Wander-Blog von Manuel Andrack

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Augen auf bei der Trauf

Im Herbst 2012 wanderte ich im Traufgänge-Land (die sind auch Teil der Premium Wander Welt) in und um Albstadt. Ich wanderte auf dem großartigen und erlebnissatten Felsenmeersteig. Stolz posiere ich hier an einem veritablen Brocken, der vor wenigen Monaten, den Berg hinunterstürzte:

 

 

Wahrlich kein pures Vergnügen, würde so ein Felsungetüm einem Wanderer auf den Kopf fallen. Aua! Großes Pflaster!!! Oder zwei große Pflaster!!! Es ist eben nicht ungefährlich, auf den Traufgängen zu wandern. Daher rate ich dringend: Augen auf bei der Trauf!

Denn Gefahr droht nicht nur von oben, sondern auch, wenn man zu nahe an die Trauf herangeht

 

 

Wie in diesem Fall: Der junge Mann auf dem Bild möchte seinem Mitwanderer das gelobte Land zeigen, in diesem Fall deutet er also Richtung Saarland. Das nächste Bild zeigt, was dann passierte:

 

 

Da ist sie, die schöne Landschaft, aber der junge Wanderer fehlt. Hinabgestürzt ins Felsenmeer!

Aber es ist ja nichts so, dass es an Warnungen fehlen würde:

 

 

Man predigt und predigt, aber die jungen Leute hören nicht hin, haben keinen Sinn für Warnhinweise. Dabei sind doch die Gefahren in einem Felsenmeer nicht zu unterschätzen. Was da nicht alles passieren kann: Gefährliche Strömungen im Felsenmeer – Strudel, Erschöpfung wegen der hohen Wellen. Daher: Augen auf bei der Trauf!


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8 Kommentare zu “Augen auf bei der Trauf

  1. Lieber Manuel,

    erst jetzt(!) lese ich Dein Buch „Wandern“ aus dem Jahre 2006 und wie das eben so ist, googelt man halt mal, z.B. nach dem Autor des besagten Buches. Und dann bin ich über Deinen Blog gestolpert und siehe da: Du warst in meiner Heimat wandern! Ja Wahnsinn! Ich bin nämlich gebürtiger Albstädter (wohne aber seit über zehn Jahren da nicht mehr, weil man außer wandern, na ja, nicht so wahnsinnig viel dort machen kann…) und kenne die Wege natürlich bestens. Unglaublich was sich da in puncto Wandern in Albstadt mittlerweile getan hat. Und das du als Mittelgebirgswanderpapst (du wirst aber nicht zurücktreten)diese Ecke in der schwäbischen Pampas gefunden hast? Wunder gibt es immer wieder…Da ich auch ein begeisterter Mittelgebirgswanderer bin(hochalpin kann ja jeder), werde ich öfter Deinen Blog beehren. Mach weiter so! Grüße, Tobias

      • Meinen ersten Gedanken ‚vielleicht Hermann Buhl oder Luis Trenker?‘ habe ich schnell wieder verworfen, denn die waren zwar reale Wandergötter, aber halt auch schwindelfreie Extrem-Alpinisten bzw. BergSTEIGER. Das passt also nicht so ganz. Außerdem müssen hier schon die ganz echten Götter herangezogen werden, meine ich. Von denen keinesfalls in Frage kommt etwa Periphetes, denn „er schlug jeden Wanderer mit seiner Eisenkeule zu Boden“. Auch nicht wirklich geeignet wäre Odin, da der sich mal lediglich als Wanderer verkleidet hat. Hekate ist zwar sehr passend u.a. „Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge“, aber halt auch der Zauberkunst, Totenbeschwörung und des Spuks. Wirklich in Frage kommen daher z.B. nur Hermes (u.a. „Schutzgott der Wege und Wanderer“), Pan (denn der „geleitet die Wanderer sicher durch die gefährlichen Wüstenwege“ – Andrack war ja auch mal als Wüstenwanderer unterwegs!), Picus (Gott der Felder und des Waldes) oder Silvanus (Gott der Hirten und Wälder). Im Angebot hätte ich noch den ägyptischen Mondgott Chons, den „Durchwanderer des Himmels“!

  2. Lieber Hintermstoaner,

    tagelang, wochenlang war ich sprachlos über diesen tollen Kommentar und wollte ebenso geistreich antworten. Aber ich muss die Waffen strecken. Gegen Picus, Pan, Chons und Hekate, den gesamten Kosmos der klassischen Wandergötter, komme ich nicht an. Herzlichen Dank Hinterstoamer, jetzt wissen wir Wanderer, wer uns auf unseren Touren beschützt!

  3. Bitte Herrn Hintermstoaner nicht überbewerten, sonst steigt ihm das Lob zu Kopf. Der kleine Bruder ist halt ein begnadeter Googelist – und geht nächste Woche „unterm Stoa“ Wandern, nämlich am Traunsee, und ich bin total sauer, dass ich nicht mit kann – da is‘ nämlich schön!

    • Hintermstoaner legt großen Wert auf die Feststellung, dass er keinerlei Schuld daran trägt, dass Markazero der Aufenthalt unterm Traunstein diesmal nicht möglich ist. Stattdessen hätte er sich über seine Anwesenheit daselbst aufrichtig gefreut. Zudem sähe er die Gefahr eines „Zu-Kopf-Steigens“ allenfalls bei Personen, die sich womöglich wirklich als z.B. „Vom-Durchwanderer-des-Himmels-der-Stellvertreter-auf-Erden“ verstehen würden, aber auch diese Gefahr sieht Hintermstoaner ‚weiß Gott‘ nicht gegeben.

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