Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Helden der Wanderwelt

Jeder Wanderer ist ein Held, der seine gesteckten Ziele auf einer Wanderung erreicht. Chapeau auf jeden Fall! Aber es gibt darüber hinaus Leute, die mich auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise davon überzeugen, dass es sich um positiv bekloppte Wanderer handelt.

 

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Nehmen wir zum Beispiel Wanderführer Jupp aus dem Münsterland. Wir sind uns immer wieder in den letzten Jahren – im wahrsten Sinne des Wortes – über den Weg gelaufen. Aber seine wahren Heldenfähigkeiten habe ich kürzlich gesehen, als wir mit 180 Wanderern auf dem Ludgerusweg unterwegs waren. Da man 180 Leuten nicht zumuten kann, über einen querliegenden Baum zu klettern, haben Profi-Wanderführer wie Jupp natürlich vorsorglich eine Stiehl im Rucksack. Na gut, an den Sicherheitsgrundsätzen könnte man noch arbeiten, aber, wie der Kölner sägt: et hätt noch immer jut jejange.

 

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Tim dagegen, der pfiffige Gastronom am Ludgerusweg, hat sich um die Wanderer des Ludgerusweg verdient gemacht. Wanderer auf dem Rennsteig begrüßen sich mit „Gut Runst“ . Wanderer auf dem                        Ludgerweg begrüßen sich – wenn es nach Tim geht – mit dem Ludgerusweg-L, gebildet aus Daumen und Zeigefinger im rechten Winkel. Hoffentlich fällt keinem auf, dass unter Jugendlichen dieses Zeichen für „Looser“ steht.

 

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Auch ein Wanderheld ist der Mann mit der BWF-Kappe. BWF ist das Bundesamt für Wander-Freude, die ein Jahresbudget von 3 Milliarden Euro haben, um Wanderer glücklich zu machen. Weiter so, BWF!

 

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Mein letzter Wanderheld für heute ist Marian aus Bad Kreuznach. Marian ist ein waschechter Heavy-Metal-Wanderer. kein Scherz, zweimal im Jahr fährt er mit seinen Kumpels in den Harz, jeden Tag werden Wanderungen von 25 bis 30 Kilometern geschrubbt, und in den Wanderpausen kommt Heavy Death und Speed Metal aus der dem Ghetto-Blaster. Wandern und Headbangen, eine wirkliche Helden-Kombination!


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3 Kommentare zu “Helden der Wanderwelt

  1. Man sollte beim BWF das W herumdrehen und also das „Bundesamt für Marschier-Freude“ draus machen. Mit den drei Milliarden ließe sich so das von Trump befohlene 2%-Ziel für den Verteidigungshaushalt elegant erreichen, ohne dass man dafür in weitere Waffen investieren müsste. Gegen die Steigerung der Laufleistung einer potentiellen Volks-Infanterie wird Donald schließlich kaum etwas haben. Jupp sollte dann aber bitte künftig seine Stihl zu Hause lassen..

    • ..andererseits würde dann Erdogan bestimmt sogleich „Kraft durch Freude“ wittern, weshalb wir alle wieder schlagartig Nazis wären. Es ist schon schwierig mit diesen Exponenten der Weltpolitik heute..

  2. Auweia, da kann ich ja gar nicht hinsehen, das ist ja grob fahrlässig! Als Zivi beim Bund Naturschutz musste ich einen Motorsägen-Lehrgang machen und dort Fotos anschauen von was alles passieren kann ohne Schutzkleidung. Unter anderem solche von Bauern, deren letzter Gedanke war „wädd scho nix bassiern“. So ein gespaltener Kopf sieht nicht schön aus, glaubt es mir (zersägte Oberschenkel übrigens auch nicht)!

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