Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Beckinger Saarblicke

Geschrieben am um 6:23

Es ist doch immer wieder schön, einen Haken hinter eine der 111 Traumschleifen zu machen, noch schöner, wenn die Traumschleife in meiner Wahlheimat gelegen ist, dem kleinen Bundesland mit den vielen Spitzenpolitikern, die sich immer ganz doll lieb haben. Beckingen ist ein Ort südlich von Merzig. Die berühmte saarländische Familie Becker wohnt nicht in Beckingen. Es kommt nicht sehr oft vor, dass ein Schiff in Beckingen anlegt. Der Grund ist, dass der gewerbliche Schiffsverkehr der Saar schon kurz vor Saarbrücken endet. Daher singt man Beckingen, wehmütig auf die Saar blickend: „Ein Schiff wird kommen…“

 

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Trotz des unregen Schiffsverkehrs hat man am Saarufer einen – allerdings unbemannten – Leuchtturm errichtet. Die Ernsthaftigkeit dieses Leuchtturms ist leider äußerst zweifelhaft, hat man doch einen Sandkasten und Kinderspielplatz um dieses Gebäude errichtet.

 

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Kein Kinderspielplatz findet sich am Bunker der Bauart „Regelbau 10“ im Beckinger Ortsteil Haustadt. In dem Bunker ist ein Westwallmuseum eingerichtet. Ich bekomme schon klaustrophobische Beklemmungen, wenn ich das Ding nur von außen sehe.

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Oberhalb der Saar, kurz vor der grandiosen Einkehr Fischerberghütte, findet sich dieser hervorragend erhaltene Grenzstein. Deutlich ist die Lilie zu sehen, aber nicht als Erkennungszeichen der Fans von Darmstadt 98, sondern als Herrschaftszeichen der französischen Krone. Zwischen 1679 und 1697 und noch einmal zwischen 1766 und 1815 war Beckingen französisch und wurde eher Béckongsche ausgesprochen.

 

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Inzwischen redet man aber in dem Ort wieder saarländisch und das ist auch gut so. Und nach den Saarblicken vom Leinpfad aus ergeben sich auch viele Saarblicke aus der Höhe.

 

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Die Komik

Geschrieben am um 6:23

Ein Wanderwitz: Die Wandervögel habe sich getrennt. Die eine Hälfte wollten nur noch Wandern.

Pruha, ein Schenkelklopfer, ein Abbücker, ein Brüller, der kürzeste Wanderwitz der Welt!

 

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Nicht lustig? Finde ich schon. Die prinzipielle Frage ist doch: Gibt es komische, humoristische Aspekte beim Wandern? Ich glaube schon. Prinzipiell ist es natürlich nicht lustig, einen Schritt vor den anderen zu setzen oder die Landschaft zu betrachten. Etwas anderes ist, mit einer luxemburgischen Wandertruppe an der Mosel unterwegs zu sein, und an einer Rinderweide vorbei zu kommen. Die Kühe kommen neugierig näher, und dann fangen die ungefähr zwanzig Menschen auch noch an zu singen. Und die Rindviecher lauschen ergriffen, könnten sie applaudieren, würden sie es tun, überhaupt keine Frage. Das fand ich schon sehr lustig.

 

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Natürlich freue ich mich auch immer, wenn ich ein Wanderparkplatz-Schild sehe. Der Wandersmann mit Hut und Stock, der voranschreitet. Die Wandersfrau, was sage ich, die Wanderdame dahinter, ohne Hut und Stock, dafür mit superkurzem Rock, Handtasche und wehenden Haaren. Die beide legen ein unglaubliches Tempo vor, das Schild ist definitiv das komischste Verkehrsschild Deutschlands. Interessanterweise gibt es eine badische Variante des Schildes, eine züchtigere Variante: Die Wanderdame hat einen knöchellangen Rock, die fliegenden Haare sind zum strengen Dutt geknotet. So geht es doch auch.

 

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Komik entsteht auch dadurch, dass sich der Held einer Geschichte, sagen wir einmal ein national durchaus angesehener Wanderexperte, immer wieder in Situationen bringt, die ihn fordern, um nicht zu sagen überfordern. 82 Kilometer am Stück wandern. Mitglied beim Schwäbischen Albverein sein. In der Steilwand der Watzmann-Ostwand hängen. Es ist eine Art mathematischer Humor-Rechnung: Die Differenz zwischen Wollen und Können ist die Keimzeile der Komik. Wenn Sätze wie: „Ich kenne mich hier aus, ich brauche keine Karte!“ oder „Es wird heute garantiert kein Gewitter geben“ mit der Realität kollidieren, ist das immer ziemlich lustig.

 

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Oder man erzählt einfach noch einen Wanderwitz, einen hab‘ ich noch: Warum ist Moses mit dem Volk Israel vierzig Jahre durch die Wüste gewandert? – Männer fragen nicht nach dem Weg.

 

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Youtube: Andrack_1

Geschrieben am um 19:13

Heute mal was ganz anderes, nicht immer nur – Wandern, sondern: Geile Musik!

Es ist doch so: Wenn ich Radio höre, laufen da nie die richtigen Songs. Weder bei Rock Radio Classic (nur AC/CD und Queen), noch in den das bester der 60er, 70er usw. Sendern) Der Plattenspieler funktioniert nicht mehr richtig, CDs sind Scheiße und gehen alle kaputt, die alten Mix-Tapes leiern.

 

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Deshalb habe ich meine erste Playlist bei Youtube gestartet. Andrack_1. Ich muss meinem Freund Peter recht geben: „Grandios!“ Es beginnt mit den Teenage Kicks, dem Lieblings-Song des legendären John Peel, der sich mit diesem Song, so hat es mir Dirk Schümer erzählt, beerdigen ließ

 

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Wenig später auf der Playlist: Rock Lobster. Das ist das Geile an Youtube: Ich sehe 35 – 40 Jahre später erst richtig den Look meiner liebsten Bands. Schaut Euch mal die Hemdkragen/Pullover der Buzzcocks an. Das ist Punk Rock, so sah ich in Köln-Ostheim auch aus!

 

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Meine absolute (nicht-deutsche) Lieblingsband der Achtziger: Die irischen Bob-Geldof-Buben. Okay, I don’t like Mondays. Aber die sechs Jungs haben einen Haufen weitere großartige Lieder geschrieben. Der erste, den ich von ihnen hörte – Like Clockwork.

 

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You know what this one is…? Depeche Mode live at Hammersmith Odeon 1982, ich hatte diese Live-Version als Kopie einer Bootleg-Pressung auf einem Mix-Tape. Mix-Tape leider verschollen. Das beste Lied von Depeche Mode. Im Jahr 2000 zum Beispiel bin ich bei einem Depeche-Mode-Konzert in Köln eingeschlafen. Ich habe jetzt erst kapiert, warum nach 1982 bei Gore und Gahan nichts mehr gekommen ist. Fast alle Kracher auf der Debüt-Platte hat Vincent Clarke geschrieben (später Yazoo und Erasure), auch „I just cant get enough“, meiner Meinung nach ist Clarke auch im Clip zu sehen, obwohl er laut wikipedia zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr bei DM (und auch nicht bei Rossmann) war.

 

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Einfach ein saugeiler Song. Alleine die Bassline zu Beginn: Zum Niederknien

 

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Passion von Flirts. Peinlich, ich weiß. Trotzdem gut. Crossover eben.

 

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Die Vapors, typische One-Hit-Wonder-Oand. Aber was für ein One Hit!

Und dann gibt es auch noch die Klassiker wie die Ramones, Sex Pistols und Sham69 in der Playlist. Und Bots. Viel Spaß, play it loud!



Luxembourg, 91 Points

Geschrieben am um 6:23

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Mit meinem Freund Camille, dem bedeutendsten luxemburgischen Komponisten, arbeite ich die Traumschleifen in der Grenzregion ab. Zuletzt war wieder einer dieser Feiertage (also nicht wirklich im Kalender, die denken wir uns einfach aus). Wir gourmieren die Traumschleife „Manternacher Fiels“, 91 Punkte hat die vom unbestechlichen Wanderinstitut bekommen, welches mit Sicherheit keine Konten bei luxemburgischen Banken hat. 91 Punkte, das ist natürlich ein Brett, wir sind gespannt. Und machen ein entspanntes Selfie am Manternacher Fiels/Felsen.

 

 

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Wir wandern zunächst im Syrtal, fernab von Syrien, Syrtaki und Köln-Syrth. Außer den Wanderwegen im lauschigen Tale finden sich auch die Gleise der internationalen Bahnstrecke Luxembourg – Wasserbillig – Trier. Manchmal rauscht daher ein Zug vorbei, was den erfahrenen Trainspotter freut, der natürlich immer weiß, ob der RE von oder nach Koblenz pünktlich ist oder Verspätung hat.

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Kein 91-Punkte-Weg ohne Ausblick, in diesem Fall bis weit ins Tal der Obermosel. So ein Ausblick ist aber auch immer die Gelegenheit für zwei relativ alte und ziemlich weiße Männer, mal ordentlich zu verschnaufen und die Knochen zu sortieren.

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Sehr spektakulär ist der Abstieg durch eine komplett gerodete Waldparzelle. Da war kein Sturm durchgefegt, sondern bewusst entwaldet worden, um die alten Trockenmauern eines Weinbergs – vermutlich seit dem Siegeszug der Reblaus vor 120 Jahren unbenutzt – frei zu legen. Und wahrscheinlich wird dort bald wieder Wein angebaut.

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Dann vermutlich eine kleine Kapelle am Wegrand, ein abgeschiedener Ort mit würdevoller Rückzugsmöglichkeit, ein besinnlicher Platz der Ruhe und Kontemplation. Falsch!!! beim Blick durch die Fenster entdecken wir ein Weinfass, über der Tür entziffern wir den Namen des Weingotts – dieser Platz ist ein Ort des bacchantische Genusses mitten im Wald, hoch die Tassen.

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Nun hätten wir zum Abschluss unserer Tour am Naturschutzzentrum in Manternach auch noch ganz gerne einen gehoben. Es gibt nämlich tatsächlich auch einen lokalen Wein mit der Lagenbezeichnung Manternacher Fiels. Aber der Naturschutzwart zuckt nur mit den Schultern: Nichts mehr da. Gut, dass Camille die besten Winzer des Großherzogtums kennt, also probieren wir im Weingut Stronck-Pinnel einen schönen Auxerrois, einen Elbling und einen sensationellen Pinot Gris von 2018. In Luxemburg, da lässt es sich fein leben!

 

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Die Einkehr

Geschrieben am um 6:23

2005, im April. Im Februar des Jahres war mein Buch „Du musst wandern“ erschienen. Die Verkaufszahlen waren sehr zufriedenstellend, Leserpost erreichte mich. Die erste Zuschrift war eine Art Verriss. Denn mir wurde ganz einfach abgesprochen, Ahnung von meinem Sujet zu haben. Denn Wanderer – so die durchaus erboste Leserbriefschreiberin – richtige Wanderer, die wären mit Rucksackverpflegung unterwegs. Und ich würde ja ständig einkehren, daher wäre ich kein richtiger Wanderer.

Trotz dieser Fundamentalkritik bin ich, was die Einkehr angeht, störrisch geblieben. Ich kehre ein und alle „richtigen“ Wanderer sollen sich meinetwegen zum Picknick in den Wald setzen und ihre zuhause geschmierten Semmeln, Brötchen, Wecklas und Schrippen verzehren. Jeder so, wie es ihn glücklich macht. Aber was diesen Nicht-Einkehrern alles entgeht! Der erste Schluck vom kalten Bier, der bis in die Knie wirken muss. Die regionalen Spezialitäten wie Schäufele, Döppekuchen, Pfefferpotthast. Ein Almdudler. Ein aus lokalen Früchten gebrannter Schnaps. Rieslinge, Spätburgunder, Clevner und Lemberger aus den Lagen, die man gerade durchwandert hat. Aber esst ihr ruhig Eure Stullen, ihr „richtigen“ Wanderer.

 

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Es soll Menschen geben, die nur wegen der Einkehr wandern. Denn es ist schon etwas merkwürdig, in einem Biergarten um 12:00 in der Frühlings-Sonne zu sitzen und zu dieser Zeit schon ein Hefeweizen zu trinken. Schon deutlich weniger merkwürdig ist es, wenn man schon zwölf, dreizehn Kilometer gewandert ist und den ersten Gipfel erfolgreich gestürmt hat. Dann „darf“ man durchaus schon mal das erste Belohnungsbier trinken.

Ein weiterer Vorteil der Einkehr besteht einfach darin, dass man an keime Ort seiner Wanderung so gut mit Land und Leuten in Kontakt kommt. Ein Wirt oder eine Wirtin ist oft – sonst hätten sie ihren Beruf verfehlt – zum Plaudern aufgelegt. Ich bin vor ein paar Jahren in den Bregenzer Alpen gewandert und kehrte nach einem knackigen Aufstieg in einer Berghütte ein. Zu früh zwar noch für ein Bier, aber nicht zu früh für ein Schwätzchen mit dem Hüttenwirt. Sofort werde ich geduzt, erfahre dass es sich beim Wirt um den Flori handelt, bin stolz, weil ich der erste Wanderer des Tages bin, der es bis zur Hütte geschafft hat und bekomme noch Tipps für meine weitere Wandertour. Das ist doch Weltklasse, das kann nur Einkehr! Noch nie bin ich in dieser Hütte gewesen, habe aber ein Gefühl der Heimat, als ich meine Waldmeisterschorle trinke. Wanderglück durch Einkehr.

 

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Man sollte aber nicht total auf die Einkehr fixiert sein. Ich war dereinst bei einem Männerwandergeburtstag eingeladen, bei dem im Eifgenbachtal bei Köln alle zwei Kilometer eingekehrt wurde. Das ist dann eher eine Rein-Tour als eine Wandertour. Ich halte auch wenig von der Prioritätenliste vieler Wandervereine: „Berge von unten, Kirchen von außen, Kneipen von innen“. Nein, auch die Natur und die Kultur gehören zum kompletten Wandererlebnis, nicht nur die gastronomischen Highlights am Wegesrand.

Man sollte sich aber immer klar machen – vor allem wenn man auf Prädikatswegen unterwegs ist – dass die Investitionen für die Schönheit des Wanderwegs eine Art Wirtschaftsförderung ist. Mit der Einkehr unterstützt man die lokale Wirtschaft und die regionalen Wirtschaften. Daher mein Appell: Kehrt mehr ein!

 

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Oh mein Gott – der Alde Gott

Geschrieben am um 6:23

Eine feine Badener Weingenossenschaft ist Alde Gott in Sasbachwalden. Einen Premiumweg gibt es dort auch, die Alde Gott Panoramarunde. 9,8 Kilometer, stramme 429 Höhenmeter, immerhin 15 % Asphaltwege, was die ab-so-lu-te Höchsterlaubnis für einen Premiumweg überhaupt ist. 16% Asphalt: tot, kein Premiumweg, 15% Asphalt: naaa gut, durchgewunken.

 

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Ich dachte mir, vielleicht muss man sich wegen des ordentlichen Asphaltanteils den Weg schön trinken. Also habe ich einen Grauburgunder in der Vinothek der Genossenschaft gekauft. Aber schon der Einstieg in die Tour, die Gaishölle-Wasserfälle, sind ein sensationelles Natur- und Wandererlebnis

 

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Ich wanderte mit Andreas Kauffmann, Chef der Ortsgruppe Lahr des Schwarzwaldvereins. Andreas entstammt quasi einer Schwarzwaldvereinsdynastie, er leitet die Ortsgruppe schon in der vierten Generation. Sein Urgroßvater hat, kein Scherz, mit einem Kumpel den legendären Westweg erfunden. Der Uropa und sein Wandergenosse sind immer weiter gewandert, und da, wo sie es schön fanden, haben die beiden die rote Raute des Schwarzwaldvereins an die Bäume genagelt. Das waren richtige Wanderwegpioniere!

 

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Nach der Gaishölle-Schlucht schon die erste Einkehrmöglichkeit. Ein klein wenig verfrüht, aber wir sind ja nicht für Spaß hier, wenn dann auch richtig, also gibt es Flädlesuppe und einen Schoppen Clevner Traminer aus Durbach, meiner letzten Badischen Weinwanderstation.

 

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Wir gehen Kilometer um Kilometer und wir fragen uns, wo denn der viele böse Asphalt ist. Wir gehen durch Wälder und durch Weinberge, und die Wege sind traumhaft. Und unverhofft, ergibt sich eine weitere Einkehr. Zwar hat die Klosterschänke inzwischen an 365 Tagen im Jahr Ruhetag, aber in einem Unterstand kann man sich aus einem Kühlschrank selbst verpflegen – ein Paradies!

 

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Wir wandern zum Aussichtspunkt „Münsterblick“. Das Straßburger Münster kann man tatsächlich sehr gut sehen, trotz eher schlechten Wetterbedingungen. Faszinierender als das gotische Bauwerk finden wir allerdings das Outdoor-Kegelspiel am Aussichtspunkt.

 

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Trotz verschiedener Taktiken versuchen wir mittels eines Pendels, die Kegel zu eleminieren: mit Fingerspitzengefühl, mit brachialer Gewalt, mit kreisenden Bewegungen, mit länglichen Schwüngen. Mehr als fünf Kegel schaffen wir nicht, damit gewinnt man keinen Kegelpreis.

 

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Der Alde Gott ist ein Wegkreuz. Es wird einer Begebenheit aus dem Dreissigjährigen Krieg gedacht, die Landschaft entvölkert, ein junger Mann wandert entwurzelt durch die Gegend, trifft eine Frau und ruft aus: „Der Alde Gott lebt noch!“. Eine Wanderbegegnung als Gottesbeweis, großartig.

 

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Es kam wie es kommen musste, die beiden heirateten und setzten den ersten Rebstock des Genossenschaftsweins Alde Gott. Darauf trinken Andreas und ich im Nieselregen ein schönes Glas Grauburgunder.

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Das Highlight des Tages: nach der wunderschönen Wandertour zückt Andreas den Mitgliedsantrag des Schwarzwaldvereins – und schon bin ich Mitglied in der Ortsgruppe Lahr! Ein Hoch auf die nächsten Schwarzwald-Touren!



Andracks AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa Wandertipp Nummer 3 – Gratweg Tegelberg

Geschrieben am um 6:23

Länge: 6,15 Kilometer

Dauer 3:30 Stunden

853 Höhenmeter

Diese Wanderung ist nur für geübte Wanderer zu empfehlen, die gute Kondition, Schuhwerk und Trittsicherheit mitbringen. Wir gehen die Hotelausfahrt hinaus und sehen schon bald rechter Hand einen Pfahl mit unzähligen Wegweisern. Wir orientieren uns bis zum Tegelberghaus am roten Punkt und wandern rechts den Asphaltweg hinauf, den auch alle Besucher von Schloss Neuschwanstein hinauf gehen. Schon bald wenden wir uns wiederum rechts und gehen einen breiten, hell geschotterten Wanderweg bergan. Wir erreichen die Bushaltestelle und gehen Richtung Marienbrücke. Achtung: wir nehmen den Gratweg, der ist wesentlich abenteuerlicher und schöner als der breite Reitweg zum Tegelberg. Vor der Marienbrücke kann es sich ein wenig stauen, da müssen wir etwas Geduld haben. Wir müssen zwar nicht über sieben, aber über diese eine Brücke gehen, anders geht es nicht. Von der Marienbrücke hat man eine schöne Aussicht auf Schloss Neuschwanstein, falls es nicht wie bei meiner Test-Wanderung im dunstigen Nebel liegt.

Hinter der Marienbrücke drehen die meisten Touristen wieder um und gehen retour, das trägt zum Stau bei.

 

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Auf einigen Schildern wird darauf hingewiesen, dass der Weg hinauf zum Tegelberg nur im Sommer begangen werden darf, bei Schnee ist es lebensgefährlich, dort hinauf zu gehen. Wenn man allerdings ein Hans-guck-in-die-Luft ist oder stolpert, kann der Aufstieg auch im Sommer sehr gefährlich sein, es ist eben ein alpiner Weg.

 

Über wurzelige und steinige Pfade geht es in Serpentinen bergan, manchmal muss man auch die Hände zur Hilfe nehmen und richtig über die Felsen klettern. An einigen Stellen sind Seile als Handlauf in den Felsen verankert, an einer anderen Stelle helfen Stahl-Sprossen beim Klettern. Nach ungefähr 90 Minuten haben wir die Serpentinen geschafft, es ist nun nicht mehr ganz so steil und wir gehen bergan auf dem Grat weiter. Unser Weg geht um einen Felsen herum und wir haben auf die Südseite des Berges gewechselt. Es ist drei bis vier Grad wärmer als auf der Nordseite, das ist faszinierend, schwül-warme Luft umfängt uns, von einer Sekunde auf die andere. An einer Wegpassage geht es ein wenig bergab, da bin ich sehr froh, dass ich nicht die gesamte Strecke bergab gegangen bin, das ist nämlich ganz schön rutschig und die Kniegelenke werden sehr belastet.

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Kurze Zeit später, ganz ganz großes Kino, bricht die Sonne durch. Beziehungsweise bin ich langsam auf einer Höhe, dass ich mich aus den Wolken heraus kämpfe. Es ist ein Gänsehautgefühl, sich aus den Nebelschwaden aus eigener Muskelkraft hinaus zu kämpfen und der Sonne entgegen zu gehen.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer

 

Ich höre Kuhglocken, das ist zu schön, um wahr zu sein. An der Kuhweide wandern wir noch mal steil hinauf zum Tegelberghaus, dem alten Jagdhaus des Königs auf 1.707 Meter. Bei meiner Testwanderung genieße ich perfekten Sonnenschein, wie in einer Märchenlandschaft ragen die Berggipfel und alpinen Gebirgsketten aus dem flauschigen Wolkenteppich hervor. Eine andere Welt, denn unsere Welt, die Zivilisation, ist verschwunden. Kleiner Tipp: Vor Ihrer Wanderung könnt ihr über die Webcam der Tegelbergbahn checken, wie das Wetter am Gipfel ist.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer

 

Ich trinke im Tegelberghaus ein Belohnungsbier und denke: Mensch, hier oben ist schon richtiges Hochgebirge, über 1.500 Meter fängt das an. Ab dieser Grenze gilt generell das Wander-Du. Deswegen kann ich sagen: Ich bin stolz auf Dich, wenn Du die Tegelbergbesteigung auch schaffst! Mit der Tegelbergbahn kann man schließlich entspannt talwärts fahren, der Weg zurück nach Hohenschwangau ist ausgeschildert. Nach dreißig Minuten Fußweg ist man wieder im Hotel, nach 35 Minuten im Wellnessbereich des 4 elements spa by Althoff.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer



Das rechte Maß

Geschrieben am um 6:43

Ich las vor einigen Monden in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über das Werk des Thomasin von Zerklaere. Der Mann hat vor 800 Jahren eine Art Mittelalter-Knigge geschrieben. In dem Buch steht, was man macht und was man besser bleiben lassen sollte. Drei ethische Kategorien bestimmen das Denken Thomasins, das sind Recht, Freigebigkeit (im Mittelalter hieß das noch „milte“) und das rechte Maß (mittelhochdeutsch „mâze“).

Ich habe, als ich das las, sofort darüber nachgedacht, was das rechte Maß für einen Wanderer sein könnte. Erst einmal heißt das ganz banal, nicht zu viel und nicht zu wenig zu wandern. Tendenziell haben sich Wanderer in vergangenen Jahrzehnten mit zu langen Strecken überfordert, sie hatten das rechte Maß verloren. Denn das Maß aller Dinge kann nur das persönliche Wohlbefinden sein, und wenn man sich überfordert, ist das eindeutig maßlos.

 

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Andersherum wird auch ein Schuh daraus. Wer längere Strecken wandern könnte und sich aus welchem Grund auch immer (Faulheit, Zeitmangel, Rücksicht auf die Kinder oder die Ehefrau/den Ehemann) zurückhält und nur besser Spaziergänge macht als anständig zu Wandern, auch dieser Wanderminderleister hat nicht das rechte Maß für sich gefunden.

Das rechte Maß (oder in diesem Fall auch DIE Maß) sollte man beim Belohnungsbier finden. Ich muss mich da durchaus selbstkritisch an die eigene Nase fassen. Warum müssen es immer zwei Hefeweizen sein? Oder zwei Schoppen? Wie wäre es denn mit einem Latte-Macchiato, einer Rhabarberschorle, einem Malzbier. Auch da fehlt vielen Wanderern das rechte Maß, innerhalb und außerhalb der Fastenzeit.

 

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Es kann auch mal sinnvoll sein, auf eine Wanderung zu verzichten. Ich bin ja selber ein großer Freund vom Wanderpläne-machen, und wenn dann ein Wanderplan samt Strecke und genauem Wandertag steht, wird das auch durchgezogen. Allerdings ist das manchmal keine so gute Idee. Wenn es wie aus Eimern schüttet, warum sollte man dann unbedingt vor die Tür gehen? Wenn es dazu noch stürmt und orkant, kann das sogar lebensgefährlich sein, genauso, wenn schwere Gewitter vorhergesagt werden. Auch im Tiefschnee auf „normalen“ Wanderwegen im Winter zu wandern, ist selten eine gute Idee, auch wenn der Wanderweg daheim am Computer kinderleicht aussah. Außerdem sollte man beim Wandern doch möglichst fit sein, bei Fieber gehört man ins Bett und nicht in den Wald, auch wenn der Wanderplan das vorgesehen hat.

Dabei will ich jetzt nicht dazu auffordern, weniger zu wandern, um Gottes Willen – Nein! Aber für mich gehört es zum Beispiel auch zum „rechten Maß“, dort mehr zu Fuß zu gehen, wo wir es normalerweise – auch als Wanderer – nicht tun. Ich spreche von den kurzen, alltäglichen Strecken zwischen dreihundert Metern und fünf Kilometern, für die wir noch viel zu häufig das Auto nehmen. Da wäre es das „rechte Maß“, diese Strecken, auch wenn sie langweilig sind, doch öfter zu Fuß zu gehen.

Ich wünsche Euch allen ein maßvolles Wandervergnügen, Schritt für Schritt oder – um mit Shakespeare zu sprechen – Maß für Maß.

 

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Andracks AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa Wandertipp Nummer 2 – Das Finale des Lechwegs bis zum Lechfall in Füssen

Geschrieben am um 6:23

Länge: 5,1 Kilometer (bis zum Lechfall)

Dauer 1:30 Stunden

261 Höhenmeter

 

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Wir wandern vom Hotel zum See und gehen dann rechts den Weg hinauf Richtung Füssen. Nach ungefähr zehn Minuten wenden wir uns rechts und sehen zum ersten Mal die Markierung „L“ des Lechwegs, die uns bis zum Wasserfall in Füssen begleiten wird. Der Lechweg ist ein sehr schöner Weitwanderweg, 124 Kilometer lang und folgt dem Verlauf des Flusses von der Quelle in 1.840 Meter Höhe bis nach Füssen. Wir gehen also quasi das Finale dieses Weges. Wir steigen leicht an und sehen schon bald rechter Hand den Schwansee durch die Bäume. Wir folgen weiter der Markierung mit dem weißen „L“ an den Bäumen, lasst Euch nicht von den vielen Wegweisern irritieren, die manchmal etwas widersprüchlich sind.

 

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Wir gehen an einem Walderlebnispark für kleine und große Kinder vorbei. Am meisten hat mich das Holzhammer-Xylophon begeistert. Nur vier Töne, das ist ideal, man kann viele neue Kompositionen testen.

 

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Nach den Wald-Spielereien geht es links steil bergan bis zum Gipfel des Kalvarienbergs.

 

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Eine schön gestaltete Aussichtsplattform ziert diesen Gipfel und es ergeben sich gigantische Blicke zu den Schlössern am Alpsee, auf den Lech und auf die Stadt Füssen.

 

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Wir wandern bergab und passieren die Stationen eines Kreuzwegs, nur in der „falschen“ Reihenfolge. Am Steakhaus Füssen überqueren wir die Hauptstraße und haben den Lechfall erreicht. Donnernd stürzt das grüne Wasser in ein schmales Felstal, ein ziemliches Spektakel. Wir gehen über die Brücke und der Weg jenseits des Flusses führt uns in die Innenstadt von Füssen. Dort fahren wir mit dem Bus oder dem Taxi zurück zum Hotel, denn dort sollte unbedingt das nächste Highlight folgen.

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Als wunderbare Ergänzung zu jeder Wanderung vom AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa sollte man den Wellness-Bereich genießen. Die vier Elemente sind das Grundthema des 4 elements spa by Althoff. Und die vier Elemente haben uns ja auch auf unserer Wanderung begleitet: Wir haben die herrliche Luft des Waldes genossen, wir sind auf der Erde gewandert, wir haben das Feuer unseres Atems bei den Anstiegen gespürt und das Wasser des Alpsees und des Lech hat unsere Seele gestreichelt. Am sinnfälligsten sind die vier Elemente in der Finnischen Sauna des Wellness-Bereichs . Ich sitze mit richtig Feuer unter dem Hintern und schaue durch eine große Scheibe auf das Wasser des Alpsees. Die Bäume am Ufer stehen fest in der Erde und wenn ich dann auf die Liegewiese gehe, spüre ich die herzhafte Luft des Allgäus.

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Alle Fotos: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer



Weinwandern mit Boller-Kloneks in Rheinhessen

Geschrieben am um 6:23

Auf der Weintour in München habe ich Jürgen und sein Frau Ulla kennengelernt. Ulla und Jürgen Klonek vom Weingut Boller-Klonek. Aus Stadecken-Elsheim in Rheinhessen. Beim Plausch (dem 30 interessierte Weinfreunde lauschten) erfuhr ich, dass quasi hinterm Weingut die Hiwweltour „Stadecker Warte“ entlang geht. Und dass das Winzerpaar den Weg noch nie gelaufen ist. Wie bitte? Hallo? Vor der Haustür und noch nie abgewandert?

Also haben wir einen Weinwandertermin vereinbart. Über Weinbergstraße und Winzerweg (fehlte nur noch die Schoppenallee und der Wingert-Boulevard) ging es zur Hiwweltour.

 

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Schon bald Genuss von traumhaften Blicken Richtung Norden in den Rheingau (Taunus). Im Verlaufe des Wegs konnten wir weitere Mittelgebirge ausmachen: Im Uhrzeigersinn: Odenwald, Pfalz und Hunsrück.

 

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Ungeliebte Schädlinge im Weinberg sind Rehe. Damit man die lieben Bambis nicht reihenweise umnieten muss, wird Schafswolle an die Drähte der Rebreihen geknotet, denn Rehe stehen nicht so auf den Feta-Geruch. Alle Hiwweltouren verfügen über einen langen Tisch, an dem auch Wandergruppen mit bis zu dreißig Personen locker Platz finden.

 

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Zufällig standen auch Gläser und eine Kühltasche am super-langen Tisch, und wir testeten den erste Chardonnay von Jürgens Sohn. Große Klasse! Auch schön: Der Sohnemann hat sich nach etlichen Jahren beim ZDF dazu entschieden, auf Winzer umzuschulen und dereinst den Betrieb zu übernehmen. Chapeau! Mit dem Ersten sieht man eben doch besser.

 

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Auf alle Flaschen der Boller-Kloneks klebt das Etikett: Vegan. Jürgen war veganer Pionier, er ist stolz, das erste Weingut Deutschlands zu sein, die seit 2012 ausschließlich vegan arbeiten.

 

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Achtung! Weinbaustelle! Wegen einer ausgedehnten Flurbereinigung wurde die Hiwweltour dezent umgeleitet. Ziemlich genial das Warnschild.

 

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Auf den Höhen über Stadecken die Warte, wo dereinst Weinberg-Warte darauf warteten, die Ankunft von Staren per Funk zu melden, worauf dann Schreckschuss-Explosionen die Trauben-Räuber vertreiben sollten. Kein Witz.

 

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Kurz bevor es wieder hinunter ins Tal nach Stadecken ging, genossen wir noch in einem überdachten Pavillon Blicke, Wein, Wetter und Gespräche. Jürgen erzählte mir, dass er unweit einige Reben stehen hat. Und in einer Arbeits-Pause vor einigen Jahren blickte er von seinem Trecker in die Landschaft und dachte: eigentlich leben wir hier im Paradies. Das kann ich unterschreiben.

Übrigens: Die Boller-Kloneks und ihre Weine könnt ihr live auf der Weintour am 19. + 20. Oktober in Essen erleben. Am Sonntag werde ich live über unsere Wanderung berichten und die köstlichen Weine ausschenken.


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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