Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Wahlempfehlung für den kommenden Sonntag

Geschrieben am um 8:09

Count Down an der Saar. Nächsten Sonntag wird gewählt. Die spannende Frage: Bleibt AKK Ministerpräsidentin und macht weiter mit GroKo, oder wird die ehemalige Kugelstoßerin AR (die immer noch den saarländischen Rekord hält) Ministerpräsidentin und macht weiter mit GroKo. Oder wird es doch ganz annersch und unser Oskar wird mal wieder Ministerpräsident? Im Wahlkampf-Endspurt begann alles ganz harmlos: Anke Rehlinger warb für gleiche Chancen bei der Bildung. Ganz ganz heißes Eisen. Lafonataine legte eine Schippe drauf und versprach eine Rentenerhöhung um satte 800 Euro im Schnitt. So wie in Österreich. Klar, aus Österreich kamen schon immer die besten Ideen.

 

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Kurz vor der Wahl ist dem Wahlteam um Oskar etwas total Verrücktes eingefallen: Sie haben den Oskar auf den Cloepfad oberhalb der Saarschleife hingestellt und er findet, dass „wir“ das Saarland lieben. Wer ist „wir“? Oskar und seine drei Ex-Frauen und die aktuelle? An dieser Saarschleife hängt übrigens immer noch das Blatt, das nicht zwischen Schröder und Lafontaine passen sollte. Denn exakt an der gleichen Saarschleifen-Aussichtsstelle veranstalteten vor fast 20 Jahren die beiden SPD-Alphatiere ein Händchenhalten mit Ehefrauen. Also mit den derzeitigen Ex-Ehefrauen.

 

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Als die sportliche Frau Rehlinger das Wahlplakat von Herrn Lafontaine sah, wollte sie auch so eines. Aber mit einer klaren politischen Aussage, nicht so ein Wischi-Waschi wie beim kleinen Napoleon von der Saar. Also steht sie jetzt mit einem Gesichtsausdruck, als müsste sie vor Glück heulen, dass Gabriel Martin Schulz erfunden hat, vor der Saarschleife und will das Saarland und die Stärke.

 

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Der feine Unterschied zu Lafo ist: Rehlinger steht. was jeder saarländische Wanderfreund sofort sieht, eine Stufe höher an der Saarschleife. Seit letztem Jahr thront nämlich ein mächtiger Baumwipfelpfad samt spiraligem Aussichtsturm über der Cloef.

 

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Mit etwas Höhenangst steht Frau Rehlinger sozusagen an der Rehling (schlimer Kalauer, Entschuldigung) und zeigt, in welchem Stockwerk Sie sich und ihre Partei ansiedelt. Ganz, ganz weit oben. Gut, dass die amtierende Ministerpräsidentin AKK noch ein Ass im Ärmel hat. Sie wird kurz vor der Wahl noch ein Plakat-Motiv veröffentlichen, auf dem sie herzhaft in eine Lyoner (Wurst) beißt, während sie im Gleitschirm über die Saarschleife fliegt. Dabei sagt sie: „Ich mache das Saarland wieder groß“.



Kurz vor dem Gipfel

Geschrieben am um 6:04

Kurz vor dem Gipfel sollte man standhaft bleiben, deswegen bin ich nach Baden-Baden gefahren, um mich vor Ort über die Vorbereitungen auf das G20-Treffen der Finanzminister aus aller Welt zu informieren. Kein internationaler Gipfel ohne Proteste, denn Globalisierung ist doof, Nationalismus allerdings ist supi, oder habe ich da was falsch verstanden? Auf jeden Fall hat die SPD (mit der es nach der Wahl, die Schulz mit absolutester Mehrheit gewinnen wird, höchstens ein G19einhalb geben wird – aber mit ganz viel Gefühl) diese SPD hat zum Gipfelmarsch auf den Merkur aufgerufen. Leider habe ich mich verlaufen und bin auf einem Berggipfel gegenüber gelandet: Auf dem Fremersberg.

 

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Es gibt auf dem G20-Treffen Kulturveranstaltungen, eine Kunstaktion und ein Abendprogramm im Festspielhaus … aber keine Wanderung auf dem Premiumweg PBB, dem Panoramaweg Baden-Baden. Das ist ein Skandal, aber dagegen wird nicht protestiert. In der Nähe des Panoramawegs – Höhe Waldsee – befindet sich ein Flüchtlingsheim. Dort werden die G20-Teilnehmer übernachten, echtes Refugees-Welcome-Feeling inklusive.

 

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Außerdem kann der schwäbische Finanzminister Schäuble den anderen 19 Finanzministern zeigen, wie die schwäbische Hausfrau spart. Die Flüchtlinge selber werden während des Gipfels ausquartiert und im Brenners Park Hotel untergebracht.

Es wurde viel gemutmaßt, warum das G20-Treffen der Finanzminister gerade in Baden-Baden stattfindet. Weil es quasi die Heimat von Wolfgang Schäuble ist? Weil sich schon im 19. Jahrhundert die Diplomaten und gekrönten Häupter Europas in Baden-Baden getroffen haben? Man prägte dafür sogar den Fachbegriff „diplomatie thermale“, eine Art wärmende Unterwassermassage. Oder treffen sich die G20-Leute einfach in Baden-Baden, weil man so wie „Der Spieler“ bei Dostojewski es im Casino mal so richtig krachen lassen kann?

 

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Der Panoramaweg führt übrigens auch am Porphyrfelsen Pulverstein vorbei. Der Pulverstein wird morgen früh, also kurz vor Beginn des Treffens, von CIA, deutschem Verfassungsschutz und PKK in die Luft gesprengt. Ein Pulverstein stellt naturgemäß ein Sicherheitsrisiko dar. Man sagt ja auch, die sitzen auf einem Pulverstein.

 

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Bliebe die Frage, wie man eigentlich stilecht in Baden-Baden wandert. Da gibt es – noblesse oblige – eigentlich nur die klassische Variante: In Pelz-Funktionskleidung, superhohe Wassersäule und atmungsaktiv auch bei wärmender Frühlingssonne!

 

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Mit meinen Bär-Schuhen in Norwegen

Geschrieben am um 6:16

Wanderer, kommst Du nach Norwegen, musst auf den Preikestolen wandern. Dieser Fels ist wie kein anderer Fels auf der Welt, die Felskante stürzt steil 604 Meter hinab bis zur Wasseroberfläche des Lysefjord. Der Preikestolen, zu deutsch Predigtstuhl, ist allerdings kein Geheimtipp. Es gibt wahrscheinlich keinen Norweger, der nicht zu diesem Felsen an der Westküste Norwegens gewandert ist. Und man MUSS wandern. Genau 4.000 Meter hinauf zu dem großen Stein. Denn es fährt keine Seilbahn und keine Zahnradbahn zu diesem Felsen, der Anstieg ist sogar durchaus anspruchsvoll.

 

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Da ergibt es sich zwangsläufig, dass man andere Wanderer überholt. Ich hatte das Gefühl, die ganze Welt war auf den Beinen, um den Preikestolen zu erklimmen. Ich habe Menschen aus allen Herren Ländern gesehen, mit hochroten Köpfen – wegen der Anstrengung. Russen, Engländer, Holländer, Deutsche, Schweizer, Tschechen, Amerikaner, Asiaten. Und natürlich Norweger. Die Frage ist natürlich, warum ich relativ schnell auf dem sehr anspruchsvollem Weg unterwegs sein konnte. Ihr werdet es schon geahnt haben: Mein exzellentes Schuhwerk hat mir wahrhaft Flügel verliehen.

 

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Denn der Weguntergrund war alles andere als einfach. Normale Waldwege und Bohlenwege gab es auch. Aber die meiste Zeit ging es über Felsbrocken, die man als eine Art Treppe nutzen konnte oder über gigantische, flache Felsplatten. Dazu ab und zu ein glasklarer Gebirgssee und immer wieder Aussichten zum Niederknien. Nicht umsonst haben auch die Beatles dereinst der norwegischen Flora mit „Norwegian Wood“ einen eigenen Song gewidmet. Die Ausschilderung des Weges hinauf zum Preikestolen ist mehr als perfekt.

 

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Immer wieder gibt es Info-Tafeln, die anzeigen, wie weit man schon gekommen ist. Es gibt vier gößere Anstiege hinauf zum norwegischen Super-Felsen, wobei der dritte Anstieg, ein sehr steiles alpines Stück, schon ein regelrechter Scharfrichter ist. Als zusätzlichen Service hat man Hinweispfähle in den Boden gerammt, die auf 50 Meter genau anzeigen, was man schon geschafft hat, und wie weit man noch zu laufen hat.

 

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Und ich muss sagen, dieser Markierungs-Service hat bei mir regelrechte Glücksgefühle ausgelöst. Hilfreich waren die Pfähle vor allem, als das Schlimmste überstanden war (der dritte Anstieg!): 1.050 Meter, 700 Meter, 450 Meter, 200 Meter. Das war ein tolles, ein erhebendes Gefühl, Wanderglück pur.

 

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Dann also auf dem Fels-Giganten. Schnell wollte ich ein Ich-war-auf-dem-Preikestolen-Beweisfoto haben und drückte meine Kamera einer Amerikanerin in die Hand. Dabei habe ich der Fotografin ganz klare Anweisungen gegeben. „Do you have also the shoes in the sucher?“ Ja, hatte sie, sehr fein gemacht. Und dann? Wie vertreibt man sich denn die Zeit auf dem norwegischen Super-Felsen?

 

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Man könnte ja ein Picknick an der Felskante machen, so wie es viele asiatische Familien praktiziert haben. Problem 1: ich hatte nichts zu essen dabei. Problem 2: Alleine Picknicken macht einsam. Problem 3: Ich wollte bloß weg vom Preikestolen. Warum? Weil ich Höhenangst habe, schreckliche Höhenangst. Und ich kann nicht verstehen, warum ein so reiches Land wie Norwegen es nicht schafft, ein stabiles Geländer an die Felskante zu bauen.

 

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Das Problem ist nämlich, dass sich meine Höhenangst auch auf andere Menschen bezieht. Wenn ich also sehe, wie an der Felskante junge Menschen für ein lausiges Smartphone-Foto an der Felskante herum turnen, wird mir blümerant. Da könnte doch ein Windstoss kommen, und die runter fegen. Oder es gibt Blitzeis und sie stürzen ab. Oder da liegt ne Bananenschale rum, die eine asiatische Familie bei ihrem Picknick vergessen hat, und sie stürzen 604 Meter in die Tiefe…

So schnell ich konnte, trugen mich meine BÄR-Schuhe wieder zurück zum Ausgangspunkt. Und auf dem Wanderweg fühlte ich mich auch wieder sicher.



Einkehrparadies Ostwestfalen

Geschrieben am um 8:01

Der Frühling naht mit riesigen Schritten und damit die legendäre Wanderbroschüre „Wunderbar Wanderbar“ von NRW Busse und Bahnen. In diesem Jahr geht es unter anderem nach Ostwestfalen auf den Hermannsweg. Ich bin von Steinhagen (da kommt der Steinhäger her) hinauf auf die Höhen des Teutoburger Walds gewandert und schließlich hinein in die pulsierende Metropole Bielefeld. Das Schöne an dieser gut zehn Kilometer langen Wanderetappe: Ich kann mich nicht entsinnen, je eine Etappe eines Weitwanderweges mit höherer Einkehrdichte gegangen zu sein.

 

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Gaststätte Nummer Eins ist bei einem ominösen Peter auf dem Berge. Ob es sich bei Peter auf’m Berge um Peter Neururer, Peter Pan oder Peter den Großen handelt, habe ich nicht kapiert. Aber kaum hat man nach der Einkehr das erste Pils verdaut, ist man schon zum Fernsehturm auf der Hünenburg gewandert.

 

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Nun gut, der Kiosk hatte zu, weil weder schönes Wetter (Winter) noch Wochenende. aber die Meierei Olderdissen, die hat ganzjährig und täglich geöffnet.

 

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Kaum hat man den rundgetrunkenen Deckel in der Meierei bezahlt, geht es schon in das Café des Bauernhausmuseums. Egal ob drinnen (oder) draußen. Die Frage (ist): Warum (Klammern) um das (und)?

 

 

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Aber wenn man so richtig chillen will vom harten Workout im Homeoffice auf’m Petermountain, sollte man in den Beergarden gehen…

 

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Und wer dann noch nicht die Luken offen hat, kann auch noch auf der Sparrenburg litern. Prost, Du Sparren!

 

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Hier noch der Beweis, dass ich wirklich am Hermannsweg war, der Selfie Beweis, keine alternativen Fakten oder so. Und kostenlos gibt es an dieser Stelle noch einen kleinen Styling-Tipp von mir.

 

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Wenn es wirklich saukalt ist, also unter Null und Schnee und Eis und Bibber, dann ziehe ich bei Wanderungen unter meine Fleece-Jacke noch den blauen Kuschel-Hoodie an, das ergibt zwar manchmal so eine verdrehte Wurst im Nacken wegen der Doppel-Kapuze, aber das stört mich nicht. Im Gegenteil, das wärmt auch noch den Nacken.

Aber mal was anderes. Kann nicht einer mal der Grinsebacke neben dem H sagen, dass man bei einem Selfie nicht immer ein Doppelkinn machen muss? Danke.



Auf dem Offizierspfad

Geschrieben am um 8:57

Die Winterzeit ist für mich immer eine schöne Gelegenheit, saarländische Premiumwege abzuwandern, die ich noch nicht kenne. Für alle, die es noch nicht wussten: Es gibt im Saarland fast so viele Premiumwege wie Einwohner. Apropos schlechte Saarland-Witze: Irgendwer sollte dem Bremer Polizisten-Sohn Böhmermann (der ein wirklich tolles Haus in Köln-Neu-Ehrenfeld gekauft hat) mal sagen, dass das Genre des Saarland-Witzes so sexy ist wie die Frisur von Donald Trump.

 

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Es erschließt sich auf den ersten Schritt übrigens nicht so recht, warum eine Kochmütze als Logo für den Offizierspfad gewählt wurde. Ist eine Kochmütze eine typische Kopfbedeckung von Offizieren? Außerdem ist es sowieso etwas merkwürdig, einen Wanderweg nach einem Offizier zu nennen. Die feinen Herren Offiziere sind doch nicht gewandert, sondern waren die berühmten Herrenreiter.

 

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Es müsste also eher Offizier-der-sein-Pferd-verloren-hat-Pfad heißen. Ist aber für die Vermarktung etwas zu lang. Sehr schön ist es, im Winter auf dem Offizierspfad zu wandern, wenn der Schnee unter den Offiziersstiefeln knirscht und der fast bodenlange Offiziersmantel den Wams wärmt.

 

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Am Wegrand steht als Überbleibsel aus dem saarländischen Winterkrieg 70/74 eine 300 Jahre alte Napoleoneiche. 300 Jahre alt, da war der kleine Korse doch noch gar nicht geboren! Neben der Eiche gut zu erkennen: Ein Veteran aus dem russischen Winterkrieg 54/90.

Ein Highlight der Wanderung ist das Hofgut Imsbach:

 

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Napoleon selber hat es seinem Offizier (daher der Offiziersbezug!) Charles Louis Narcisse Lapointe geschenkt Chapeau!

Man kann auf dem Hofgut auch übernachten, das scheint sehr sehr komfortabel zu sein…

 

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Aber die Öffnungszeiten der Gastronomie sind, weil abendlastig, nicht sehr wanderfreundlich. Ganz anders dagegen das zweite Highlight der Wanderung, die Johann Adams Mühle

 

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Dort kann man einkehren, wann man will. Morgens um 10.00 zum Frühstück, um 13.00 um den Scharfen Heinz zu genießen, Nachmittags zum Kaffee/Kuchen oder Abends zum Bier. Kein Ruhetag, keine Betriebsferien. Herrlich.



Ich wollte es wäre Nacht und meine Pappenheimer kämen

Geschrieben am um 7:53

Der Vorteil eines abgeschlossenes Studiums ist nicht nur, dass man automatisch und direkt zur Elite und zum Establishment gehört. Der Vorteil eines abgeschlossenes Studiums ist auch, dass man jederzeit und überall schlau daher reden und mit Zitaten um sich werfen kann. Man kann es nicht nur, man sollte es auch. Warum? Damit alle staunen und sich wundern natürlich. Als Inhaber des großartigsten akademischen Titels aller Zeiten (Magister Artium, das ist ungefähr so viel wert wie ein Doktortiel und ein Diplom zusammen) und fertig studierter Germanist verfüge ich über umfassende Kenntnisse der klassischen deutschen Dramen.

 

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So viel (ich bin zwar superschlau, aber auch Gelegenheitslegasniker) es mir nicht schwer, aus dem Stegreif Schillers Wallenstein zu zitieren, als ich meinen Wanderführer im Altmühltal sah. Der war ein gebürtiger und damit waschechter Pappenheimer. Also stellte ich mich in Positur und zitierte: „Ich kenne meine Pappenheimer, auch Du, mein Sohn Brutus?“

 

Es gibt tatsächlich eine Burg Pappenheim: Da isse:

 

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Und historisch korrekt war das von Wallenstein ja positiv gemeint gewesen mit den Pappenheimern, so in dem Sinne, klar, ich kenne die, und auf die kann man sich verlassen. Man wäre ja in antifaktischen Zeiten, in denen so einiges ins Rutschen gerät, froh über etwas mehr Zuverlässigkeit. Ich bin daher für eine Pappenheimerisierung der Weltpolitik! Lasst uns dafür streiten!

 

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Aber wenn dann auch noch die Pappenheimer anfangen zu lesen, dann gehören die auch ganz schnell zur Elite und zum Establishment und dann fängt der ganze Mist von vorne an.



Meine Bär Schuhe unterwegs in … Cornwall

Geschrieben am um 7:12

Ich bin mal wieder in der großen weiten Welt gewandert: In Cornwall. Bitte verschont mich mit Eurer ersten Assoziation zu Cornwall: Ah, Du bist also Rosamunde-Pilcher-Fan. NEIN! Obwohl ich gar nichts für oder gegen diese Frau und ihre Bücher/Filme habe. Ich kenne sie einfach nicht. Für mich als Literaturliebhaber ist Cornwall vielmehr das Daphne-Du-Maurier-Land. Rebecca! Die Vögel! Jamaica Inn! Wilde Klippen, tiefe Gefühle, rauhe See. Und genau dort wollten meine Bär-Schuhe wandern.

 

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Mein erstes Wanderlebnis in Großbritannien hatte ich in Schottland. Die Geschichte ist in den Gesammelten Wanderabenteuern beschrieben. Viele schwärmen von den Highlands, ich finde es da eher öde. Lieber Hunsrück als Highlands. Aber in Cornwall an der Südküste auf dem Coast Path zu wandern, das ist auf jeden Fall ganz großes Wanderkino.

 

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Schmale Pfade, naturbelassen, manchmal mit Gras-Untergrund. Schon die pure Wegequalität der alten Schmuggler-Pfade ist absolut premiumwürdig. Was aber (zum Beispiel) der Hunsrück nicht zu bieten hat sind diese Blicke auf’s Meer, auf Buchten, auf Felsen, auf Brandung, auf kuschelige Piratenstädtchen. Natürlich muss man immer mal wieder – vor allem wenn man quasi ein See-BÄR ist – den Blick zum Horizont schweifen lassen.

 

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Denn mit dem Auftauchen der spanischen Armada ist an den Gestaden England jederzeit zu rechnen. Und auch den Franzosen ist nicht zu trauen, wie überhaupt diesen ganzen Festlandvölkern, die sich zur EU zusammen geschlossen haben. Dass der politische Kampf um den Brexit auch auf den britischen Wanderwegen angekommen ist, kann man unschwer an einer Tafel erkennen, die die Geldgeber des Landschaftsschutzes am Coast Path würdigt.

 

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Tja, da hat wahrscheinlich Boris Johnson himself wütend die EU-Flagge ausgekratzt. Aber nur mal zur Info, liebe Brexiteers: Die EU, also wir alle, haben diesen wunderschönen Weg mitfinanziert und das ist auch gut so. Aber diesen Fakt macht man nicht ungeschehen, inden man mit dem Hausschlüssel EU-Fahnen unkenntlich machen will. Außer man ist entweder geistig nicht zurechnungsfähig oder extrem infantil. Oder man hat den Tunnelblick.

 

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Klar, diesen Tunnelblick kann man auch auf dem Weg von Looe nach Polperro bekommen, weil wie auf einem Gemälder von Caspar David Friedrich die Gewächse am Wegesrand eine romantische Laube bilden.

Ich erwähnte schon, dass sich Daphne du Maurier in ihren Büchern literarisch an der Küste von Cornwall abgearbeitet hat. Aber bei meinen Wanderungen auf dem Coast Path musste ich auch immer wieder an die literarischen Meisterwerke einer anderen englischen Autorin denken.

 

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Diese einsamen unbewohnten Inseln. Die Schmuggler-Höhlen. Die schroffen Strände. Ich musste sofort an das „Geheimnis um ein blaues Boot“ denken. An die Insel der Abenteuer. An fünf Freunde und die Felseninsel. An fünf Freunde auf Schmugglerjagd. Von wegen Rosamunde-Pilcher-Land, Cornwall ist Enid-Blyton-Country. Und der Blick auf das dunkle Eiland erinnerte mich auch ein klein wenig an Tim und Struppi und die schwarze Insel. Aber das ist natürlich Quatsch, denn diese Geschichte spielt nun nachweislich in Schottland und nicht in Cornwall.



Die Bären und die Wölfe

Geschrieben am um 8:07

Der Wolf hat ja nicht das beste Image. Er gilt traditionell als „böse“, nachfragen kann man da bei Rotkäppchen, der Großmutter und den sieben Geißlein. Nun haben uns in den letzten Jahren Wolfsforscher erzählt, die Legende vom bösen Wolf wäre falsch, der würde sich gar nicht für Menschen interessieren, nur als Schaf oder Huhn sollte man sich ein wenig vor dem Isegrim in Acht nehmen. Aber für den Menschen, so die Wolfs-Experten, bestünde keine Gefahr. Das sei komplett falsch, las ich letztes Jahr mit Erstaunen in einer Qualitätszeitung. Weltweit seien etliche Fälle auch in der Neuzeit dokumentiert, in der Wölfe Menschen angegriffen hätten? Ja was denn nun?

Als Top-Rechercheur habe ich mich umgeschaut in Deutschlands Paradies der Wölfe, dem Wolfspark bei Merzig, um zu schauen, wir er ist denn so drauf, der Kollege Wolf.

 

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In Merzig sind in weitläufigen Gehegen Dutzende Wölfe untergebracht, Mongolische Wölfe, schwedische Wölfe und weiße Polarwölfe. Die putzigen Kerlchen hören (unter anderem) auf die Namen Wilhelm, Otto, Annegret. Zwei deutsche Kaiser und eine saarländische Ministerpräsidentin. Wenn man an den Gehegen entlang geht, kann es schnell passieren, dass das ganze Rudel anfängt zu heulen, und dann antwortet ein anderes Rudel heulend aus etlichen hundert Meter Entfernung und dann ist man doch froh, dass die Gitter an den Gehegen relativ stabil zu sein scheinen. Der Wanderer kann sich das saarländische Wolfsland auf der Traumschleife Wolfsweg erwandern, der direkt auf dem Geländen des Wolfsparks (Eintritt ist übrigens frei) beginnt.

 

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Der Wolfsweg ist natürlich, wie alle Traumschleifen, ein Rundweg. So ein Rundweg hat normalerweise die Formen rund, oval oder Schmetterling. Der Wolfsweg ist anders, der Wegverlauf ist ungewöhnlich, eher schlauchartig, wie eine schmale Wolfsfährte sind Hin- und Rückweg oft nur wenige Meter entfernt, man kann durchaus sehen, wo man vor kurzem noch entlang gegangen ist. Liebevoll wird das Thema Wolf auch bei den Sitzmöbeln des Wegs bespielt.

 

 

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Nun gut, die Bank war bei meiner Begehung etwas zu nass, um sich bequem dort nieder zu lassen. Aber es ist doch immer beruhigend, sich von Wölfen eskortieren zu lassen. Und auf so einer Bank kann man ja auch schön darüber sinnieren, vielleicht ja auch bei einem Sinnierbier, welche Gemeinsamkeiten Wölfe und Bären haben. Beide Tierarten sind starke Säugetiere, sie können sich auf vier Beinen wesentlich schneller vorwärts bewegen als Menschen auf zwei. Wölfe UND Bären sind nicht ungefährlich, beide leben gerne in Rudeln bzw. Familien. Und vor allem: Die Fußabdrücke von Wolf und Bär ähneln sich doch ziemlich. Wolfstatzen und Bärentatzen sind auf den ersten Blick nur sehr schwer zu unterscheiden. Den Beweis seht Ihr hier:

 

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Rechts eine Bärentatze, klar, die habe ich mit meinen Bär-Schuhen hinterlassen. Und links ganz eindeutig eine Wolfsspur. Da staunt doch der Laie und der Fachmann wundert sich.

Zum Ende der Tour bin ich wieder im Wolfspark angekommen, die Traumschleife geht durch das Tal der weißen Wölfe. Diese putzigen Kerlchen sehen wirklich so aus, als seien sie mit Perwoll gewaschen, schneeweiß Hilfsbegriff.

 

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Man sollte mal an einem ersten Sonntag im Monat in den Wolfspark fahren. Dann werden die weißen Wölfe von Wärtern umschmust und man bekommt eine Live-Fütterung zu sehen. Man wundert sich immer, dass die menschlichen Wolfs-Betreuer lebend aus den Gehegen heraus kommen. Auf jeden Fall ist der Wolfspark bei Merzig eine wunderbare Geschichte und der Wolfsweg auch. Vielleicht ist es mal eine Idee für Sebastian und Christof Bär, einen Bärenpark bei Bietigheim-Bissingen anzulegen. Dann könnte man das mit den Bärenspuren und den Wolfsspuren mal so richtig klären.

Und was machen Bären im Winter? Richtig – Winterschlaf! Den mach ich jetzt auch, aber nur einen Januar lang. Anfang Februar geht’s weiter…



Der Wanderjahresrückblick 2016

Geschrieben am um 6:57

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, daher wird es auch in meinem Blog Zeit für einen Jahresrückblick. Was war das für ein Wanderjahr! Richtig geiles Wetter: Aprilwetter bis Ende Juli, dafür schon bitterer Frost ab Anfang November. So war hatten wir den Klimawandel echt nicht konzipiert. Aber was kümmert den Wanderer Extremwetter! Mit den wasserdichten Klamotten von Fifty Five, den guten Schuhen von Bär, mit einer Rotkäppchen-Stulle und einem Orthomol arthroplus-Riegel im Rucksack kann doch nichts schief gehen! Wir wandern auf all den wunderbarwanderbaren Wegen, die ich mit den Bussen und Bahnen NRW ereicht habe, wandern unbeschwert weil durch die Knappschaft versichert und trinken einen guten Tropfen vom Steillagenriesling der Moselland-Genossenschaft. Da fällt mir ein: Ich möchte allen meinen Sponsoren 2016 danken! Und weil meine Sponsoren 2016 so gut zu mir waren, gehe ich auch noch nicht am Stock …

 

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Wobei mit dem „Stock“ kein Rebstock gemeint ist und auch nicht die altersbedingte Krücke. Nein, auch 2016 haben unsere ewig jungen Nordic Walker wieder Höchstleistungen mit ihren Karbonstöcken erbracht. Chapeau.

Sensationell war natürlich 2016 auch der Höhenflug des Effzeh. Die ganze Welt fragt sich: Wie bekommt das die ehemalige Diva vom Rhein hin, mit vergleichsweise schmalen Budget und einem Trainer aus Österreich. Ich werde das Geheimnis jetzt lüften…

 

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Auf der Schwäbischen Alb oberhalb von Bad Urach gibt es den Rutschenfelsen. Und an diesem Felsen fällt ein kinderfaustgroßer Energiestein in’s Auge. Wenn man den streichelt, gibt das 24 Stunden lang unglaubliche Energie. Ich habe diesen Stein den Spielern des FC gezeigt. Die müssen jetzt vor jedem Spiel nach Bad Urach, dafür spielen sie aber auch deutlich besser.

Und dann diese irren Rekorde von 2016…

 

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15. Juli, Wanderung an den Plöner Seen. Mitwandererin Elke wächst über sich hinaus und holt ostholsteinischen Weltrekord: 20027 Schritte! An einem Nachmittag! Eine wahrhaft olympische Wanderleistung.

Was war noch los in 2016? Ach so, Brexit, nun da bin ich ja kurz danach hingefahren um nach dem Rechten zu sehen, das ist alles halb so schlimm in Britain Great Again. Und die Trump-Wahl? Schon schlimmer. Aber ich habe einen Tipp:

 

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Guter Vorsatz für 2017: Immer schön die Gesäßmuskulatur stärken, dann gehen einem auch irgendwann Donald Trump, und Frauke Petry, und Marine Le Pen und Sahra Wagenknecht und sogar Red Bull Leipzig am Arsch vorbei!



Merry Ferry Hall Walk

Geschrieben am um 7:57

Preisfrage: Was haben die Traumschleife „Tafeltour Saarschleife“ und der Hall Walk in Fowey (Cornwall) gemeinsam?

 

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Antwort: Richtig, beide Wandertouren haben eine Fahrt mit der Fähre inklusive, ohne Fähre werden diese Rundwanderwege nicht rund.

Ich hatte im Reiseführer gelesen, der Hall Walk in Fowey (gesprochen Foi, die Engländer haben die Angewohnheit, mit Buchstaben, die man gar nicht braucht, sehr verschwenderisch umzugehen, oder warum braucht man das lange Wort „Leicester“ wenn es auch „Läster“ tun würde?) sei einer der 100 schönsten Kurzwanderungen in Großbritannien. Leider waren die 99 anderen Wege nicht aufgezählt. Auf jeden Fall ist der Hall Walk der ungekrönte Meister aller Fährenwanderungen, denn man muss im Gegensatz zu der kleinen Fähre über die Saar sogar zweimal mit der Fähre fahren.

 

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Mit der Stadtfähre setzt man von Polruan nach Fowey über, später dann mit der Autofähre (auch als Wanderer immer den Linksverkehr beachten!) hinüber zur Traditionsgaststätte Old Ferry Inn in Bodinnick. Und beim Fährefahren immer schön singen „Ferry, cross the mersey“ von Gerry and the Pacemakers. Okay, Fowey ist nicht Liverpool aber Fähren sind bei diesem Inselstaat mit den vielen Schären und Fjorden ein Nationalheiligtum.

 

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Taugt denn der Weg was? Klare Sache: yes! Jede Menge Aussichten, tolle Pfade, und auf dem Weg ist auch jede Menge Volk unterwegs, meistens Engländer. Der Engländer an sich macht ja gerne Ferien im eigenen Land, was soll man auch nach Europa fahren, da muss man sich ja an Rechtsverkehr, Steckdosenadapter, Kilometer-Masseinheiten und Abzocke mit dem Euro gewöhnen. Aber die wandernden Engländer scheinen eben auch den Hall Walk für eine wanderbare Besonderheit zu halten. Dem Andrang entsprechend sind die englischen Wanderhütten dimensioniert…

 

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Aber, ich wiederhole mich gerne, die Aussichten von diesem Weg sind wirklich phantastisch. Oder etwa nicht?

 

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Und wenn man es sich so richtig gemütlich machen will auf diesem Weg, dann sollte man unbedingt eine Pause auf einer britischen Sinnebank machen. Good walk!

 

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Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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