem Ärmel.

 

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Völlig begeistert zeigte sich das Ehepaar Schümer von meinem Weinwanderequipment. Nicht nur die Kühlmanschette (diese habe ich übrigens dereinst als Geschenk vom derzeitigen DFB-Präsidenten erhalten) für den Weißwein (vom Weingut Rapp aus Dörrenbach) war am Start, sondern auch ein Set aus zusammenschraubbaren Plastik-Weingläsern. Savoir vivre, sage ich da nur. Übersetzt vom Isländischen ins Deutsche heißt das: Zum Wohl die Pfalz!

 

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Der Hohe Mark Steig II

Geschrieben am um 6:23

Weiter geht es auf dem Hohe Mark Steig, einem brandneuen Wanderweg in NRW, auf dem man die Vielfalt im Naturpark Hohe Mark entdecken kann – ausgedehnten Waldgebiete, Auenlandschaften, Wiesen, Weiden, Moore, Bäche, Flüsse und Seen. Ein Naturparadies an der Schnittstelle von Niederrhein, Ruhrgebiet und Münsterland.

 

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In Haltern wandern wir am Südufer des Stausees und erreichen schon bald ein Natur-Kleinod, die Westruper Heide. Grün ist die Heide, das ist der Titel eines berühmten Heimatfilms. Aber ist die Heide wirklich immer grün? Im August und September stimmt das nämlich nicht, dann blüht die Heide und es dominiert Die Farbe Lila. Wie abwechslungsreich die Landschaft ist, zeigt sich auf den ersten Metern.

 

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Wir wandern durch ein wahres Labyrinth von Wacholder-Sträuchen, das ist wie in einem Indiana-Jones-Film. Dann wieder öffnet sich der Blick auf weite, wellige Heideflächen. Ich fühle mich wie in Jenseits von Afrika. Zehn Monate lange beweiden 200 Heidschnucken und zehn Ziegen das Arreal, damit die Westruper Heide nicht zuwächst. Eigentlich nur schade, dass man aus den Früchten der zahlreichen Wacholdersträuchern (noch) keinen Gin brennt. Echt westfälischer Heide-Gin, das wäre doch klasse. Alles in allem ist die Westruper Heide ganz großes Wander-Kino.

 

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Am südlichsten Punkt des Hohe Mark Steigs erwartet uns der höchste Punkt des Naturparks Hohe Mark – der Stimberg. Unterhalb dieses 156,9 Meter hohen Bergriesen staunen wir über den verwunschenen Teufelsstein. Durch geologische Auffaltungen am Sandstrand eines urzeitlichen Meers vor 80 Millionen Jahre ist eine sehr bizarres Quarzitgestein entstanden.

 

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da wir nun in der Haardt wandern, ist das für alle anglophilen Hiker, Walker und Goer natürlich echtes Haard Walking. Und ob sich der Wald bewegt, Euch bewegt, oder ihr den Wald bewegt – also das muss im Endeffekt jeder für sich entscheiden.

 

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Kurz vor Ende unseres Wanderwegs in Olfen machen wir einen Abstecher zur Dreibogenbrücke, das ist der lohnenswerteste Abstecher der Welt. Die Alte Fahrt überspannt die Stever-Auen, es handelt sich um eine 1894 gebaute Kanalbrücke für den Dortmund-Ems-Kanal. Eine künstliche Wasserstraße wurde über einen natürlichen Fluss geführt. Eine Meisterleistung der damaligen Ingenieure. Der Kanal fließt schon lange nicht mehr nicht über die Brücke, Fußgänger und Radfahrer bevölkern das ehemalige Wasserbett.

 

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Unterhalb der Dreibogenbrücke erstreckt sich an der Stever ein wunderbarer Sandstrand. Ich habe sofort ein Handtuch ausgebreitet, um mir einen Platz für den nächsten Sommerurlaub zu sichern. Als ich mich gerade in das kühlende Wasser der Stever stürzen wollte, sprach mich ein Jugendlicher an, Typ Huckleberry Finn. Er zeigte mir einen Reichspfennig, den er mittels eines Magneten aus dem Fluss gefischt hatte. Magnetfischen, Dreibogenbrücke, Strand an der Stever-Aue, ein wirklich genialer Ort.



Der Hohe Mark Steig I

Geschrieben am um 6:23

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Ich stehe auf einem alten Brückenkopf am Rheinufer in Wesel. An der Promenade des Flusses startet eines der spannendsten Wander-Projekte der letzten Jahre: Der Hohe Mark Steig, 158 Kilometer Wanderspaß durch den Naturpark Hohe Mark.

 

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Ich schaue vom Brückenkopf Richtung Westen, mein Blick geht fast bis nach Holland und zur Nordsee. Im Süden kann man gerade noch die Lippemündung erkennen. Die Lippe wird auf dem Hohe Mark Steig eine gewisse Rolle spielen. Die Lippe ist, sagen die einen, der längste Fluss von NRW, andere Quellen sehen den Rhein vorne. Fakt ist: die Lippe ist dem Rhein komplett ebenbürtig. In Nordrhein-Lippe-Westfalen.

 

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Apropos Lippe. Die ist ja auch gut für Küsse zu gebrauchen. Und ist dieses Liebes-Vorhängeschloss auf dem historischen Brückenkopf von Wesel nicht allerliebst. Da haben sich zwei aber so richtig gern: Bambi und Klopfer! Bambi und Klopfer? Das sind doch ein Reh und ein Hase. Und die haben sich ganz doll lieb, knick knack und so? Wenn man eine Weile drüber nachdenkt eigentlich eine ganz schön perverse Angelegenheit

 

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Ein weiteres Highlight am Hohe Mark Steig ist die Rhader Kanzel südlich von Raesfeld. Wer vor dieser Kanzel einer Predigt lauschen will, ist am falschen Platz. Vielmehr ist das geräumige offene Holzhaus zur Wildbeobachtung eingerichtet worden. In einer ehemaligen Sandgrube sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht, manchmal aber auch Guten Morgen. Kein Scherz, als ich auf der Rhader Kanzel meine Blicke schweifen ließ, sah ich einen Fuchs und zwei Hasen. Die beiden Langohren jagten im Zickzack kreuz und quer, dass man denken konnte, sie würden einen Igel suchen, um mit diesem ein Rennen zu veranstalten. Wenn man von der Kanzel auf die ehemalige Sandgrube blickt, versteht man übrigens sofort das Wappen von Rhade: Ein Baumstumpf (für die gerodeten Waldflächen) auf blau (steht für den Himmel) und gelb (steht für den Sand). Aber das größte Spektakel kann man auf der Rhader Kanzel in der Brunftzeit erleben: Dann röhren die Hirsche so laut, dass es fast an Lärmbelästigung grenzt.

 

 

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In Flaesheim wandern wir Richtung Dachsberg, vorbei am neu gestalteten Waldspielplatz. Wir steigen Höhenmeter um Höhenmeter bergan, bis wir den Feuerwehrwachturm auf dem Rennberg erreicht haben. Ein mächtiges Bauwerk, 35 Meter hoch. Oben angekommen, bekomme ich ein kurzen Anfall von Höhenangst. Diesen Turm nutzen Wanderer, um eine phantastische Aussicht zu genießen. Bei guter Sicht kann man sogar die Spiele in der Schalke-Arena verfolgen. Der Turm dient aber auch dazu, Waldbrände frühzeitig zu erkennen und unter Kontrolle zu halten. Sollte es in der Haardt brennen, alarmiert der Wachdienst auf dem Ausguck die Feuerwehr und lotst sie zum Feuer. Nächste Woche mehr zum Hohe Mark Steig



RWW – gar nicht sooo schlecht

Geschrieben am um 6:23

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Es ist so eine Sache mit den Vorurteilen. Man denkt, die Schwaben seien faul, die Ostfriesen hochintelligent, alle Berliner Spaßvögel, die Bayern trinken nur Wein – aber dann stimmt das gar nicht! Genauso sollte man vorsichtig sein, Wanderwege in eine Schublade zu stecken. Der Rotweinwanderweg an der Ahr war für mich bislang ein absolutes No-Go. Die Vorurteile: Wanderautobahn, völlig überfüllt, alles asphaltiert. Das stimmt natürlich alles, aber nicht für jeden Abschnitt.

 

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Man sollte in Mayschoss starten. Nicht nur weil der Ort wunderschön ist und die Saffenburg wildromantisch, sondern auch, weil man sich in der ältesten Winzergenossenschaft der Welt (1868 gegründet , nicht zu verwechseln mit einem Jahrgang) in Mayschoss eine schöne Wegzehrung für eine zünftige Weinwanderung mitnehmen kann.

 

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Normalerweise mag der Wanderer es nicht, zu weit vorausschauen kann. Wenn man schon sieht, wo man den nächsten Kilometer gehen muss, deutete das (normalerweise) auf einen schnurgeraden Weg. Nicht so im Ahrtal, schön geschwungen schmiegt sich der RWW zärtlich an die Weinhänge – und alles unasphaltiert.

 

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Der Wegabschnitt zwischen Mayschoß und Dernau auf dem RWW ist sehr zu empfehlen, danach ist es nicht mehr so prickelnd. Also sollte man in Dernau auf den Ahrsteig wechseln. Dafür muss man aber sehr zügig die Brücke überqueren. Schlendern, trödeln, flanieren ist streng verboten.

 

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Schlimm ist es immer die Wahl zu haben. Keine Wahlfreiheit zu haben, das hat Angela Merkel kürzlich bezüglich der DDR hervorgehoben, kann auch ganz entspannend sein. Aber ich bin ja selber schuld – wenn man sich nicht zwischen einem trockenen und einem halbtrockenen Spätburgunder entscheiden kann, muss man eben beide trinken.

 

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Typisch Rheinländer. Aber lassen wir das mit den Vorurteilen.



Ausübung des Wandersports als organisierte Gruppenwanderung nach der aktuellen SächsCoronaSchVO

Geschrieben am um 6:23

Ich schrub es schon in meinem ersten Wanderbuch: Die Planung einer Wanderung macht den meisten Wanderern fast genauso viel Freude wie die Tour an sich. Nun nahen ja die Sommerferien (gefühlt hat man eigentlich schon lange genug Ferien gehabt, seit dem 13. März um genau zu sein), aber die langen, warmen Tage wollen ausgefüllt werden. Und da stellt sich zunächst mal die Gretchenfrage: Ins Mittelgebirge oder ins Hochgebirge? Es ist hilfreich eine Landkarte zur Hand zu haben, die etwas Orientierung bietet.

 

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Ich denke, ich werde mir eine Pension in Kirchdorf nehmen. Von dort kann man Wanderungen sowohl ins Hoch- als auch ins Mittelgebirge (zum Aussichtsturm) planen. Und zum Hauptfluß und zur Talsperre ist es auch nur ein Katzensprung

Wenn ihr noch eine Wanderempfehlung für den Sommer braucht, kann ich Euch den Pfälzer Weinsteig in der Nähe von Bad Bergzabern ans Herz legen.

 

 

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Aber sehet, sprach der Investor, dort entstehet am Liebfrauenberg eine Wandergaststätte. Doch höret, ihr Bürger-Scharen, die ihr den Wut-Investor angeschissen habet, dass eher ein Erdaushub durch einen Kaffeelöffel ins Himmelreich komme, als ein Teelöffel. Erbebet, ihr Ungläubigen, die ihr nur Klatschen und Singen in der Schule hattet. Denn frohlocket, liebe Wanderer, freuet Euch auf die bald genial ausgebaute Einkehrmöglichkeit am Pfälzer Weinsteig. Habemus Hefeweizen.

Die große Frage in Corona-Zeiten bleibt: Wie halten es die Behörden mit dem Gruppenwandern? Wann darf ich wieder mit dem Schwäbischen Albverein wandern? Ist denn Wandern etwa kein Sport?

 

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Die Antwort(en) gibt die sächsische Corona-Wander-Behörde, die mir von einem Wanderkumpel zugespielt wurde: „Ihr Anfrage zielt auf die Bewertung, ob die Ausübung des Wandersports als organisierte Gruppenwanderung nach der aktuellen SächsCoronaSchVO zulässig ist. Nach § 4 Absatz 1 sind weiterhin grundsätzlich alle Ansammlungen von Menschen zu vermeiden. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind ausdrücklich in Absatz 2 benannt. Insbesondere sind dort Ansammlungen von Menschen gestattet, wo die Öffnung und der Besuch nach § 6 Absatz 2 zulässig ist. So ist die Öffnung von Sportstätten ohne Publikum nach § 6 Absatz 2 Nr. 16 zulässig. Sportstätten iSd SächsCoronaSchVO sind von dem öffentlichen Raum abgegrenzte Bereiche, die der Ausübung von Sportarten dienen. Unter diesen Begriff fallen sowohl Innen- als auch Außensportstätten. Der Wanderweg ist jedoch ein markierter Weg, der nicht zum Zwecke der Ausübung von Sportarten vom öffentlichen Raum abgegrenzt ist, sondern vielmehr trotz Benutzung zum Wandersport auch jederzeit von weiteren Personen zum Zwecke des Spazierens, Reitens o.ä. benutzt werden kann. Die Benutzung von öffentlichen Wanderwegen fällt somit nicht unter die Ausnahme für die Öffnung und Benutzung von Sportstätten.“



Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande

Geschrieben am um 6:23

Im Beethoven-Jahr höre ich (fast täglich) eine der neun Symphonien des Meisters in der hervorragenden Edition des Süddeutschen Verlags. Erst die Symphonie hören, dann Erkenntnisgewinn mit den Erläuterungen des Dirigenten Peter Stangel. Besonders interessant für Wanderfreunde ist die 6. Symphonie, die sogenannte Pastorale

 

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Nach der Premiere schrieb ein Zeitgenosse: „Da ist einer in Wien, der schreibt Sinfonien, die fünfmal so lang sind wie normale Sinfonien.“ Eine Dreiviertelstunde, das war damals Weltrekord. Der erste Satz trägt den Titel „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“. Poetischer kann man die Glücksgefühle zum Beginn einer Wanderung nicht beschreiben. „Wer genau hinhört, kann hoch droben am Himmel ein Vöglein zwitschern hören“ erklärt Stangel, „und dann ist es so, als öffne sich der Blick über die weiten Hügellandschaften des Wiener Umlands“.

Der zweite Satz der 6. Symphonie heißt „Szene am Bach“ und ist so eine Art Smetana-Moldau in gut. Beethoven komponiert das Kräuseln der Wasseroberfläche, das Gluckern des Bächleins, das Bachbett „und schließlich tritt zu diesem wunderbar murmelnden Bächlein, das heute noch heute vor den Toren Wiens dahinplätschert, das kompositorische Ich hinzu. Der Zuhörer wandert am Bächlein entlang, sitzt unterm Baum und genießt die Stimmung. Dieses kompositorische Ich wird von der Geige verkörpert.“ Ich werde diese Musik nie vergessen, wenn ich als zwar nicht kompositorisches, aber vielleicht literarisches Ich durch die Gegend wandere. „Mehr als die Farbe des Grases hat Beethoven auch hier das Wohlgefühl, das Behagen, das einen in der Natur überkommt, komponiert“. Ich habe es doch immer gesagt, dass Wandern glücklich macht. „Nur ganz am Ende konnte er sich drei Vögelchen nicht verkneifen.“ Man wird doch wohl noch drei Vöglein-Ihr komponieren dürfen.

Der dritte Satz „Lustiges Zusammensein der Landleute“, ein Scherzo, „karikiert eine Dorfkapelle“, und weil wir es ja mit einem scherzenden Musikstück zu tun haben, wird der arme Oboist (Schießen Sie nicht auf den Oboisten!) veräppelt: „Der Oboist hängt immer eine Winzigkeit hinterher, ein köstlicher musikalischer Scherz“, findet Peter Stangel.

Der vierte Satz „Gewitter und Sturm“ beschreibt eine eher missliche Wendung einer Wandertour. Stangel sagt über die Komposition Beethovens: „Das ist nicht irgendein Gewitter, das ist DAS Gewitter“. Der Dirigent vergleicht das musikalische Gewitter mit dem Barbar von Sevilla: „Was hat Rossini da für einen freundlichen Sommerregen komponiert, gegenüber diesem teutonischen Donnergrollen und Blitzezucken“. Und dann bricht der Sturm los. „Spätestens an dieser Stelle müssen die Kollegen gedacht haben, dass der gute Beethoven endgültig durchgeknallt ist.“

Seine Wanderleidenschaft hat Beethoven vor allem in der Gegend um Wien praktiziert, dort „spielt“ ja auch die 6. Symphonie. Auf seinen „Spaziergängen“ hat er ganz im Sinne Rousseaus seine innere Welt erkundet. Er hat sozusagen in sich hineingehorcht, hinaushorchen in die äußere Welt ist dem armen Mann ja zunehmend schwerer gefallen. Ich vermute sogar, dass Beethoven auf seinen Wanderungen die entscheidenden Ideen für seine Werke, vor allem die Symphonien gehabt hat.

 

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Leider hat Beethoven zu früh die Bonner Heimat verlassen, um auf dem Beethoven-Wanderweg im Siebengebirge zu wandern. Beziehungswiese zu spazieren. Nun gut, das Einkehrhaus, das Milchhäuschen, das Hotel auf dem Petersberg, alle diese Immobilien waren zu Beethovens Zeit noch nicht erbaut. Kloster Heisterbach war Ende des 18. Jahrhunderts noch eine funktionierende Abtei und keine Ruine. Und der Drachenfels war noch nicht überfüllte Ausflugsstätte, sondern ein ganz profaner Steinbruch. Selbstverständlich gab es auch noch keine Drachenfelsbahn.

 

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Der Beethovenweg ist zum Jubiläumsjahr markiert worden und verbindet (fast) alle Highlights des Siebengebirges. Fünfzehn Kilometer (viele davon auf dem Rheinsteig) sind aber ein ganz schönes Brett, vor allem weil doch einige Höhenmeter zu absolvieren sind. Aber die Möglichkeiten einzukehren sind wirklich gigantisch. Lustiges Zusammensein auf dem Lande. Hätte Ludwig van das noch erleben können, wäre er nie vom Rhein zur Donau gewechselt.   Was sich allerdings die Initiatoren des BHVN-Wanderwegs mit dieser Markierung gedacht haben, bleibt schleierhaft.

 

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Zumindest kulinarisch ist Beethoven auch in Wien seiner alten Heimat treu geblieben. Er war sozusagen ein virtueller Weinwanderer, dem Wein von Rhein und Mosel verfallen. „Mehr Licht!“, das waren Goethes letzte Worte. Ziemlich einfallslos, wie ich finde. Die letzten Worte Beethovens zeugen dagegen von der Größe des Meisters. Drei Tage vor seinem Tod erhielt er von seinem Musik-Verleger Schott eine Lieferung leckerer Rhein- und Moselweine. Beethoven sagte im Sterbebett: „Schade, schade, zu spät“

Dadada – Daaa!



Reptiloiden! – es gibt sie wirklich

Geschrieben am um 6:51

Ich musste immer kotzen, wenn jemand vor, nach und während der sogenannten Flüchtlingskrise sagte: „Ich habe ja nicht gegen Flüchtlinge, aber …“ Ich muss immer noch kotzen, wenn ich nur daran denke. Aber: Ich glaube ja nicht an Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit der sogenannten Corona-Epedemie, aaaber: Wenn ihr diese Story hört, denkt ihr vielleicht anders darüber …

 

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Gestern bin ich in einem ganz normalen saarländischen Wald gewandert. Obwohl unter freiem Himmel gar nicht vorgeschrieben, hatte ich Maskenschutz angelegt. Na ja, was heißt Maske, halt so einen ollen Buffer von meinem Ex-Sponsor. Den nutze ich schon seit Beginn der Maskenpflicht und habe ihn relativ selten gewaschen. Das Ding müffelt schon ein wenig. Aber das ist nicht das Thema. Ich wandere also in diesem saarländischen Urwald, da begegnete mir plötzlich Angela Merkel.

 

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Jetzt werden die meisten sagen: Diese Urzeit-Echse sieht ja gar nicht aus wie aus wie unsere heldenhafte Kanzlerin. Tja, Merkel hatte eben nicht gut genug aufgepasst und für eine Millisekunde ihr wahres Gesicht gezeigt. Ich habe nämlich, muss ich dazu sagen, die Fähigkeit, Reptiloiden zu erkennen. Das ist so wie beim Kinderspiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst.“ Ich bin Reptiloiden-Detektiv. Mal ehrlich: Die da oben wollen uns doch für blöd verkaufen. Die einen verabreichen Mikro-Chips intravenös, andere versprühen Gift mit Flugzeugen. Aber jedes Kind weiß doch, dass schon lange Reptiloide die Welt beherrschen wollen. Diese Echsen leben in unterirdischen Höhlen, ernähren sich von Kindern, können menschliche Gestalten annehmen und wollen konsequent das menschliche Leben auf der Erde verechsen, indem die ekligen Reptilien menschliche Gestalt annehmen.

 

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Aber im Saarland, in der Nähe von Landsweiler-Reden, da hat man die Maske fallen lassen. Wenn sogar „Mitarbeiter“ aussehen wie kleine Dinos, dann muss man da ja wohl nicht mehr viel zu sagen. Und nächste Woche öffne ich Euch endlich, sehnsüchtig erwartet, die Augen über die Wandersinfonie von Ludwig van Beethoven – garantiert keine Verschwörungstheorie.



Roll over Beethoven I – Augentrost

Geschrieben am um 6:23

2020 ist Beethoven-Jahr! Hat sich das schon herumgesprochen? Mein Lieblings-Zitat von Beethoven: „Für solche Schweine spiele ich nicht“. Er soll einmal ein Konzert vor musikalisch minderbemitteltem Publikum, das nur tuschelte und nicht zuhörte, mit diesen goldenen Worten abgebrochen haben. Nicht nur Männer sind Schweine, sondern auch unaufmerksame Menschen.

Wie stand es aber um die Wanderleidenschaft des großen Meisters? Für einen Mann, dessen Vorfahren Flamen waren und dessen Namen korrekt übersetzt „vom Rübenacker“ hieß, hat er doch eine außerordentliche Leidenschaft für die Natur entwickelt. In der Süddeutschen las ich: „Beethoven war ein großer Verehrer Rousseaus. Nach Rousseau ist die Natur ein Abbild der Seele und fordert, man müsse selber hinaus in die Natur, und in stundenlangen einsamen Spaziergängen – eine Leidenschaft Beethovens wie auch Rousseaus – die äußere und die eigene innere Welt erkunden.“ Interessant ist, dass selbst stundenlange Touren im 18. Und 19. Jahrhundert eher Spaziergänge waren. Wandern war für die Zeitgenossen eher eine längerfristige Angelegenheit – Wanderjahre eben.

 

 

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Was empfand aber Rousseau auf seinem zweiten Spaziergang im Pariser Umland am Donnerstag, 24. 10.1776 (toll, das wir das Datum so genau wissen, in sechs Jahren ist 250-jähriges Jubiläum des zweiten Spaziergangs)? „Ich durchlief die Landschaft mit jenem Vergnügen, das mir reizende Landschaften immer bereiten.“ Der Mann hätte Zertifizierer für Premiumwege beim Deutschen Wanderinstitut werden können. Erlebnispunkte sind eigentlich auch nichts anderes als Vergnügungspunkte. Das Landschaftserlebnis als Entertainment fürs Gemüt.

Beim siebenten Spaziergang stellt Rousseau fest: „Bäume und Sträucher, Blumen und Gräser sind das Kleid und der Schmuck der Erde. Nichts ist so traurig wie der Anblick eines nackten, kahlen Feldes, das dem Auge nur Steine, Lehm und Sand zeigt.“ Der Mann hat ja so recht. Aber warum stellen Werbeagenturen von Outdoor-Ausrüstern immer ihre Models in Landschaften, die so karg sind wie eine Mondlandschaft. Bitte mehr Mut zu Bäumen, Sträuchern, Blumen und Gräse

 

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Aber man merkt auch am Satz „Ich irrte ziellos durch Wälder und über Berge“, dass die Wegmarkierungen im vorrevolutionären Frankreich noch nicht unverlaufbar waren. Rousseaus Quintessenz seines siebten Spaziergangs: „Mehr und mehr gewann ich Geschmack an diesem Augentrost.“ Augentrost ist eindeutig mein Lieblingswort des Jahres. Nächste Woche mehr zu Beethoven, seine berühmten letzten Worte sowie den neu markierten Beethovenweg.


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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