Wander-Blog von Manuel Andrack

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Von Wandervögeln und Schnapsdrosseln

 

Der Durst so mancher Wanderer ist legendär. Der Einkehrschoppen, der Gipfelschnaps, das Belohnungsbier, da wird so mancher Wandervogel zur Schnapsdrossel. Daher ist das Verbots- und Hinweisschild, das ich in der Sächsischen Schweiz sah, nur recht und billig. Man sollte also als trinkfreudiger Wanderfreund immer ein paar Pfennigstücke in petto haben, am besten DDR-Währung, ich weiß nämlich nicht, ob die sächsische Wanderpolizei schnöden Euro-Cent-Mammon akzeptiert.

 

 

In der Pfalz kennt man auf jeden Fall keinen Trinker-Obulus, im Gegenteil, die füllen ihre Weinschorle immer in diese Halblitereimer ab und dann hoch die Tassen. Schon mein Großvater, der alte Held der Ardennen, wusste: „Viel hilft viel“

 

 

Und dann könnte man angesichts des legendären Schierker Feuersteins denken, dass ich mal wieder am Brocken gewandert bin. Falsch! Ein nordrhein-westfälischer Wanderfreund drückte mir und den Umstehenden bei der letzten Eröffnung des Neanderlandsteigs von Gruiten nach Düssel in eben diesem Düssel (ja, ja, es gibt auch einen Ort der heißt Düssel, ohne DORF!!!) der drückte uns also den kleinen Schierker Beschleuniger in die Hand und weg war er. Nicht der wanderer, der Schnaps. Da frag ich mich grad, ob Andrack-Blog-Intimus Markazero, der neben mir am Etappenziel in Düssel fröhlich dunkles fränkisches Bier zischte, auch einen Feuerstein abbekommen hat? Wäre schade, wenn nicht.

 

 

Was hat nun diese ganze Sauferei verdammt noch mal mit unserem Wandersport zu tun? Hm, ehrlich gesagt: Nichts. Und die Burg Eltz ist eh so schön, die muss man sich eigentlich nicht schön saufen. Aber was soll‘s, Watt mutt, dat mutt. Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken! Prost!!!


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6 Kommentare zu “Von Wandervögeln und Schnapsdrosseln

  1. Nein, kein Schierker für mich, aber wer a) zu spät kommt, dann b) erst mal in die falsche Richtung läuft und c) zum Gelingen des Steigs nichts, aber auch gar nichts beigetragen hat verdient auch keinen, das ist schon völlig richtig so. Die Überprüfung des „Wäre schade, wenn nicht“-Theorems muss halt warten, bis die Ostharz-Wanderkarte endlich eingeweiht ist oder mir in Düssel (mit Dorf) mal ein Fläschchen davon über den Weg läuft.
    Noch eine sehr wichtige Korrektur: Es war leider gar kein fränkisches Landbier, was WIR fröhlich verkostet haben, das Engel Dunkle kommt nämlich aus Crailsheim, Luftlinie fast 10 km bis zur Grenze! „Allmächd“, hobbi mer dengd wie i des nausgfundn ghabd hob. Äußerst süffig war das Zeug aber natürlich trotzdem.

  2. dann gemeinden wir Crailsheim eben ab heute ein ins fränkische Reich. Wie war das noch mal mit Franken? Da kann man super Bier trinken, Wandern auch, aber was ist denn mit Fußball los? Wird in Nürnberg noch Fußball gespielt oder trinken die dort alle schon Schwarzer Eber?

    • Immerhin ist der Club mal wieder souverän auf dem Premiumweg zwischen den Ligen unterwegs und strebt dort den alleinigen Rekord an. Sollte ein Klacks sein für jemanden, der bereits u.a. den steilsten (1969), den finstersten (1994) und den steinschlagigsten (1999) Abstieg der Ligageschichte weitgehend unbeschadet bewältigt hat! Naja. Einfach mal abwarten und (Hopfen-)Tee trinken. Haha..

  3. Die Abwehr trinkt Baldrian und das Mittelfeld keinen-Bock-Bier. Der Sturm geht derweil spazieren und verteilt Zaubertrank an den Gegner.
    Immerhin kann Franken aber heute noch Erster werden (allerdings nur in Liga 2, die zählt ja nicht wirklich, und Westvorstadt auf 1 muss echt nicht sein).

  4. Die Burg Eltz als Konterfei auf einem Weizenbierglas in´s Netz einzustellen
    finde ich sehr gut, wenn man von allen erwanderten Sehenswürdigkeiten
    Gläser sammelt, kann man sich irgendwann in einer lustigen „Hopfenrunde“ zusammensetzen und aufregende Geschichten zu den jeweiligen Wanderungen
    zum Besten geben!

  5. Pingelige Wander-Romantik: Nach Gruiten fahren und die wegen dem Anfangs-Verlaufer (s.o.) entstandene Etappen-Lücke schließen. Sehr abwechslungsreich, da hab ich vor 1 Abstieg echt was verpasst! Danach kurz zur Stelle der Begegnung (und gemeinsamen Qualm-Erzeugung) mit Steig-Vater Reusch. Dort Erinnerungs-Kippe, anschließend über eine Abkürzung beschwingt zurück nach Gruiten, um ein genauso beschwingtes Belohnungsbier zu zischen. Von dort: Prost Gemeinde!

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