Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Der Rucksack

Geschrieben am um 6:23

Ich nutze meinen Wanderrucksack in fast allen Lebenslagen. Nur nicht in der Sauna. Und immer öfter auch nicht beim: Wandern. Wie gesagt, ein Leben ohne Rucksack ist für mich eigentlich unvorstellbar. Ich gebrauche ihn als Aktentasche, Koffer, Einkaufsbeutel und als Stütze für meinen Ellenbogen.

 

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Vom Chef der mit Abstand beliebtesten deutschen Rucksack-Firma habe ich gelernt, dass ein Rucksack eine ganz interessante Parallele zum menschlichen Körper hat. Ein vernünftiger Rucksack ist aus ungefähr 200 Einzelteilen zusammengesetzt, das entspricht ungefähr der Menge der menschlichen Knochen (im Durchschnitt kommen wir mit 206 Knochen aus). Der Rucksack ist ein humanoides Lebewesen, wer hätte das gedacht? Die Vielzahl der Einzelteile wundert mich eigentlich nicht, denn noch nach Jahren entdecke ich immer neue Geheimfächer in meinem Rucksack, die ich noch nie genutzt habe – faszinierend.

Erstaunlich ist, dass es zwar schon Damenrucksäcke gibt, aber keine unterschiedlichen Rucksackgrößen entsprechend der Rückenlänge. Das ist, als gäbe es nur einen Einheitsschuhgröße, aua. Aber wahrscheinlich wird in naher Zukunft der perfekt angepasste Rucksack aus dem 3-D-Drucker Normalität, der sich dann mitsamt seiner 200 Einzelteilen perfekt an den jeweiligen Traumkörper anschmiegt.

 

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Die schon fast philosophische Frage lautet: macht ein Rucksack den Wanderer erst zum Wanderer. Ist also Wandern ohne Rucksack überhaupt vorstellbar? Ich finde: Ja! Ich würde gerne an dieser Stelle mal den Wander-Rucksack generell zur Disposition stellen. Aber beim Wandern – vor allem auf Tagestouren – kann man gut auf einen Rucksack verzichten. Ich werde oft gefragt, was man hinein packen sollte. Außer einer Flasche Wasser fällt mir da nicht viel ein. Man kann aber auch sicher stellen, dass man bei einer Wanderung nicht verdurstet, weil man an Gaststätten, Dorfläden oder Quellen vorbei kommt. Selbst Profi-Alpinist Hans Kammerlander spricht von einem Fehler am Berg, wenn man etwas zu Essen mitnimmt. Kammerlander sagt: „Das machen die meisten Wanderer ja falsch. Die haben den Rucksack voller Brote. Aber wenn du oben zu viel isst, macht das müde und treibt den Puls hoch.“ Zudem gibt es unzählige Geschichten, in denen Wanderer mit zu viel Gepäck unterwegs sind. Hape Kerkeling berichtet davon, mein Patenonkel musst nach zwei Tagen seine Tour über den Eifelsteig abbrechen – er hatte zu viel in seinen Rucksack gepackt. „Ich wollte doch auch noch Abendgarderobe mitnehmen.“

 

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Sehr lustig ist die Szene, in der Reese Witherspoon im Hollywood-Wander-Film „The great Trip“ ihren Rucksack im Hotelzimmer packt. 1.600 Kilometer hat sie vor der Brust, Zeltplanen werden gefaltet, Bücher verstaut, sie schafft es kaum, den riesigen Trinkwasserbeutel aus dem Badezimmer zum Rucksack zu schleppen. Dann versucht sie den Rucksack anzuheben, was nicht gelingt. Also geht sie in die Hocke und beginnt etwas, das aussieht wie ein Sumo-Ringkampf mit einem übermächtigen Gegner. Schließlich wird sie von dem Monstrum begraben. Nach etlichen strapaziösen Tagesmärschen entledigt sie sich in einem Camp mancher überflüssiger Dinge aus ihrem Rucksack: Deo, Säge, Kondome. Der Chef des Camps rät ihr außerdem, die Seiten aus den Büchern herauszureißen und zu verbrennen, die man schon gelesen hat. Sein lapidarer Kommentar: „Du wirst dadurch nicht zum Nazi!“ Fazit: Weniger ist mehr, probiert es mal mit Wandern Light – ohne Rucksack!

 

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Interrailwandern, Folge 1: Am Fuschlsee im Salzburger Land

Geschrieben am um 16:23

In diesem Sommer habe ich internationale Wanderwege getestet. Sehr empfehlenswert: Der Fuschlsee-Rundweg. 10,8 Kilometer abwechslungsreicher Wanderspaß. Besonders zu loben ist erstens:

 

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Das generelle Fahrradfahrverbot. Wann wird das auch auf deutschen Premiumwegen endlich einmal konsequent durchgesetzt?

 

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Sehr gut ist zweitens die landestypische Markierungsfarben (ich weiß, ich weiß, weiß ist keine Farbe), mehr als rot und weiß braucht es einfach nicht, fragt auch nach bei den Kölnern, Salzburgern und Franken. Erstaunlich drittens …

 

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Die überragende Armarbeit eines anonymen Wandermeisters, der auf dem Fuschlsee-Rundweg fotografiert wurde. Vorbildlich viertens …

 

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die fakultative Rückfahrtmöglichkeit mit dem Zillenboot, die wir nicht in Anspruch nahmen. Trotzdem toll, dass das Boot nach dem berühmten Berliner Original, dem Pinselheinrich, benannt wurde. Unbedingt empfehlenswert auch die Räucherfischbrötchen an der Anlegestelle neben dem Schloss Fuschl.

 

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Phantastisch fünftens die türkis-schillernde Wasserqualität des Sees, karibisch, Südsee Hilfsbegriff. Und sechstens einfach überragend …

 

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… wie man direkt am Fuschlsee Fotomotive inszenieren kann, über die selbst Caspar David Friedrich staunen würde. Und in der nächsten Interrailwander-Folge: warum Wandern auf Ischia nur bedingt empfehlenswert ist.



St. Martin – Weinwandern – Pfalz – Die Zweite

Geschrieben am um 6:23

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Wir gingen zum sogenannten Dichterhain. Die Portraits vieler regionaler Wortakrobaten sind dort im Buntsandstein verewigt, eine Art pfälzisches Mount Rushmore. Das Beste am Dichterhain war allerdings der Wein vom Weingut „Altes Schlößchen“ in St. Martin.

 

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Mit dem Unimog war der Winzer auf den Waldweg gefahren, ich befürchte fast, dass er nicht jedes Wochenende am Dichterhain mitten im Wald steht. Eigentlich schade. Denn es hatte den Anschein, als ob die Wandergruppe sich festgetrunken hätte. Alle acht Probierflaschen wurden geleert, aber der Stoff war auch wirklich vorzüglich.

 

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Christian Hormuth präsentierte am Dichterhain eine gelungene Helmut-Kohl-Parodie. Der ehemalige Bundeskanzler aus der Pfalz war ja bekennender Weintrinker und so musste er öfter mal seine Frau Hannelore bitten, bei der Rückfahrt am Steuer zu sitzen – die Pointe der Geschichte verrate ich aber an dieser Stelle nicht …

 

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Wir wanderten weiter und wurden durch die rot-weiße Markierung des Pfälzer Weinsteigs begleitet. Der Pfälzer Weinsteig führt von Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze bis nach Bockenheim an der Weinstraße. 172 Kilometer Wandergenuss, der Pfälzer Weinsteig ist ein Qualitätsweg. Wir liefen durch typisch pfälzische Kiefernwälder. Christian ging neben mir und erweiterte meinen pfälzisch-deutschen Wortschatz, ich notierte alles fleißig in mein Vokabelheft. Wir gingen bergab an einem Bachlauf entlang und dabei tatsächlich – wie in dem berühmten Lied von Karat (später gecovert von Peter Maffay) – über sieben Brücken.

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Am Bellachini-Brunnen erwartete uns die vierte Station mit exzellenten Weinen. Bellachini, so erzählte es Christian Hormuth sehr lebendig, war ein international bekannter Zauberer, ein gebürtiger St.Martiner, der angeblich den Trick der schwebenden Jungfrau erfunden hat.

 

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Für die Verzauberung der Weinwanderer sorgte Weinprinzessin Daniela vom Weingut Alfons Hormuth mit einem Grauburgunder. Bisher unbekannt, dass eine Levitation, ein tatsächlicher Schwebezustand also, auch von pfälzischem Wein hervorgerufen werden kann. Ganz ohne Bellachini und ohne Jungfrau. Auf dem sogenannten Kuckucksweg wanderten wir hinunter Richtung Ort, bogen aber, bevor wir das Zentrum erreichten, noch einmal in die Weinberge ab.

An der sogenannten Haardtmadonna, einer farbenprächtigen Mutter-Gottes-Skulptur, erwartete uns das Weingut Alfons Ziegler. Wir probierten einen Rosé, passend zur rötlichen Färbung durften wir köstliche frische Erdbeeren verzehren.

 

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Unsere Blicke schweiften durch die Weinberge und immer wieder über die hügelige Landschaft zwischen Pfälzer Wald und Vater Rhein. Es existieren übrigens verschiedene Legenden, warum St.Martin St.Martin heißt. Gesichert ist, dass weder der Bettler noch der heilige Mann Pfälzer waren. Am wahrscheinlichsten ist, so hat es mir Christian erzählt, dass fränkische Siedler ihren Lieblingsheiligen in die Pfalz importierten und einen ganzen Ort nach dem Helden des 11. November benannten.

 

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An der letzten Station unserer Wandertour standen wir an einer Weinkelter am Weinlehrpfad. Ausschenkende Winzerei ist das Herrengut St. Martin. Wir tranken einen göttlichen Merlot, der gehört in Zukunft in meinen Weinkeller. Durch die pittoresken Gassen von St. Martin wanderten wir zurück bis zur Alten Kellerei.

Die abschließende Lesung war eine ziemliche Herausforderung. Dass im Publikum getuschelt wurde, ist verständlich, man musste sich ja ausgiebig über die sechs verkosteten Weine austauschen, das konnte ich verstehen. Und meine Artikulation passte sich problemlos dem sanften Pfälzer Dialekt an, etwas vernuschelt und verstolpert, aber noch ganz okay. Als es darum ging, ein Fazit des Tages zu ziehen, waren sich alle einig: Das war eine perfekte Weinwanderung, herausragend von Christian Hormuth organisiert, geniale Weine plus die großartige Landschaft rund um St. Martin. Meistens ist es eben doch schöner, in einer Gruppe zu wandern.



St. Martin – Weinwandern – Pfalz

Geschrieben am um 6:23

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Ich werde oft gefragt, ob ich als Wanderer eher Solist bin oder Gruppen bevorzuge. Ich antworte dann meistens ausweichend, dass ja beides einen ganz besonderen Reiz habe. Auf meinen meisten Weinwanderungen bin ich jedenfalls alleine unterwegs, um mich auf Landschaft und Weinbau zu konzentrieren. Mitte Mai hatte mich Christian Hormuth, ehrenamtlicher Chef des örtlichen Tourismusvereins netterweise nach St. Martin eigeladen, einem Winzerort (25 Weingüter!) an der südlichen Weinstraße. Die Weinwandertruppe bestand aus 25 Teilnehmern aus verschiedenen deutschen Regionen: Saarland, Franken, Rheinhessen, Pfalz, lustigerweise alles Landstriche, in denen Wein angebaut wird. Start war an der Tourist Information und schon auf den ersten paar hundert Metern ging es ziemlich steil hinauf Richtung Weinberge. Kaum waren wir so richtig in Schwung gekommen, war auch schon die erste Wein-Station mit Ausblicken über die Rheinebene erreicht. St.Martin liegt genau an der Grenze zwischen dieser offenen Landschaft Richtung Rhein (der aber noch etliche Kilometer entfernt fließt) und den üppig bewaldeten Hängen der Pfälzer Walds. Richtung Norden kann man sogar Schloss Hambach erkennen.

 

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An der ersten Station tranken wir einen frischen fruchtigen feinherben Riesling vom Winzer Winfried Seeber. Es ist ein Wein des Jahrhundertjahrgangs 2018 und dementsprechend ein richtiger Kracher! Das Weingut Winfried Seeber war 2017 das beste internationale Bio-Weingut und das beste Bio-Weingut Deutschlands.

 

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Bioweinbau gilt ja als ziemlich arbeitsintensiv verglichen mit konventionellen Weinbau, ein Stichwort ist die Schädlingsbekämpfung. Aber wenn man sich trotz dieses Aufwands das Preis-Leistungs-Verhältnis anschaut, fällt man von Hocker, wäre ein Hocker vorhanden. Die Flasche kostet 5,20 Euro, vergleicht das mal mit den Preisen und vor allem der Qualität im Supermarktregal!

 

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Christian Hormuth, Winzer im Nebenerwerb aus St.Martin, war unser Weinwanderführer und erklärt, wie der Chemie-Gigant BASF (das Werk in Ludwigshafen kann man noch gerade so am dunstigen Horizont erkennen) vor einigen Jahren eine geniale Idee hatte. Ein schlimmer Feind der Reben ist nämlich der Traubenwickler, einer Schmetterlingsart, die sich mangels Seh-Apparatur (sie haben eben keine Augen) nur über Gerüche orientiert. Und sein Weibchen findet der männliche Traubenwickler nur über den Duft, den das Weibchen verströmt. Exakt diesen Duft hat nun die BASF kopiert, in jeder fünften Rebreihe hängen die kleinen braunen Pheromon-Kapseln und der Traubenwickler kann sich nicht mehr vermehren, zum Wohle der Traube.

Ein anderes interessantes Detail von Weinwanderführer Christian: Die Pfalz ist nicht nur eines der größten Weinanbaugebiete Deutschlands, sondern auch der nationale Gemüsegarten. Christian erzählte, dass 80 Prozent aller deutschen Radieschen pfälzischer Herkunft sind. Ich hatte die Prozentzahl zunächst akustisch nicht verstanden (am Wein kann es nicht liegen, es ist ja die erste Station). Geduldig wiederholte Christian: „Acht-zig Pro-zent“ und fügte noch hinzu: „Für unsere saarländischen Freunde, das sind genau vier Fünftel!“ Respekt, dass ein Pfälzer einem Saarländer ein derart abstraktes mathematisches Denken zutraut.

 

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Wir gingen weiter durch die Weinberge und erreichten schon bald auf einer Wingertsterasse (Wingert = Weingarten) unterhalb der Kropsburg die zweite Station. Eine wiederum eher kurze „Wander“-strecke, der Schwerpunkt liegt bei dieser Weinwanderung eindeutig auf dem Weingenuss. Wir trinken einen Sauvignon 2016, der im Barriquefass ausgebaut wurde. Der Winzer sagte: „Der Wein bekommt durch den Barrique sein Rückgrat.“ Wenn man sich also einen Wein als Körper vorstellt, verhilft das Barrique-Rückgrat nicht nur zu einem geraden Rücken, sondern garantiert auch ein langes Leben. Denn noch in sieben, acht Jahren kann man diesen Weißwein mit der starken Wirbelsäule problemlos verkosten.

 

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Christian Hormuth hatte sich noch ein ganz besonderes Schmankerl für die zweite Wein-Station ausgedacht. Passend zur grandiosen Location intonierte er die pfälzische Nationalhymne: „Oh Pfälzer Land, wie schön bist Du“. Der Liedvortrag war so gefühlvoll, dass sogar alle Saarländer berührt waren.

 

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Wir gingen weiter, am Eingangsportal der Kropsburg vorbei, in den Wald hinein. Am Wegesrand wird der Leidensgeschichte von Jesus Christus gedacht, wir befinden uns also nicht auf dem Holzweg, sondern auf einem Kreuzweg. Und diese Kreuzwege haben die Eigenschaft, jedem Wanderer seine individuelle Leidensgeschichte zu bescheren, denn sie sind immer ziemlich steil. Die Weinwandertruppe erreichte eine Freiluftkirche, die Lourdesgrotte von St.Martin. Man kann sich also die weite Pilgerreise nach Frankreich sparen, auch in der Pfalz werden Wunder wahr. Nächste Woche gehe ich weiter in der Pfalz …



Die Entdeckungen

Geschrieben am um 6:23

„Aber aus dem Gehölz hervortretend, stand er überrascht vor einer prächtigen Szenerie, die sich ihm öffnete, einer intim geschlossenen Landschaft von friedlich großartiger Bildmäßigkeit.“ Diese Naturüberraschung, diese Entdeckung eines genialen Landschaftsbildes erlebt Hans Castorp, der genießende Dauerpatient auf dem Zauberberg.

Nicht nur Herr Castorp, alle Wanderer machen immer wieder Entdeckungen auf ihren Fußgängen. Wir erweitern unseren Horizont, durchaus im Wortsinne, aber auch im übertragenen Sinne. Das können überwältigende Ausblicke in die Landschaft sein. Aber auch der Ameisenhaufen am Wegesrand. Immer wieder macht es mich glücklich, wenn ich ein Reh oder eine Hirschkuh im Wald sehe. Da schwingt Entdeckerglück mit, aber auch eine Naturverbundenheit, denn sowohl Reh als auch Wanderer (letzterer zumindest partiell) sind Waldbewohner. Um die seltene Blume am Wegesrand zu entdecken, brauche ich immer professionelle Hilfe – einen schönen Gruß an meinen Wanderfreund Martin vom Schwäbischen Albverein.

 

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Wenn man mit offenen Augen wandert, kann man alte Bombentrichtern entdecken, Hohlwege, und auf meinen liebsten Wegen im Saarland entdecke ich immer wieder alte Pflastersteine. War der einsame Waldweg vielleicht vor ein paar hundert Jahren eine viel befahrene und durchgehend gepflasterte? Bei den monströsen Zementblöcken mitten in meinem heimatlichen Lieblingswald gibt es keinen Zweifel: Abseits aller Wege entdeckte ich unheimliche Zeugen der Vergangenheit – Bunker des Westwalls.

Jede unverhoffte Begegnung mit Menschen am Weg ist eine Entdeckung. Gestern das Gespräch mit den Mitarbeitern der Naturwacht des Saarlands: Und schon weiß ich, über was man als Naturwacht wacht. Die Begegnung mit dem Lindenwirt auf dem Goetheweg.

 

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Das unverhoffte und hochinteressante Gespräch mit dem Grafen von Schönburg-Glauchau beim unangemeldeten Weinwander-Besuch auf Schloss Westerberg. Überhaupt, die kulinarischen Entdeckungen Der süffige Spätburgunder mit Blick auf die Ahr, die spontane Wanderung im und die Verkostung der Weine des Würzburger Steinbergs, das helle Stiegl auf dem Gipfel des Gaisbergs, die Froschschenkel im Restaurant Woll, alles herrlichste Entdeckungen für Gaumen und Gemüt.

Entdeckung beim Wandern kann überlebenswichtig sein. Ich meine nicht den Ast, den man im letzten Moment entdeckt hat, und der einen mit einem beherzten Griff vor dem Sturz in die Schlucht bewahrt. Ich meine – und das ist medizinisch erwiesen – Krebspatienten, die durch die Entdeckung der eigenen Leistungsfähigkeit nach einer Chemo-Therapie beim Wandern wieder Vertrauen in den eigenen Körper gewinnen und so einem neuen Leben entgegen blicken.

 

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Die Neugier führt uns in neue Landschaften Rhön, Erzgebirge, Zittauer Gebirge. Meinetwegen auch in den Himalaya. Aber oft es sind doch wirklich die kleinen Entdeckungen. Zum Beispiel entdeckte ich zuletzt in Salzburg, einem touristisch kaum erschlossenen Ort, auf dem Mönchsberg nahe der Festung einen bezaubernden Platz. Eine Stadtalm (super-großartiger Name: Stadtalm!) und ein Naturfreundehaus (die gibt es eben auch in Österreich, der Heimat der Naturfreunde) mit phantastischem Ausblick – eine richtige Entdeckung!

 

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Wehinger Viezpfad

Geschrieben am um 6:23

Der Wehinger Viezpfad stand schon sehr sehr lange auf meiner Wander-To-Do-Liste. Warum es erst jetzt geklappt hat? Ganz einfach, ich dachte an ungefähr 48 Wochen im Jahr, dass es doch viel schöner wäre, den Weg in Zeiten der Apfelblüte zu wandern. Und meisten haben ich eben diesen Zeitraum verpasst.

 

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Dieses Jahr hat es endlich funktioniert und mit an Bord waren meine luxemburgischen Wanderfreunde Camille und Christian. Ich gebe den beiden von Zeit zu Zeit Anschauungsunterricht, wie schön man im Saarland wandern kann.

 

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Auf dem ersten Abschnitt ergeben sich auf dem Wehinger Viezpfad geniale Ausblicke Richtung Saarschleife/Mettlach (man kann den Aussichtsturm des Baumwipfelpfads erkennen) und Richtung Merzig bis ins St.Wendeler Land (sogar der Schaumbergturm ist zu sehen). Immer wieder geht es durch Niederwald, früher wurden dort immer wieder die Bäum auf den Stock gesetzt, das heißt extrem beschnitten, so dass sie jetzt mit mehrerern dünnen Stimmen wie Blumensträusse spriessen.

 

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Manche Äste hängen auch über den Weg, da kann man leicht ein Brett vor dem Kopf haben. Okay, das obige Bild ist gestellt, aber ich bin tatsächlich bei einer kurzen Steilpassage, Blick auf den Boden, volle Lotte gegen einen Ast gedengelt, aua, aua, aua. Neu war mir, dass es auch „Sinnebänke“ gibt …

 

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… ich dachte immer, die hießen „Sinnenbänke“. Wenn man aber nicht mehr alle fünf Sinne zusammen hat, kann man es sich auch auf einer „Sinnebank“ gemütlich machen. Und dann endlich: Blühende Bäume!

 

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In diesem Jahr hat sich wegen des nass-kalten Mai die Apfelbaumblüte ganz schön verzögert, so dass auch noch Mitte Mai Baumschmuck vorhanden war.

 

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Natürlich hatte ich, um das Sinne-Erlebnis abzurunden, zwei Flaschen Viez mitgebracht. Der süsse war etwas konturloser, aber der feinherbe schmeckte großartig. Gefährlich ist, dass man im Unterschied zu Bier, Wein und Schnaps beim Viez den Alkohol nicht schmeckt. Nach den zwei Litern, die wir genüsslich gluckerten, konnte man beim Weiterwandern nur konstatieren: Da näherten sich drei schwankende Gestalten.

 

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Gegen Ende der Tour gingen wir über Almwiesen, um die der Allgäu das Saarland bestimmt beneidet, traumhaft. Ich wanderte durchs hohe Gras (mit kurzer Hose) und handelte mir vier Zecken an den Knöcheln und der Leistengegend ein. Ein runder Tag: Brett vorm Kopf, Apfelblüte, Viez-Genuss, zwei blendend gelaunte Luxemburger und vier glückliche Zecken!



Die Wanderfreundschaft

Geschrieben am um 6:23

Freundschaft ist ein großes Wort. Ich bin immer etwas vorsichtig, jemanden vorschnell als „Freund“ zu bezeichnen. Ich finde es daher auch etwas befremdlich, wenn ich bei Facebook Freundschaftsanfragen von Menschen bekomme, die ich mein Lebtag noch nie gesehen habe. Die Freundschaftsdefinition bei wikipedia: „Freundschaft bezeichnet ein … Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“ Wenn man das so sieht, habe ich schon viele solide Wanderfreundschaften geschlossen. Denn die gegenseitige Sympathie entsteht ja schon dadurch, dass man für die gleiche Leidenschaft brennt – eben das Wandern. Und Vertrauen muss man bei einer Wanderung sowieso haben: Vertrauen in die Orientierungsfähigkeit, Vertrauen in die Leistungsfähigkeit- und bereitschaft, Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Wanderfreunds.

 

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So war es 2010, als ich das erste Mal mit Thorsten Hoyer wanderte, mittlerweile Dreihundert-Kilometer-Wanderweitstrecken-Weltmeister. Wir wanderfreundeten uns bei einem kurzen Spaziergang von 82 Kilometer an, meisterten Krisen und Durststrecken und gehen auch aktuelle immer wieder wandern – sogar manchmal mit den Kindern. Kürzlich wanderte ich mit einem Journalisten des BR (dazu mehr im Blog „Die Fehler“, coming soon). Schnell waren wir beim Wander-Du, aber die hohe Kunst der Wanderfreundschaft zeigte sich erst, als wir fast zehn Kilometer (wegen eines unnötigen Umwegs in strömendem Regen) größtenteils uns anschwiegen.

Eine Wanderfreundschaft hält es auch aus, wenn es auch größere Pausen zwischen den gemeinsamen Wandererlebnissen gibt. So sind die gemeinsamen Wanderungen mit meinen Wanderfreunden aus Oberboihingen eher überschaubar. Trotzdem existiert ein festes Band, aus Sympathie und Vertrauen. Und mittlerweile senden wir uns sogar Urlaub- und Weihnachtsgrüße.

Ich finde es schön, dass man eine zünftige und absolut analoge Leidenschaft wie das Wandern (inklusive extrem analogem Belohnungs- und Sinnierbier) auch größtenteils virtuell leben kann. Hintermstoaner und Markazero, meine beiden fränkischen Wanderfreunde aus Düsseldorf und Hamburg haben das Kunststück geschafft, schlaue Wandergedanken in den Kommentarspalten von andrackblogs mit realen gemeinsamen Wandererlebnissen zu verbinden. Nur beim nächsten geplanten Wanderfreundschaftsausflug besser mal zwei Wecker stellen, um nicht wieder zu verschlafen. Und besser keine Diskussionen über Zwölftonmusik.

 

 

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Für mich hat die Wanderfreundschaft auch eine bildliche Entsprechung: Man hört förmlich den sozialistischen Gruß „Freundschaft!“ der unseligen DDR, wenn man das Emblem der Naturfreunde vor sich sieht: Ein kräftiger Händedruck von zwei freunschaftlich verbundenen Pranken. Sehr schön finde ich es übrigens, während einer Wanderung meine Freundschaft zu meinen langjährigen Freunden Markus und Victor zu vertiefen. Klar, wir treffen uns auch mal „einfach so“. Im Theater, beim FC, beim Grillen, bei Geburtstagen (falls wir letztere nicht gegenseitig vergessen), mit und ohne Familie. Aber die gemeinsamen Wanderungen treffen am ehesten den Kern unserer Freundschaften: Zuneigung, Sympathie und Vertrauen.

 

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Weinwandern in Sachsen II – Paradies im Weinberg und der Hundekorkenzieher

Geschrieben am um 6:23

Ich nehme den Faden der Ariadne wieder auf und erzähle von meiner Weinwanderung auf dem sächsischen Weinwanderweg.

 

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So genial wie die Landschaft und die sächsischen Weine ist übrigens die Beschilderung nicht. Man hat das Gefühl, als wäre man in einer Art Übergangsphase zwischen der alten Markierung (rote Weintraube) und neuer Markierung (grüne Traube auf blau) Mit viel Improvisationstalent und Dank der passenden App auf dem Handy meiner Tochter Myrina, die mitwanderte, haben wir aber den Weg ganz gut gefunden.

 

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Überhaupt kein Problem war es, das Weingut Hoflössnitz zu finden, das ist wie Rom, da führen einfach alle Wege hin. Natürlich kann man nicht nur in der Vinothek Rebensaft käuflich erwerben, wir durften die Weine auch in der Weinstube verkosten. Einige zechen dort, bis der Arzt kommt …

 

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… wir tranken nur, ohne dass der Johanniter kommen musste. Auf jeden Fall eine sehr seltene Weintraube, interessant wäre mal ein Cuvée mit dem Malteser oder der Rotkreuztraube. Weiteres Highlight im Hofgut war der Museumsbesuch, in dem die Entwicklung der sächsischen Weinbaugeschichte der letzten zweihundert Jahre dokumentiert wurde.

 

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Auch 1969 wurde gefeiert, Bergfest hieß das damals, denn man wusste schon damals, dass es mit der DDR nur vierzig Jahre gut gehen würde. Sehr schön auch der Korkenzieher, der dem Schnauzer aber so was von am Arsch vorbeigeht.

 

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Wenige Kilometer später der Hinweis auf einen paradiesischen Weinberg und eine höchst interessante Winzerei. Dort gab es ehrliche Weine zu absolut fairen Preisen, dazu einfache Speisen wie die köstliche vegane Kartoffelsuppe.

 

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Für meine Tochter und mich hätte die Kartoffelsuppe aber auch sein können wie sie wollte, noch bessere Laune als die Weine machte die großartige Aussicht auf Radebeul und das Elbtal. Paradiesisch! Das Beste war, dass die Hütte komplett überdacht war, das Regenwetter war uns also piepegal.

 

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Diese Winzerei war rückblickend das Highlight der Tour gewesen, da konnte selbst das Staatsweingut, Verzeihung Erlebnisweingut Schloß Wackenbarth, nicht mithalten. Obwohl es natürlich gigantisch ist, was man dort im Norden von Radebeul auf die Beine gestellt hat.

 

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Viele geführte Wanderungen durch das Gelände mit dem charakteristischen Pavillon und eine Vinothek mit einer sehr einladenden Probiertheke. Dort haben wir uns durch einige interessante Weine getrunken, wir konnten quasi die gesamte Weinwanderung Revue passieren lassen. Auch ein Spätburgunder von der Spitzhauslage, sehr überzeugend. Fazit: Wanderer, kommst Du nach Sachsen, geh nicht nur im Elbsandsteingebirge (Pflicht), sondern auch durch die sächsischen Weinberge (Kür).



Weinwandern in Sachsen I – Trabbi, Margot und ein Junggesellinnen-Abschied

Geschrieben am um 6:23

Ich höre oft die Frage: gab es das überhaupt, Weinbau in der DDR?

 

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Die Antwort ist ein klares Jein. Offiziell war der Weinbau unerwünscht und wurde von staatlicher Seite nicht unterstützt. Weinanbau galt als irgendwie bourgeois, dem Winzer wurde das Klassenbewusstsein abgesprochen. Aber dennoch haben zahlreiche Menschen an Saale, Unstrut und Elbe im Nebenerwerb Weinbau betrieben. Seit der Wende hat sich in beiden östlichen Anbaugebieten die Weinfläche wiederstark vergrößert. Nach Radebeul bin ich mit der Bahn gefahren …

 

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… allerdings nicht mit der Schmalspurbahn, die wartete abfahrbereit am Bahnhof. Die lauten Pfiffe der Lok, wenn sie durch das Lößnitztal Richtung Moritzburg (in diesem Schloss wurde – wichtig für alle Weihnachtsmärchenfilmfans – Aschenbrödel gedreht) fährt, ergeben einen ungewöhnlichen Sound für jede Weinwanderung oberhalb von Radebeul.

 

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In Radebeul, hörte ich, ist die Millionärsdichte relativ hoch, einige Wohnkollektive sind aber noch aus DDR-Zeiten übrig geblieben, wie die Villa Margot. Über Radebeul thront ein großartiges Gebäude im Zuckerbäckerstil, das Grand Budapest Hotel lässt grüßen. Die spitzen Türme geben dem Restaurant den Namen: Spitzhaus.

 

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Unterhalb des Restaurants, in dem Hochzeitsgesellschaften saßen, die traurig nach draußen in den Regen schauten, erstreckt sich eine der besten Lagen in Sachsen. Wir beobachteten fleißige Winzersleut‘, die fröhlich ihr Tagwerk ausübten. Wo die drei arbeiteten, regnete es nicht.

 

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Nach zwei Probiergläsern im Spitzhaus erreichten wir einen Pavillon, in dem lustige, besinnliche, merkwürdige Sprüche über den Weingenuss zu lesen waren. Ein Beispiel:

 

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Einen hab‘ ich noch:

 

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Direkt unterhalb des Pavillons ging es steil bergab, auf der Spitzhaustreppe, der längsten Weinbergtreppe an der Elbe.

 

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Die Ausblicke auf Weinberge, Radebeul und Elbtal waren wirklich gigantisch, trotz Dauerregen. Wenn ich die Augen zusammen kniff, und ein wenig die Rebstöcke wegdachte, hätte man auch denken könne, man ist in Südostasien und schaut auf terrassierte Reisanbaugebiete.

 

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Im Weingut unterhalb des Spitzhauses trafen wir eine fröhlich zechende Frauenrunde an, augenscheinlich schon ziemlich hinüber – ein ganz klassischer Junggesellinenabschied. Wo wir die Mädels getroffen haben, und wer überhaupt „wir“ ist, erzähle ich nächste Woche.

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Das Hochgebirge

Geschrieben am um 6:23

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Georg Friedrich Wilhelm Hegel mochte das Hochgebirge nicht: „Der Anblick dieser ewig todten Massen gab mir nichts als die einförmige und in die Länge langweilige Vorstellung: es ist so“ notierte der Philosoph während einer Alpenüberquerung. Er als Flachlandbewohner „sehnt sich immer nach Erweiterung, nach Ausdehnung, und sein Blick stößt immer an Felsen an.“ Der arme Mann, keine Blicke, nur immer diese Felsen.

Jeder Wanderer weiß, dass es in der Tat große Unterschiede gibt zwischen dem alpinen und dem mittelgebirgigen Wandern gibt. Wenn es im Hochgebirge bergan geht, dann geht es meistens auch sehr sehr lange bergan. Im Mittelgebirge verlasse ich beispielsweise das Rheintal, steige – wenn es hoch kommt – 200 Höhenmeter hinauf und genieße den Ausblick. Im Hochgebirge gehe ich 1.000 Höhenmeter hinauf, steile Rampen und felsige Pfade. Und wenn ich Glück habe, bin ich dann schon auf dem Gipfel. Wenn ich Pech habe, bin ich erst an einer Alm, und dann geht es noch einmal hinauf bis zum Gipfelziel.

Dass man im Hochgebirge ist, merkt man auch daran, dass man im Frühling, April oder Mai, eine lustige Wandertour plant. Aber schnell wird klar, dass man erstens die falsche Klamotten angezogen hat, weil zweitens bei jedem Schritt die Temperatur um gefühlte zwei Grad sinkt und drittens man nicht ohne Schneeschuhe hätte loslaufen sollen, da man bei jedem Schritt einen halben Meter in den Schnee einbricht.

 

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Aber auch im Hochsommer hat das Hochgebirge für Wanderer Tücken. Denn viele alpine Pfade erfordern nicht nur Trittsicherheit, sondern auch eine starke Konzentration auf jeden Schritt. Das heißt, der Blick geht immer zum Boden, nicht in die Landschaft. Eigentlich schade, denn die Ausblicke im Hochgebirge sollen ganz schön sein, habe ich mir sagen lassen. Ganz ehrlich, so ein Bergpanorama ist natürlich phantastisch. Ich kann daher nicht das Bonmot von Marcel Reich-Ranicki verstehen, als er über alpine Blicke so urteilte: „Was heißt denn hier schöne Aussicht, da stehen doch überall Berge davor.“

 

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Wenn ich mich an einer Typologie des Hochgebirgswanderers versuchen sollte, würde ich behaupten, dass er am ehesten der Typ einsamer Wolf ist. Der Berg und ich, ein ewiger Kampf, wer ist stärker? Noch eine dreiviertel Stunde bis zum Gipfel? Der Ehrgeiz ist geweckt, das schaffe ich auch in einer halben Stunde. Ich frage mich, muss das echt sein?

 

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Nun ja, ihr habt schon gemerkt, summa summarum ist das nicht unbedingt mein Ding, dieses Wandern im Hochgebirge. Der Wanderpsychologe sagt: Wahrscheinlich bin ich in einer vorzivilisatorischen Phase stecken geblieben: Die Angst vor hohen, schroffen Bergen dominiert mich. Das Gebirge als Feind. In vergangenen Jahrhunderten haben die Postkutscher bei der Alpenüberquerung die Vorhänge des Wagens zugezogen, damit die Reisenden nicht durch den Anblick der schrecklichen Berge verstört wurden. Das sehe ich nicht so. Anschauen mag ich mir die Berge ganz gern. Allerdings sind sie meines Erachtens für das Wandern nicht unbedingt geeignet.

 

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Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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