Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Oh mein Gott – der Alde Gott

Geschrieben am um 6:23

Eine feine Badener Weingenossenschaft ist Alde Gott in Sasbachwalden. Einen Premiumweg gibt es dort auch, die Alde Gott Panoramarunde. 9,8 Kilometer, stramme 429 Höhenmeter, immerhin 15 % Asphaltwege, was die ab-so-lu-te Höchsterlaubnis für einen Premiumweg überhaupt ist. 16% Asphalt: tot, kein Premiumweg, 15% Asphalt: naaa gut, durchgewunken.

 

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Ich dachte mir, vielleicht muss man sich wegen des ordentlichen Asphaltanteils den Weg schön trinken. Also habe ich einen Grauburgunder in der Vinothek der Genossenschaft gekauft. Aber schon der Einstieg in die Tour, die Gaishölle-Wasserfälle, sind ein sensationelles Natur- und Wandererlebnis

 

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Ich wanderte mit Andreas Kauffmann, Chef der Ortsgruppe Lahr des Schwarzwaldvereins. Andreas entstammt quasi einer Schwarzwaldvereinsdynastie, er leitet die Ortsgruppe schon in der vierten Generation. Sein Urgroßvater hat, kein Scherz, mit einem Kumpel den legendären Westweg erfunden. Der Uropa und sein Wandergenosse sind immer weiter gewandert, und da, wo sie es schön fanden, haben die beiden die rote Raute des Schwarzwaldvereins an die Bäume genagelt. Das waren richtige Wanderwegpioniere!

 

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Nach der Gaishölle-Schlucht schon die erste Einkehrmöglichkeit. Ein klein wenig verfrüht, aber wir sind ja nicht für Spaß hier, wenn dann auch richtig, also gibt es Flädlesuppe und einen Schoppen Clevner Traminer aus Durbach, meiner letzten Badischen Weinwanderstation.

 

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Wir gehen Kilometer um Kilometer und wir fragen uns, wo denn der viele böse Asphalt ist. Wir gehen durch Wälder und durch Weinberge, und die Wege sind traumhaft. Und unverhofft, ergibt sich eine weitere Einkehr. Zwar hat die Klosterschänke inzwischen an 365 Tagen im Jahr Ruhetag, aber in einem Unterstand kann man sich aus einem Kühlschrank selbst verpflegen – ein Paradies!

 

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Wir wandern zum Aussichtspunkt „Münsterblick“. Das Straßburger Münster kann man tatsächlich sehr gut sehen, trotz eher schlechten Wetterbedingungen. Faszinierender als das gotische Bauwerk finden wir allerdings das Outdoor-Kegelspiel am Aussichtspunkt.

 

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Trotz verschiedener Taktiken versuchen wir mittels eines Pendels, die Kegel zu eleminieren: mit Fingerspitzengefühl, mit brachialer Gewalt, mit kreisenden Bewegungen, mit länglichen Schwüngen. Mehr als fünf Kegel schaffen wir nicht, damit gewinnt man keinen Kegelpreis.

 

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Der Alde Gott ist ein Wegkreuz. Es wird einer Begebenheit aus dem Dreissigjährigen Krieg gedacht, die Landschaft entvölkert, ein junger Mann wandert entwurzelt durch die Gegend, trifft eine Frau und ruft aus: „Der Alde Gott lebt noch!“. Eine Wanderbegegnung als Gottesbeweis, großartig.

 

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Es kam wie es kommen musste, die beiden heirateten und setzten den ersten Rebstock des Genossenschaftsweins Alde Gott. Darauf trinken Andreas und ich im Nieselregen ein schönes Glas Grauburgunder.

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Das Highlight des Tages: nach der wunderschönen Wandertour zückt Andreas den Mitgliedsantrag des Schwarzwaldvereins – und schon bin ich Mitglied in der Ortsgruppe Lahr! Ein Hoch auf die nächsten Schwarzwald-Touren!



Andracks AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa Wandertipp Nummer 3 – Gratweg Tegelberg

Geschrieben am um 6:23

Länge: 6,15 Kilometer

Dauer 3:30 Stunden

853 Höhenmeter

Diese Wanderung ist nur für geübte Wanderer zu empfehlen, die gute Kondition, Schuhwerk und Trittsicherheit mitbringen. Wir gehen die Hotelausfahrt hinaus und sehen schon bald rechter Hand einen Pfahl mit unzähligen Wegweisern. Wir orientieren uns bis zum Tegelberghaus am roten Punkt und wandern rechts den Asphaltweg hinauf, den auch alle Besucher von Schloss Neuschwanstein hinauf gehen. Schon bald wenden wir uns wiederum rechts und gehen einen breiten, hell geschotterten Wanderweg bergan. Wir erreichen die Bushaltestelle und gehen Richtung Marienbrücke. Achtung: wir nehmen den Gratweg, der ist wesentlich abenteuerlicher und schöner als der breite Reitweg zum Tegelberg. Vor der Marienbrücke kann es sich ein wenig stauen, da müssen wir etwas Geduld haben. Wir müssen zwar nicht über sieben, aber über diese eine Brücke gehen, anders geht es nicht. Von der Marienbrücke hat man eine schöne Aussicht auf Schloss Neuschwanstein, falls es nicht wie bei meiner Test-Wanderung im dunstigen Nebel liegt.

Hinter der Marienbrücke drehen die meisten Touristen wieder um und gehen retour, das trägt zum Stau bei.

 

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Auf einigen Schildern wird darauf hingewiesen, dass der Weg hinauf zum Tegelberg nur im Sommer begangen werden darf, bei Schnee ist es lebensgefährlich, dort hinauf zu gehen. Wenn man allerdings ein Hans-guck-in-die-Luft ist oder stolpert, kann der Aufstieg auch im Sommer sehr gefährlich sein, es ist eben ein alpiner Weg.

 

Über wurzelige und steinige Pfade geht es in Serpentinen bergan, manchmal muss man auch die Hände zur Hilfe nehmen und richtig über die Felsen klettern. An einigen Stellen sind Seile als Handlauf in den Felsen verankert, an einer anderen Stelle helfen Stahl-Sprossen beim Klettern. Nach ungefähr 90 Minuten haben wir die Serpentinen geschafft, es ist nun nicht mehr ganz so steil und wir gehen bergan auf dem Grat weiter. Unser Weg geht um einen Felsen herum und wir haben auf die Südseite des Berges gewechselt. Es ist drei bis vier Grad wärmer als auf der Nordseite, das ist faszinierend, schwül-warme Luft umfängt uns, von einer Sekunde auf die andere. An einer Wegpassage geht es ein wenig bergab, da bin ich sehr froh, dass ich nicht die gesamte Strecke bergab gegangen bin, das ist nämlich ganz schön rutschig und die Kniegelenke werden sehr belastet.

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Kurze Zeit später, ganz ganz großes Kino, bricht die Sonne durch. Beziehungsweise bin ich langsam auf einer Höhe, dass ich mich aus den Wolken heraus kämpfe. Es ist ein Gänsehautgefühl, sich aus den Nebelschwaden aus eigener Muskelkraft hinaus zu kämpfen und der Sonne entgegen zu gehen.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer

 

Ich höre Kuhglocken, das ist zu schön, um wahr zu sein. An der Kuhweide wandern wir noch mal steil hinauf zum Tegelberghaus, dem alten Jagdhaus des Königs auf 1.707 Meter. Bei meiner Testwanderung genieße ich perfekten Sonnenschein, wie in einer Märchenlandschaft ragen die Berggipfel und alpinen Gebirgsketten aus dem flauschigen Wolkenteppich hervor. Eine andere Welt, denn unsere Welt, die Zivilisation, ist verschwunden. Kleiner Tipp: Vor Ihrer Wanderung könnt ihr über die Webcam der Tegelbergbahn checken, wie das Wetter am Gipfel ist.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer

 

Ich trinke im Tegelberghaus ein Belohnungsbier und denke: Mensch, hier oben ist schon richtiges Hochgebirge, über 1.500 Meter fängt das an. Ab dieser Grenze gilt generell das Wander-Du. Deswegen kann ich sagen: Ich bin stolz auf Dich, wenn Du die Tegelbergbesteigung auch schaffst! Mit der Tegelbergbahn kann man schließlich entspannt talwärts fahren, der Weg zurück nach Hohenschwangau ist ausgeschildert. Nach dreißig Minuten Fußweg ist man wieder im Hotel, nach 35 Minuten im Wellnessbereich des 4 elements spa by Althoff.

 

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Foto: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer



Das rechte Maß

Geschrieben am um 6:43

Ich las vor einigen Monden in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über das Werk des Thomasin von Zerklaere. Der Mann hat vor 800 Jahren eine Art Mittelalter-Knigge geschrieben. In dem Buch steht, was man macht und was man besser bleiben lassen sollte. Drei ethische Kategorien bestimmen das Denken Thomasins, das sind Recht, Freigebigkeit (im Mittelalter hieß das noch „milte“) und das rechte Maß (mittelhochdeutsch „mâze“).

Ich habe, als ich das las, sofort darüber nachgedacht, was das rechte Maß für einen Wanderer sein könnte. Erst einmal heißt das ganz banal, nicht zu viel und nicht zu wenig zu wandern. Tendenziell haben sich Wanderer in vergangenen Jahrzehnten mit zu langen Strecken überfordert, sie hatten das rechte Maß verloren. Denn das Maß aller Dinge kann nur das persönliche Wohlbefinden sein, und wenn man sich überfordert, ist das eindeutig maßlos.

 

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Andersherum wird auch ein Schuh daraus. Wer längere Strecken wandern könnte und sich aus welchem Grund auch immer (Faulheit, Zeitmangel, Rücksicht auf die Kinder oder die Ehefrau/den Ehemann) zurückhält und nur besser Spaziergänge macht als anständig zu Wandern, auch dieser Wanderminderleister hat nicht das rechte Maß für sich gefunden.

Das rechte Maß (oder in diesem Fall auch DIE Maß) sollte man beim Belohnungsbier finden. Ich muss mich da durchaus selbstkritisch an die eigene Nase fassen. Warum müssen es immer zwei Hefeweizen sein? Oder zwei Schoppen? Wie wäre es denn mit einem Latte-Macchiato, einer Rhabarberschorle, einem Malzbier. Auch da fehlt vielen Wanderern das rechte Maß, innerhalb und außerhalb der Fastenzeit.

 

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Es kann auch mal sinnvoll sein, auf eine Wanderung zu verzichten. Ich bin ja selber ein großer Freund vom Wanderpläne-machen, und wenn dann ein Wanderplan samt Strecke und genauem Wandertag steht, wird das auch durchgezogen. Allerdings ist das manchmal keine so gute Idee. Wenn es wie aus Eimern schüttet, warum sollte man dann unbedingt vor die Tür gehen? Wenn es dazu noch stürmt und orkant, kann das sogar lebensgefährlich sein, genauso, wenn schwere Gewitter vorhergesagt werden. Auch im Tiefschnee auf „normalen“ Wanderwegen im Winter zu wandern, ist selten eine gute Idee, auch wenn der Wanderweg daheim am Computer kinderleicht aussah. Außerdem sollte man beim Wandern doch möglichst fit sein, bei Fieber gehört man ins Bett und nicht in den Wald, auch wenn der Wanderplan das vorgesehen hat.

Dabei will ich jetzt nicht dazu auffordern, weniger zu wandern, um Gottes Willen – Nein! Aber für mich gehört es zum Beispiel auch zum „rechten Maß“, dort mehr zu Fuß zu gehen, wo wir es normalerweise – auch als Wanderer – nicht tun. Ich spreche von den kurzen, alltäglichen Strecken zwischen dreihundert Metern und fünf Kilometern, für die wir noch viel zu häufig das Auto nehmen. Da wäre es das „rechte Maß“, diese Strecken, auch wenn sie langweilig sind, doch öfter zu Fuß zu gehen.

Ich wünsche Euch allen ein maßvolles Wandervergnügen, Schritt für Schritt oder – um mit Shakespeare zu sprechen – Maß für Maß.

 

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Andracks AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa Wandertipp Nummer 2 – Das Finale des Lechwegs bis zum Lechfall in Füssen

Geschrieben am um 6:23

Länge: 5,1 Kilometer (bis zum Lechfall)

Dauer 1:30 Stunden

261 Höhenmeter

 

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Wir wandern vom Hotel zum See und gehen dann rechts den Weg hinauf Richtung Füssen. Nach ungefähr zehn Minuten wenden wir uns rechts und sehen zum ersten Mal die Markierung „L“ des Lechwegs, die uns bis zum Wasserfall in Füssen begleiten wird. Der Lechweg ist ein sehr schöner Weitwanderweg, 124 Kilometer lang und folgt dem Verlauf des Flusses von der Quelle in 1.840 Meter Höhe bis nach Füssen. Wir gehen also quasi das Finale dieses Weges. Wir steigen leicht an und sehen schon bald rechter Hand den Schwansee durch die Bäume. Wir folgen weiter der Markierung mit dem weißen „L“ an den Bäumen, lasst Euch nicht von den vielen Wegweisern irritieren, die manchmal etwas widersprüchlich sind.

 

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Wir gehen an einem Walderlebnispark für kleine und große Kinder vorbei. Am meisten hat mich das Holzhammer-Xylophon begeistert. Nur vier Töne, das ist ideal, man kann viele neue Kompositionen testen.

 

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Nach den Wald-Spielereien geht es links steil bergan bis zum Gipfel des Kalvarienbergs.

 

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Eine schön gestaltete Aussichtsplattform ziert diesen Gipfel und es ergeben sich gigantische Blicke zu den Schlössern am Alpsee, auf den Lech und auf die Stadt Füssen.

 

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Wir wandern bergab und passieren die Stationen eines Kreuzwegs, nur in der „falschen“ Reihenfolge. Am Steakhaus Füssen überqueren wir die Hauptstraße und haben den Lechfall erreicht. Donnernd stürzt das grüne Wasser in ein schmales Felstal, ein ziemliches Spektakel. Wir gehen über die Brücke und der Weg jenseits des Flusses führt uns in die Innenstadt von Füssen. Dort fahren wir mit dem Bus oder dem Taxi zurück zum Hotel, denn dort sollte unbedingt das nächste Highlight folgen.

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Als wunderbare Ergänzung zu jeder Wanderung vom AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa sollte man den Wellness-Bereich genießen. Die vier Elemente sind das Grundthema des 4 elements spa by Althoff. Und die vier Elemente haben uns ja auch auf unserer Wanderung begleitet: Wir haben die herrliche Luft des Waldes genossen, wir sind auf der Erde gewandert, wir haben das Feuer unseres Atems bei den Anstiegen gespürt und das Wasser des Alpsees und des Lech hat unsere Seele gestreichelt. Am sinnfälligsten sind die vier Elemente in der Finnischen Sauna des Wellness-Bereichs . Ich sitze mit richtig Feuer unter dem Hintern und schaue durch eine große Scheibe auf das Wasser des Alpsees. Die Bäume am Ufer stehen fest in der Erde und wenn ich dann auf die Liegewiese gehe, spüre ich die herzhafte Luft des Allgäus.

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Alle Fotos: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer



Weinwandern mit Boller-Kloneks in Rheinhessen

Geschrieben am um 6:23

Auf der Weintour in München habe ich Jürgen und sein Frau Ulla kennengelernt. Ulla und Jürgen Klonek vom Weingut Boller-Klonek. Aus Stadecken-Elsheim in Rheinhessen. Beim Plausch (dem 30 interessierte Weinfreunde lauschten) erfuhr ich, dass quasi hinterm Weingut die Hiwweltour „Stadecker Warte“ entlang geht. Und dass das Winzerpaar den Weg noch nie gelaufen ist. Wie bitte? Hallo? Vor der Haustür und noch nie abgewandert?

Also haben wir einen Weinwandertermin vereinbart. Über Weinbergstraße und Winzerweg (fehlte nur noch die Schoppenallee und der Wingert-Boulevard) ging es zur Hiwweltour.

 

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Schon bald Genuss von traumhaften Blicken Richtung Norden in den Rheingau (Taunus). Im Verlaufe des Wegs konnten wir weitere Mittelgebirge ausmachen: Im Uhrzeigersinn: Odenwald, Pfalz und Hunsrück.

 

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Ungeliebte Schädlinge im Weinberg sind Rehe. Damit man die lieben Bambis nicht reihenweise umnieten muss, wird Schafswolle an die Drähte der Rebreihen geknotet, denn Rehe stehen nicht so auf den Feta-Geruch. Alle Hiwweltouren verfügen über einen langen Tisch, an dem auch Wandergruppen mit bis zu dreißig Personen locker Platz finden.

 

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Zufällig standen auch Gläser und eine Kühltasche am super-langen Tisch, und wir testeten den erste Chardonnay von Jürgens Sohn. Große Klasse! Auch schön: Der Sohnemann hat sich nach etlichen Jahren beim ZDF dazu entschieden, auf Winzer umzuschulen und dereinst den Betrieb zu übernehmen. Chapeau! Mit dem Ersten sieht man eben doch besser.

 

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Auf alle Flaschen der Boller-Kloneks klebt das Etikett: Vegan. Jürgen war veganer Pionier, er ist stolz, das erste Weingut Deutschlands zu sein, die seit 2012 ausschließlich vegan arbeiten.

 

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Achtung! Weinbaustelle! Wegen einer ausgedehnten Flurbereinigung wurde die Hiwweltour dezent umgeleitet. Ziemlich genial das Warnschild.

 

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Auf den Höhen über Stadecken die Warte, wo dereinst Weinberg-Warte darauf warteten, die Ankunft von Staren per Funk zu melden, worauf dann Schreckschuss-Explosionen die Trauben-Räuber vertreiben sollten. Kein Witz.

 

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Kurz bevor es wieder hinunter ins Tal nach Stadecken ging, genossen wir noch in einem überdachten Pavillon Blicke, Wein, Wetter und Gespräche. Jürgen erzählte mir, dass er unweit einige Reben stehen hat. Und in einer Arbeits-Pause vor einigen Jahren blickte er von seinem Trecker in die Landschaft und dachte: eigentlich leben wir hier im Paradies. Das kann ich unterschreiben.

Übrigens: Die Boller-Kloneks und ihre Weine könnt ihr live auf der Weintour am 19. + 20. Oktober in Essen erleben. Am Sonntag werde ich live über unsere Wanderung berichten und die köstlichen Weine ausschenken.



Andracks AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa Wandertipp Nummer 1 – Alpseerundwanderweg

Geschrieben am um 6:23

Länge: 5,5 Kilometer

Dauer 1:30 Stunden

121 Höhenmeter

Wanderer, kommst Du nach Füssen, quartiere dich im Hotel AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa, direkt am Alpsee gelegen, ein. Warum? Natürlich erstklassiges Hotel, toller Service, geniale Küche, coole Barkeeper, spektakulärer Wellness-Bereich. Aber das Schönste ist, dass man für viele Wandertouren direkt am Hotel loslaufen kann. Ich empfehle zum Einstieg die Route rund um den Alpsee. Diese kurze Wanderung ist auch für Anfänger gut zu bewältigen, es ist aber schon eine richtige Wanderung über Stock und Stein, also über felsigen und wurzeligen Untergrund.

Vom Hotel aus gehen wir zum See und halten uns links, umrunden den See also im Uhrzeigersinn. Zunächst gehen wir auf einem breiteren Spazierweg, vorbei am Tretbootverleih. Bei Sonnenschein können wir die großartigen Türkis-Schattierungen des Sees in Ufernähe bewundern. Nach kurzer Zeit erreichen wir ein Strandbad, geöffnet bei „guter Witterung“. Nun denn, Pack die Badehose ein, wenn gutes Wetter ist!

 

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Nach dem Seebad gehen wir auf einem wunderbaren Waldpfad, über Brücken und Stege, immer direkt am Ufer des Alpsees entlang. Das Schönste am Wandern sind meiner Meinung nach die Ausblicke und die Blicke auf dem Alpsee Rundwanderweg sind phantastisch. Ständig ändern sich die Perspektive und der Blickwinkel, immer wieder ergeben sich Blicke auf Schloss Neuschwanstein, Schloss Hohenschwangau, den See – und das Ameron Neuschwanstein.

 

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Nach ungefähr 50 Minuten erreichen wir das Marienmonument. Ich dachte spontan, dass dort der Jungfrau Maria gedacht würde. Nein, der Gedenkstein erinnert an die Königinnenmutter Maria. Dieser König Ludwig (und in diesem Fall seine Mutter) ist allgegenwärtig in der Füssener Schlösser-Region. Der Alpsee selber ist ungefähr das einzige, das nicht vom König Ludwig gestiftet, erbaut, erdacht wurde.

 

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Wenn uns auf dem Seerundweg andere Wanderer entgegenkommen, verlangt es die Höflichkeit, zu grüßen. Man kann natürlich preußisch korrekt mit „Hallo“ grüßen. In alpinen Regionen empfiehlt es sich allerdings, mit „Grüß Gott“, „Servus“ oder „Grüßts Eich/Grüß Dich“ den anderen Wanderern die Ehre zu erweisen. Auf der nördlichen Seite des Seeufers geht es aufwärts, dort müssen einige Höhenmeter überwunden werden.

 

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Unter uns sehen wir immer wieder die im Sonnenlicht türkis schimmernde Oberfläche eines der saubersten Seen Deutschlands. Kurz vor Hohenschwangau sollte man noch einen kurzen Abstecher hinunter zum Pindarplatz machen.

 

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Dieser Ort war der Überlieferung nach einer der Lieblingsorte von König Ludwig und das kann man verstehen, denn die Aussicht auf Schloss Neuschwanstein und das AMERON-Hotel ist atemberaubend. Wir erreichen schließlich einen geteerten Weg, auf dem wir nach kurzer Zeit schließlich wieder am Hotel ankommen.

 

Alle Fotos: Althoff Hotels / Fotografin: Anja Schäfer



Der Stolz

Geschrieben am um 8:41

Das Gipfelkreuz war schon zum Greifen nah. Warum zum Teufel geht es also jetzt noch mal steil bergab? Ach so, nur eine kleine Mulde auf dem Grat, aber die abschließende Kontersteigung zum Berggipfel tut noch mal richtig weh. Aber dann: Geschafft! Oben – höher geht’s nicht! Merkwürdig, im Gipfelbuch haben sich schon andere Wanderer eingetragen. Ich hätte eigentlich gedacht, der Erstbesteiger zu sein. Aber dann, wenn der Atem sich wieder beruhigt hat, der Puls nicht mehr rast und die Blicke schweifen. Dann kann man sich ganz dem Stolz widmen. Ein großartiges Gefühl, ich habe es geschafft! Ich bin stolz auf mich, so stolz, dass ich schon einige Zentimeter gewachsen bin.

 

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Ich atme tief durch. Eine wohlige Wärme breitet sich in meinem Körper aus, ob wohl es recht kalt ist und der Wind pfeift. Ich bin zufrieden mit mir. Martialisch ausgedrückt habe ich den Berg bezwungen, aber diese Zweikampf-Metapher ist total dämlich, den Berg interessiert das nicht die Bohne, ob er „bezwungen“ wurde oder nicht. Ich habe schon eher mich selbst bezwungen, den inneren Schweinehund. Und das wohlige Gefühl nennt man dann eben – Stolz.

Ursprünglich hatte der Stolz überhaupt kein gutes Image, gehörte sogar zu den Hauptsünden. Stolz wurde mit Hochmut gleichgesetzt, der Hagestolz war ein eitler, extrem unangenehmer Mensch. In den letzten Jahrhunderten hat sich der Begriff „Stolz“ gewandelt, es bedeutet nicht mehr, sich über andere zu erheben (außer man steht auf dem Gipfel und schaut hinunter auf die Stadt), sondern sich über sich selbst zu erheben. Ich bin regelmäßig stolz auf meine Entdeckungen, unerwartete Wanderereignisse. Dazu mehr im Blog über Entdeckungen.

Ich bin aber auch oft stolz, aus dem Bett gekommen zu sein, obwohl der Himmel verhangen ist. Ich bin stolz, schnell wie der Wind unterwegs gewesen zu sein (ich schreibe diesen Blog auf dem Gipfel des Gaisbergs, dem Salzburger Hausberg, nach 800 Höhenmetern Aufstieg, und 50 Minuten schneller als auf den Hinweistafeln angegeben, Wanderrakete Hilfsbegriff).

 

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Ich bin stolz, den Widrigkeiten getrotzt zu haben. Andere Wanderer sind stolz, eine lange Strecke gemeistert zu haben, den Rheinsteig, die Alpenüberquerung, nicht zuletzt den Jakobsweg. Eine solche Strecke geschafft zu haben hat dann auch wieder mit einem speziellen Gefühl zu tun. Die einen interpretieren es als Gotteserfahrung, die anderen als ganz spezielles Hochgefühl, um nicht zu sagen Glücksgefühl.

Aber fast am schönsten ist es, nicht auf sich selbst stolz zu sein, sondern auf den Nachwuchs. Wenn auch die Kleinsten eine Wandertour geschafft haben und sogar Spaß dabei hatten. Wenn die Kinder auch das Gipfelglück genießen und singend auf einer Schaukel ihr Glück hinaus singen. Das ist für mich der schönste Stolz, der Stolz auf meine Kinder.

 

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Besser die Philipps mit der Mühle als Georg Friedrich Prinz von Preußen – Weinwandern am Mittelrhein

Geschrieben am um 6:23

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Elf der dreizehn deutschen Weinanbaugebieten liegen entweder direkt am Rhein oder an Nebenflüssen des Rheins. Und am Rhein kann man nicht nur auf dem Rheinsteig wanden, sondern auch auf der linken Rheinseite auf dem Rheinburgenweg.

 

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Ohne die Burgen wäre der Weitwanderweg naturgemäß nur die Hälfte wert. Ich startete in St.Goar, ging nordwärts. Der Rheinburgenweg verläuft über eine Holzbrücke der Burg Rheinfels und führt direkt in den Burghof. Noch kann dort entlang gehen, wer weiß, vielleicht ist die Burg Rheinfels bald schon nicht mehr besuchbar ….

 

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… weil in Privatbesitz. Denn Georg Friedrich Prinz von Preußen (Ururenkel unseres Kaisers) ist kürzlich eingefallen, dass er die Burg, die seit fast hundert Jahren der Stadt St.Goar gehört, wieder in Besitz nehmen will. Wir werden den Prozess weiter verfolgen. Hinter der Burg geht es auf Treppen und schmalen Pfaden hinab ins Grümdelbachtal, die Weinberge profitieren von der Südhanglage.

 

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Auf der Burg hätte ich natürlich auch schon einen schönen Schoppen vom Mittelrhein verkosten können, aber ich möchte ins Gründelbachtal zum Weingut Philippsmühle

 

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Die Brüder Martin und Thomas Philipps habe ich schon einige Male auf der Weintour in Hamburg und München getroffen, und war nicht nur schwer begeistert, als ich ihre Weine getrunken habe, sondern auch, dass das Weingut unmittelbar am Rheinburgenweg liegt und sogar noch über eine gemütliche Winzerschänke verfügt, die von Donnerstag bis Sonntag geöffnet hat.

 

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Ich saß genau über dem rauschenden Gründelbach vis a vis das immer noch funktionstüchtige Mühlrad, mit dem der Wein gemahlen wird. Der Aufbruch viel mir schwer, fast so schwer wie der Aufstieg durch die Weinberge, steil, echt sehr sehr steil.

 

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Zur Belohnung dann eine der schönsten Wetterpilze der Republik (ist natürlich schon auf Klaus Herdas wetterpilze.de verzeichnet) mit genialem Rheinblick. Kurz vor meinem Etappenziel geht es durch Niederwälder oberhalb von Hirzenach, das zu Boppard gehört.

 

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Die letzte Teilstrecke ist übrigens identisch mit der Traumschleife Rheingold, siehe Blogeintrag vom 20. Juni 2014. Einfach nur Füsse hoch und genießen.



Geheimnisvoller Lemberg

Geschrieben am um 6:23

Es ist wie früher bei Enid Blyton, am Lemberg gibt es jede Menge geheime Geheimnisse:

Geheimnis um … den Weg des letzten Jahres

Geheimnis um … den Inhalt des Berges

Geheimnis um … Union

Geheimnis um … den schönsten Naheblick

Geheimnis um … die ekligen Raupen

Geheimnis um … einen halbtrockenen Silvaner

Geheimnis um … den Saumagen

Geheimnis um … den zweitschönsten Naheblick

Geheimnis um … Helmut Hütchen

 

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Geheimnis um … den Weg des letzten Jahres

Das erste Geheimnis ist schnell gelöst: Letztes Jahr sind wir auf der anderen Naheseite gewandert. Ich bin zunächst desorientiert, weil ich Oberhausen mit Niederhausen verwechselt habe, aber dafür habe ich einen ortskundigen Guide dabei. Marian Ristow ist der rasende Reporter des Nahelands und wir wollen den nigelnagelneuen Premiumweg Geheimnisvoller Lemberg erwandern. Die Erwartungslatte liegt extrem hoch: 90 Punkte hat der Weg vom Wanderinstitut bekommen

 

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Geheimnis um … den Inhalt des Berges

Das ist bei dieser Wanderung wirklich magic. Noch nie bin ich bei einer Weinwanderung auf die Verbindung von WeinBERG und BERGbau gestoßen. Und das Geile ist: Die Besucherbergwerksgastronomen betreiben einen Kleinstweinanbau auf 0,07 Hektar. Und der Bergwerksweinberg-Riesling kann einiges!

 

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Geheimnis um … Union

Das waren noch Zeiten, als für Kohle Werbung gemacht wurde.

 

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Geheimnis um … den schönsten Naheblick

Da streiten sich die Experten (siehe Geheimnis um … den zweitschönsten Naheblick)

 

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Geheimnis um … die ekligen Raupen

Uiuiui. Zuerst denkt man, och, ganz niedlich diese Raupen, die Raupe Nimmersatt ist ja auch ein tolles Kinderbuch. Dann sieht man aber die zerfressenen Blätter an den niedrigen Eichenbäumen und realisiert: Das sind aber ganz schön viele Raupen. Wikipedia identifiziert die kleinen Biester als Eichenprozessionsspinner, die tatsächlich so heißen, weil sie wie eine marodierende Wandertruppe in einer Gruppe von 20 bis 30 Raupen „im Gänsemarsch“, so heißt es auf wikipedia, auf Nahrungssuche gehen. Wir hatten noch Glück, denn bei uns zeigten sich keine Hautausschläge, schaut Euch die Quaddeln auf den Unterarmen, die die kleinen Widerlinge anrichten können, besser nicht im Internet an. Ich finde Artensterben generell nicht so toll, aber diese Art darf gerne übermorgen aussterben, da hätte ich nichts dagegen.

 

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Geheimnis um … einen halbtrockenen Silvaner

Der Höhepunkt im wahrsten Sinne: Die Lemberghütte nahe des Gipfels (übrigens ist der Lemberg der höchste Berg im ganzen Naheland). Der ehrliche Schoppen kam vom Weingut Korz in Feilbingert, einem Ort direkt am Premiumweg.

 

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Geheimnis um … den Saumagen

Da die Lemberghütte eine Hütte des Pfälzer Waldvereins ist (PWV-Hütte) darf der gepflegte Saumagen mit Sauerkraut und Bratkartoffeln nicht fehlen. Skandal: Marian hat noch nie Saumagen gegessen – bis heute.

 

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Geheimnis um … den zweitschönsten Naheblick

Die einen sagen so, die anderen so (siehe Geheimnis um … den schönsten Naheblick)

 

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Geheimnis um … Helmut Hütchen

Dieses finale Geheimnis gilt hiermit als gelüftet!



Die Fehler

Geschrieben am um 6:37

Fehlerforscher der Uni München – wollen wir mal hoffen, dass Fehlerforscher nicht so viele Fehler beim fehlerforschen machen – haben etwas herausgefunden. Beim entspannten Arbeiten machen alle Menschen im Schnitt alle 30 Minuten einen Fehler. Bei extrem stressigen Situationen kommt es sogar alle 30 Sekunden zu Fehlern. Erschreckend.

Wandern ist im Zweifelsfall NICHT extrem stressig, im Gegenteil: es soll ja entspannen. Trotzdem kann man auch beim Wandern Fehler machen. Ein ganzes Fehlerfestival habe ich Anfang des Jahres auf einer Wanderung zum Dollberg veranstaltet.

 

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Der Dollberg ist die höchste saarländische Erhebung und ich wanderte mit einem Wanderkollegen vom Bayerischen Rundfunk den Premiumweg „Dollbergschleife“. Der gute Mann war extra aus München angereist, daher hatte ich es verpasst, die Wanderung zu verschieben. Erster großer Fehler, denn es regnete an diesem Märztag derart, dass man keinen Hund vor die Tür schicken geschickt hätte. Der zweite Fehler: Ich hatte gehofft, mich mit einem Regenschirm gegen die Feuchtigkeit schützen zu können, allerdings regnete es nicht nur, sondern stürmte auch noch, so dass der Regenschirm (2,99 Euro vom Rossmann) nach den ersten Windstößen hinüber war. Daher ergab sich schon nach wenigen Kilometern, dass Fehler drei offensichtlich war: ich hatte die falschen Klamotten angezogen. Die Hose war komplett durchnässt, ebenso die Unterhose und die Strümpfe erst recht. Um es klar ausdrücken, es zog bei mir untenrum heftig bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

 

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Irgendwie scheint auch mein Gehirn eingefroren gewesen zu sein, denn kurz vor Ende des Rundwegs war an einer Wegkreuzung unsere Markierung nicht mehr zu sehen. Vierter Fehler, zu viel mit dem Wanderkollegen gequatscht und daher nicht auf die Wegzeichen geachtet. Dann aber der Hammerfehler (Nummer fünf inzwischen) Anstatt zweihundert Meter zurück zu gehen und den richtigen Weg zu finden, entschied ich: wir gehen um den See herum. Wir standen nämlich am Nonnweiler Stausee, den ich gar nicht groß in Erinnerung hatte. Um es kurz zu machen: Wir sind dann einmal um den See herum gegangen, elf Kilometer extra, bei eisigen Winden, Starkregen und auf stumpfen Forstwegen. Der Stausee zu Nonnweiler verfügt über einen Seitenarm, einem Fjord ähnlich, der Weg zog sich, in der Leistengegend wurde es auch nicht wärmer. Der bedauernswerte Journalist hatte, wie er am Ende der Wanderung gestand, bei der Seeumrundung Wahrnehmungsstörungen. Er konnte nicht unterscheiden, ob ich von ihm weg laufe (was ich tat) oder ob ich ihm entgegen komme.

 

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Einen Fehler habe ich allerdings nicht begangen: ich habe – Ehrensache als Blogbär – nicht das falsche Schuhwerk angehabt, Blasen blieben mir trotz nasser Socken erspart. Als mein Wanderfreund bei der Rückfahrt wieder zu sich kam, meinte er, er werde diese Wanderung sein Lebtag nicht mehr vergessen. Ich auch nicht.

 

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Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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