Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt



Jaume, der Pep Guardiola der Wanderwege

Geschrieben am um 09:30

Und noch mal die Costa Brava:

Im Herbst war ich ja mal wieder mit Anton Götten Reisen bei einigen Wanderungen an der Costa Brava dabei gewesen. “Überragend”, wie Lukas Podolski sagen würde, ist der Wanderführer bei diesen Wandertouren. Jaume, ein waschechter Katalane, ein Pep Guardiola der Wanderwege, er zeigt unserer Wandertruppe immer neue Laufwege auf.

 

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Und wer dieses Foto von Jaume sieht, kommt nicht umhin, an die revolutionäre Ikongraphie eines Lenin zu denken. Das Kreuz im Rücken macht Jaume sogar zu einem regelrechten Wanderprediger. Kurz und gut, dieser Jaume ist einfach ein Charismatiker wie er im Buch steht und zeigte unserer kleinen Wandertruppe die schönsten Buchten der Costa Brava.

 

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Und ich schwöre beim Heiligen Jaume, dass sich hinter diesen Buchten keine bösen Bettenburgen à la Lloret de Mar verstecken, nein, alles Natur mit Naturisten, Nudisten und Neymar-Fans. Die Region hat in Zeiten – das habe ich von Jaume Guardiola gelernt – als der Tourismus noch nicht an der wilden Küste Einzug gehalten hatte, hauptsächlich von der Korkindustrie gelebt. Auch Jaumes Vorfahren waren Korkarbeiter, aber nicht in dem Sinne von Gérard Dépardieu, der nach eigener Aussage jeden Tag genau 14 Flaschen Wein entkorkt. Nein, die Costa Bravianer sind der Korkeiche an die Rinde gegangen

 

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Warum allerdings die Rinde nur bis Brusthöhe abgeschnitten ist, das machte mich stutzig. Das sieht doch sehr nach Kinderarbeit ist, bei der die kurzen Ärmchen nur bis in eine gewisse Höhe langen. Der Showdown unserer Wanderungen führte uns schließlich an eine Spiel-mir-das-Lied-vom-Tod-Gedächtnis-Hütte am Montgri, dem grauen Pamela-Anderson-Berg. Leider hatte ich keine Mundharmonika dabei.

 

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Katalanische Impressionen

Geschrieben am um 07:46

Vorletzte Woche war ich mal wieder im Wanderurlaub in Playa de Aro an der Costa Brava. Traumwetter, eine sehr schöne Sache für den herbstlichen Ausklang der Wandersaison.

Beim Gang durch den Sand der wunderschön-tiefromantischen Buchten, vorbei an den weiß getünchten Häusern, inmitten dieser ganzen costabravischen Herrlichkeit, fiel mein Blick auf einen Reifen am Strand

 

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Eindeutig ein Reifen in den katalanischen Landesfarben, angekettet an ein Fischerboot. Aber was will uns dieser Reifen sagen? Ist das Boot voll, aus Sicht der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter? Und die ganzen Spanier sollte man wohl über Bord schmeißen, oder was? Oder fühlen sich die Katalanen wie das fünfte Rad am iberischen Wagen? Braucht man schon einen Rettungsschirm, weil man als katalonische Provinz jetzt schon hoch verschuldet ist? Der gelb-rote Reifen ist ein Buch mit sieben Siegeln aus Gummi.

Am nächsten Tag wanderte ich auch auf dem Küstenweg GR 92, aber etwas abseits vom Wasser, es wurde bergiger. Und auf einer Bergkuppe erreichte ich dann eine Burg aus dem 15. Jahrhundert, das Castell del Montgri, frei übersetzt also die Burg auf dem grauen Berg.

 

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Nun freute man sich schon auf eine schöne Schloßbesichtigung, so mit Himmelbett gucken und große Kronleuchter bewundern. Denn so eine katalanische Burg ist ja nicht, wie fast alle Burgen an Rhein und Mosel, vom Franzmann platt gemacht worden. Aber nix mit Burgführung, in der Burg gibt es keine Innenräume. Aber nicht dass ihr denkt, na klar Ruine, deswegen keine prachtvollen Gemächer. Nein, Wanderführer Jaume klärte mich auf, dass einfach vor über 500 Jahren das Geld knapp wurde, und daher nur die Außenmauern gebaut werden konnten. Das gibt’s doch gar nicht, die spanische Immobilienkrise hat also eine jahrhundertelange Tradition!

 

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Wenn man sich den grauen Berg mit Leerer-Hülle-Burg oben drauf aus der Ferne anschaut, wird der Montgri zum mittleren Bestandteil einer Dreier-Bergkette. Im Volksmund wird diese Hügelkette “Der liegende Bischof” genannt. Links Kopf mit Mütze, in der Mitte der dicke Bauch mit darauf gefalteten Händen, die Burg als Siegelring, und der rechte Berg sind dann die Beine. Hm. Siegelring? Wer kommt denn auf so was? Wenn da wer liegt, dann ist das doch eher eine Frau mit beeindruckender Oberweite und das Castell del Montgri sind die Brustnippel.

 

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Seh das nur ich so oder muss ich deswegen jetzt besser in Behandlung?



Schwarzbrenner, Vitamin C und die Explosionsgefahr

Geschrieben am um 06:53

Ich gebe es zu, ich habe schon des öfteren die beglückende Schönheit eines Belohnungsbieres gepriesen. Das sollte aber nie, wirklich nie, ein Aufruf zum Alkohol-Mißbrauch sein. NIE! Auch eine Belohnungs-Apfelschorle, oder, sagen wir mal, eine Belohnungs-Johannisbeerschorle (schöne Grüße an Michael!) oder auch ein Belohnungs-Düsselwasser (schöne Grüße an Friedhelm) ist etwas gaaaaanz Tolles. Ehrlich. Denn wenn man die zerstörende Wirkung von Alkohol sehen möchte, muss man auf den Wisentpfad durch Wingeshausen wandern.

 

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Dort geht man an der Kneipe “Schwarzbrenner” vorbei, die sehr wandererunfreundliche Öffnungszeiten hat: Freitags und Samstags ab 18.00. Dann öffnet Kevin die Türen. Kevin ist der junge Mittzwanziger auf dem Foto, das viele schwarzbrennen lässt den armen Kevin ziemlich alt ausehen.

Kürzlich bin ich in Frankreich gewandert, genauer im Départment Hautes Seine nahe von Paris. Sehr hilfreich fand ich bei beim Zurechtfinden dieses Schild:

 

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Das ist doch mal eine sehr konkrete Ortsbeschreibung, von einem Wald … zum anderen. Noch zu ergänzen wären die Orientierungsangaben “von einem Misthaufen … zum anderen” und “von einem Schwarzbrenner … zum anderen”.

Jetzt zum Thema Vitamine. Manchmal ist es doch so einfach, auf Kinderfragen zu antworten. Wo kommt die beste Schokolade her? Natürlich aus den Eutern der lila Kühe. Zuletzt sah ich am Rheinsteig bei Rüdesheim auch die Antwort auf die Frage, wo der Saft vom “Hohen C” wächst. natürlich an den Weinhängen des Rheins, und zwar praktischerweise direkt in die Tüte rein.

 

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Ich wollte den Rheinsteig einfach weiter wandern, aber DANN! HILFE!!! EXPLOSIONSGEFAAAAHR!

 

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Wer in der Gegend von Rüdesheim auf dem Rheinsteig wandert, sollte sich bloss keinen Millimeter vom Hauptweg weg bewegen, sonst droht Extrem-Pulverisierung. Gut, das gilt eigentlich auch anderswo, wer sich von den Wanderwegen weg bewegt, der riskiert sein Leben. Als Pilzsammler (Achtung! – Vergiftungsgefahr!) Natürlich auch für junge Liebespaare (Achtung! – Nachwuchsgefahr!) Und auch für An-den-Weidezaun-Pinkler (Achtung! – Elektroschockgefahr!) Nicht nur schwarzbrennen kann die Haut eben sehr alt aussehen lassen.



Knutschen, Quickie, feucht

Geschrieben am um 08:00

In der aktuelle ZEIT vom 5. Juni habe ich einen schönen (ich bin vielleicht etwas zu voreingenommen, um das beurteilen) Text über meine Wanderung im luxemburgischen Vianden geschrieben. Wer‘s (noch) nicht gelesen hat, es geht um „Sing by Foot“, das Konzept kurz zusammengefasst: Morgens treffen sich wildfremde Menschen in einem Ort in Luxemburg, proben einige Lieder, gehen gemeinsam wandern, singen in der Natur weiter. Und am Nachmittag wird das Ganze vor Publikum zum Vortrag gebracht.

 

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Hier nun die ungezeigten Bilder: Zum ersten natürlich die gelbe Knutschbank an einem verwilderten Wegstück, die mir Christian stolz präsentierte. Er schien so begeistert, dass ich Angst hatte, er würde mich zum Knutschen mit auf die Bank zerren. Christian meinte, das mit dem Knutschen mit Blick auf die Skyline von Vianden sei total aus der Mode gekommen im Zeitalter des Quickies. Er wurde korrigiert, dass heiße Selfie. Das kommt auf die Reihenfolge an, manchmal gilt auch: Erst Selfie, dann Quickie

 

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Aber wenn dann Knutschen oder Quickie auf der Bank, dann doch bitte etwas gemütlicher. Ich bevorzuge da eher das Modell „Irish Moos“, vor allem wenn es leicht feucht ist

 

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Bevor der heutige Blogeintrag total in‘s Schlüpfrige abgeleitet (obwohl die Key-Words „Knutschen“, „Quickie“ und „feucht“ bestimmt eine ganz neue Leserschaft auf meinen Wanderblog bringt) zum Schluss noch etwas aus der Abteilung Feuilleton/Hochkultur. In Vianden kann man nämlich direkt an der Our das Hotel bewundern, dass Victor Hugo einst führte. Quatsch, er hat da nur gewohnt.

 

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Ist aber auch nicht ganz korrekt, denn nur seine Frau und seine Mätresse wohnten in dem Hotel (die scheinen sich ja blendend verstanden zu haben). Der alte Hugo wohnte im Haus Vis-a-via, was ihn aber nicht daran hinderte, seiner Mätresse eifrig Briefe zu schreiben und die halbe weibliche Bevölkerung von Vianden zu schwängern. Wobei wir wieder bei der Knutschbank wären…



Wanderer, kommst Du nach Sparta …

Geschrieben am um 09:45

Ich war in den Osterferien in Griechenland auf ausgedehnter Bildungsreise, fahre von Thessaloniki nach Athen und sehe an der Autobahnausfahrt einen Hinweis auf die Thermopylen. Da war doch was, 300 Spartaner gegen eine Million Perser (mindestens), martialischer Hollywood-Quatsch (gerade laufen die Sequals 301, 302, 501 und 4711). Ich also runter von der Autobahn und fahre zu den Thermopylen, wörtlich die heißen Quellen.

 

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Hübsch ist es dort, sehr idyllisch, Wasserfall, alles grün, bewaldete Berge, Pinien. Und es stinkt – extrem. Nach Großfurz, sprich Schwefel. Ein Grieche badet in den heißen Quellen, dann kommen noch ein, zwei Autos mit Badefreaks. In Deutschland würde man drumherum ein ganzes Kurbad aufbauen. Bad Thermopyl-Hausen.

 

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Dann einige hundert Meter weiter das Denkmal des Leonidas, dem unerschrockenen Heerführer der Spartaner. Ich mache sofort ein Selfie, das muss sein.

Wenn man sich den feinen Herr Leonidas genauer anschaut, ist der bis auf Speer und Schild – sozusagen also der Hut und Stock des Spartaners – total nackt. Auffallend ist bei diesen klassischen (oder auch pseudo-klassischen) Skulpturen, dass Penis und Skrotum immer auffallend klein sind, klassisch eben. Penisneid wurde eben erst später erfunden.

 

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Abends dann ein Bier aus Hellas im Ferienort Kamena Vourla. Schnell bringt es der Kellner, es ist eiskalt. Ein Bier wie eine ganze Nation. FIX.

Es geht aufwärts mit und in Griechenland, heiße Quellen und eiskaltes Bier (mit 32 Goldmedaillen auf Bierwettbewerben ausgezeichnet!): was will man mehr!

 

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Don Manolo, der Porro, die Caganers und die Maggi-Flasche

Geschrieben am um 09:29

Vor einigen Tagen war ich, wie jedes Jahr Ende Oktober (der Werbeblock kommt am Schluss des Blogs!!!) mit Anton Götten Reisen an der Costa Brava zum Wandern. Das war zum Wandersaisonabschluss noch mal richtig tolles Wetter, spektakuläre Touren – und einige kulinarische Überraschungen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich bei dem alten Don Manolo so überzeugend die spanischen Gene bemerkbar machen, dass er zügig aus der Original katalonischen Porro den Wein trinken konnte. Und der Strahl verschwand passgenau im Schlund, großartig

 

 

Die peinliche Serviette, die ich wegen Klecker-Angst umgebunden hatte, war eigentlich überflüssig gewesen. Auf meiner ersten Wandertour überraschte uns das Team von Anton Götten mit einem Tischlein-Deck-Dich-Picknick im Kiefernwald. Wein, Käse, Brot, Wurst, Oliven – und, es handelt sich eindeutig um ein saarländisches Reiseunternehmen: Eine Flasche Maggi

 

 

Wanderführer Jaume, der alte Katalane, machte uns auf eine Köstlichkeit am Wegesrand aufmerksam: Die Madrono, eine Walderdbeere, die in Spanien auch den Beinamen hat: Iss-nur-eine. Denn wenn man die Frucht zu üppig genießt, droht akuter Flotter Otto.

 

 

Zum Thema Verdauung kann der Katalane eine hübsche Figur beisteuern: Den Caganer, frei übersetzt: Der Kacker. Der Caganer darf sein ordinäres Geschäft sogar als Krippenfigur neben dem Jesuskind verrichten, ist das zu glauben? Und dieses unzivilisierte Volk will selbstständig werden, unfassbar. In einem Andenkengeschäft sah ich Caganers-Figuren für jeden Geschmack (also keinen) und Anlass.

 

 

Ach ja, jetzt kommt natürlich noch der Werbeblock. Wenn Ihr nächstes Jahr mit mir an der Costa Brava wandern wollt, könnt ihr eine Costa-Brava-Wanderreise bei Götten buchen, zwischen dem 20. Und 28. Oktober 2014. Und dann können wir beim Picknick gemeinsam mit der Maggi-Flasche anstoßen und uns den Wein aus der Porro-Karaffe geben. Ich freu mich schon drauf.



Von Wandervögeln und Schnapsdrosseln

Geschrieben am um 12:36

 

Der Durst so mancher Wanderer ist legendär. Der Einkehrschoppen, der Gipfelschnaps, das Belohnungsbier, da wird so mancher Wandervogel zur Schnapsdrossel. Daher ist das Verbots- und Hinweisschild, das ich in der Sächsischen Schweiz sah, nur recht und billig. Man sollte also als trinkfreudiger Wanderfreund immer ein paar Pfennigstücke in petto haben, am besten DDR-Währung, ich weiß nämlich nicht, ob die sächsische Wanderpolizei schnöden Euro-Cent-Mammon akzeptiert.

 

 

In der Pfalz kennt man auf jeden Fall keinen Trinker-Obulus, im Gegenteil, die füllen ihre Weinschorle immer in diese Halblitereimer ab und dann hoch die Tassen. Schon mein Großvater, der alte Held der Ardennen, wusste: „Viel hilft viel“

 

 

Und dann könnte man angesichts des legendären Schierker Feuersteins denken, dass ich mal wieder am Brocken gewandert bin. Falsch! Ein nordrhein-westfälischer Wanderfreund drückte mir und den Umstehenden bei der letzten Eröffnung des Neanderlandsteigs von Gruiten nach Düssel in eben diesem Düssel (ja, ja, es gibt auch einen Ort der heißt Düssel, ohne DORF!!!) der drückte uns also den kleinen Schierker Beschleuniger in die Hand und weg war er. Nicht der wanderer, der Schnaps. Da frag ich mich grad, ob Andrack-Blog-Intimus Markazero, der neben mir am Etappenziel in Düssel fröhlich dunkles fränkisches Bier zischte, auch einen Feuerstein abbekommen hat? Wäre schade, wenn nicht.

 

 

Was hat nun diese ganze Sauferei verdammt noch mal mit unserem Wandersport zu tun? Hm, ehrlich gesagt: Nichts. Und die Burg Eltz ist eh so schön, die muss man sich eigentlich nicht schön saufen. Aber was soll‘s, Watt mutt, dat mutt. Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken! Prost!!!



Nicht stehen bleiben!

Geschrieben am um 07:20

Vor kurzem war es mal wieder soweit: Der Berg rief. Erst dachte ich, lass den mal rufen und schaltete auf Durchzug. Dann erkannte ich aber die Stimme von Lukas Meindl und Wandermagazin-Chefredakteur Michael Sänger, und es klang plötzlich nicht mehr nach Rufen, sondern fast wie ein Befehl. Ich wäre noch so gerne in der Meindlschen Jagdhütte geblieben, hoch oben auf der Reiter Alm, südlich von Traunstein. In der Hütte war es kühl und nicht so heiß, wie in der glühenden Sonne. Aber vor allem hatte Lukas Meindl eine Brotzeit in seinem Rucksack mitgeschleppt, die es in sich hatte. Herrlich. Noch besser als der Käseteller der SBB.

 

 

Ich wollte also in der Hütte bleiben und noch mehr futtern, aber es half nichts, mit Zweidrittelmehrheit haben die beiden Bergfexe entschieden: Aufi geht’s! Dabei ist Bergwandern doch soooooo gefährlich. Das zeigt mal wieder diese Schild, dass ich beim Aufstieg zu Reiter Alm sah.

 

 

Ich blieb stehen, um das Schild zu studieren. Hatte ich als Flachlandtiroler schon wieder einen Fehler gemacht? Denn stehenbleiben war doch wegen Felssturz strengstens verboten. Aber wie hätte ich denn ohne Stehen zu bleiben die Gefahrenmeldung lesen sollen? Die Bergwelt ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Aber eins muss ich zugeben. Am Gipfel isses dann doch immer wieder wunderbar. Hier mein schönstes Foto vom Gipfelkreuz, da geht einem doch das Herz auf, oder?

 



Voll obermodern, das Müüsli

Geschrieben am um 10:31

Im nächsten WANDERMAGAZIN geht die schöne Serie “Andrack wandert mit den Outdoor-Firmen-Chefs-und-Chefinnen” in die nächste Runde. Diesmal wandere ich mit Rolf E. Schmid, dem Chef von Mammut. Die Tour war geil, was zum ersten an der Landschaft lag, denn die Ausblicke auf den Vierwaldstätter See lassen auch einem eingefleischten Mittelgebirgswanderer das Herz aufgehen.

 

 

Zum zweiten haben wir auch einige schöne Gipfel erklommen. Obwohl der Huserstock mit seinen 1904 Meter doch eher etwas für einen beinharten Schalke-Fan gewesen wäre. Die nächste Schweizer-Wander-Tour sollte daher für mich als FC-Fan am Berg Haglere (1948 m) vorbeiführen, vor allem, weil ich den beim googeln unter der URL www.bierwandern.ch gefunden habe.

 

 

Aber was soll man bitte schön von Kreuzsponsoren halten, die Roli & Müüsli heißen? Rätselhafte Eidgenossen…

Ich bin mit dem Mammut-Chef an einem dieser unendlich heißen Juni-Tage gewandert. Es war so abartig heiß, dass sogar diese Kuh (zuerst hatte ich gedacht, das Rindviech hätte ihren Kopf in den Seilbahnmast eingeklemmt) allerlei Verrenkungen machte, um mit dem Kopf im Schatten zu sein.

 

 

Alles in allem wie gesagt eine geile Tour, oder sollte ich statt “geil” “obermodern” sagen? Diesen Ort entdeckte ich bei der Rückfahrt von Luzern nach Saarbrücken in der Nähe von Straßburg. Ich bin mir nur nicht sicher, ob man den Namen als Adjektiv oder als Verb benutzen darf, kann und sollte.

 



Wanderkunst

Geschrieben am um 12:02

Seit gestern kann man im Reiseteil der ZEIT meine Reportage über meine Tour mit dem Kunstwanderer Hendrik Sturm auf dem GR2013 lesen, studieren, auswendig lernen. Eine sehr aufregende und ungewöhnliche Wanderung war das…

Hier ein kleiner Bilderreigen zu diesem Erlebnis.

1. Die mysteriösen Hinterlassenschften der Asiatin

2. Leere Kondompackung am szenebekannten Gay-Treff

3. Mit Hendrik Sturm beim Picknick im Talkessel, in dem schon Marlene Dietrich sang

4. Brennendes Haus auf dem Übungsgelände der französischen Feuerwehr


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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