Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Traumschleife Nummer 94

Geschrieben am um 6:08

Traumschleife Nummer 94, Klingelfloß. Hört sich sehr interessant an, das macht mich neugierig. Ich starte am Restaurant Birkenhof. Ich habe das mal umgekehrt gemacht, erst Essen und Belohnungsbier schon vor der Wanderung. Das hat den Vorteil, dass man sich die überschüssigen. Kalorien direktemang wegwandern kann.

 

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Wenige Meter vom Birkenhof entfernt findet sich das Eingangsportal der Traumschleife. Die aus Holz geschnitzte Glocke soll wohl an die ominöse Klingel im Titel dieses Premiumwegs erinnern. Aber jetzt mal ehrlich? Wieso ist die Glocke denn aus Holz? Die klingelt doch gar nicht. Da kann man vielleicht gegenhämmern, aber doch nicht klingeln. Ich fände es hübsch, wenn eine supergroße Klingel dort angebracht wäre, und immer wenn ein Wanderer auf der Traumschleife geht, klingelt man. Und das ist dann so laut, dass man es auch in Kastellaun und Simmern hören kann.

Man muss es ganz offen sagen, auf den ersten beiden Kilometern der Traumschleife Nummer 94 muss man schon ein großer Fan der Windkraft sein, um diese Traumschleife umwerfend zu finden. Da klingelt nicht nur das Floß, sondern es rauscht auch das Windrad.

 

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Aber es gibt immer wieder wunderschöne Pfade, kleine Stege, Brückchen, einen schönen Bachlauf, verwunschene Nadelwälder, Fischteiche des nahegelegenen Klosters, alles sehr großartig.

 

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Highlight der Tour ist natürlich das namensgebende Waldstück Klingelfloß. Das ist einfach ein etwas merkwürdiger Flurname. Und am kleinen, feinen, uralten Teich, auf dem man ganz bestimmt kein Floß braucht, denn da kann man fast an’s andere Ufer springen, an diesem Teich also steht eine wunderbar altmodische Schutzhütte für die Waldarbeiter. Nach einem Vorbild aus den Karpaten gebaut.

 

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Wandern wie ein Römer

Geschrieben am um 8:23

Liebe andrackblog-Freunde, ich werde ab sofort einmal im Monat einen Blog über die Abenteuer mit meinen Bär-Wander-Schuhen bei andrackblog einfügen. Den bärschuhblog mache ich schon seit zwei Jahren, auch ältere Einträge könnt ihr Euch gerne anschauen. Und selbstverständlich kann ich Euch die Wanderschuhe von Bär und Joe Nimble nur wärmstens an’s Herz legen.

Kürzlich bin ich mit meinen Bär-Wander-Schuhen im ehemaligen römischen Besatzungsgebiet an der Mosel gewandert. Authentischer wäre es natürlich gewesen, mit römischem Schuhwerk zu laufen. Aber wer mein neues Buch „Schritt für Schritt“ gelesen hat, kennt meine schlechten Erfahrungen mit diese Sandalen (gleich dazu mehr). Immerhin muss man das ja den Römern lassen. Die haben schon vor ca. 2.000 Jahren „geschnallt“, dass die fünf Zehen an jedem Fuß Freiheit brauchen und nicht durch eine zu enge Schuh-Passform eingeengt werden dürfen. Bär hat dann diese grundsätzlich gute römische Idee noch etwas verfeinert.

Ich gehe also mit meinem Wanderkumpel Markus auf dem Moselsteig, einen wirklich sehr lohnenswerten Abschnitt zwischen Müden und Pommern, und wir erreichen nach einiger Zeit die alte römische Kultstätte auf dem Martberg, dem Berg des Gottes aller Schokoriegel: Mars. Wir waren schon reichlich unterhopft zu diesem Zeitpunkt, haben uns also sehr auf den Hinweis auf eine Taverne gefreut…

 

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… aber jetzt mal ehrlich, seit wann hat der normale Römer in einer Taverne Kaffee getrunken? Die hatten doch nicht den Kaffee auf, die haben sich doch vielmehr schläucheweise den Wein die Kehlen herab gestürzt. Es gibt ja die Theorie, dass die Römer den Limes genau an der Stelle platziert haben, an dem gerade noch Weinbau möglich war. Das restliche Germanien konnte denen gestohlen bleiben: Kein Wein, kein Gesang, keine Lebensqualität. Noch viel größer war unsere Enttäuschung, als wir am Archäologiepark auf dem Martberg ankamen und überhaupt keine Taverne vorhanden war. Das Hinweisschild war ein Fake gewesen, ein verspäteter Aprilscherz! Gut, dass ich immer ein Notration Mini-Bierdosen im Rucksack dabei habe…

 

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Eine 135 cl-Dose, da wird selbst ein Kölschglas zum Riesenhumpen. Ich habe die Dosen netterweise von Bär-Schuh-Chef Sebastian Bär geschenkt bekommen. Er hat sie mir von seiner letzten Japan-Reise (Japaner sind verrückt nach Bär-Schuhen!) mitgebracht. Am besten schmeckt das japanische Bier aber vor der Weltklasse-Kulisse des Moseltals. Nachdem unser Durst gestillt war, haben wir uns endlich den römischen Bauten zugewandt …

 

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Das sind alles Nachbauten, man kann aber ganz gut das römische Flair nachvollziehen. Wir wandelten zum Beispiel in der Wandelhalle und uns wurde schlagartig klar, wie das römische Reich jahrhundertlang den europäischen Kontinent beherrschen konnte: die Römer sind oft gewandelt, und beim Wandeln sind ihnen die besten Ideen gekommen, da hatten Germanen und Gallier (Ausnahmen bestätigen die Regel) wenig entgegen zu setzen. Etwas ratlos standen wir dann vor dem Tempel …

 

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… ratlos, weil der Tempel den Namen „Tempel K“ trägt. Wieso denn K? Wer wird da verehrt? Temple M wäre naheliegend gewesen auf dem Martberg, Tempel B hätte ich auch noch verstanden, wegen Bacchus und so. Aber Tempel K? Welcher Gott fängt denn mit K an? Keptun? Kupiter? Kapoll0? Schon aus Prinzip kannte der Römer an sich überhaupt kein „K“. Die haben doch alles mit „C“ geschrieben: Cäsar, Cicero, Colonia Agrippina. Römerforscher, bitte helft mir!

Ich möchte aber noch mal auf’s Schuhwerk zurückkommen. In meinem Giftschrank habe ich zwei Fotos von meiner Wanderung in Legionärsklamotte (Schritt für Schritt, Malik, 19,99 €) gefunden. Nach wenigen hundert Meter fing die Römersandale an zu bröseln…

 

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… und irgendwann musste ich mit einer Art Fußbandage laufen. Mit Bär-Schuhen wäre das nicht passiert, da gibt es doch eindeutige Fortschritte gegenüber der Römerzeit. Übrigens: Wer mit mir auf dem großen und sehr empfehlenswerten BÄR-Sommerfest wandern will, kann sich einfach auf der BÄR-Homepage anmelden.

 

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Moselsteig, mein erstes Mal

Geschrieben am um 8:10

Ihr kennt mich doch inzwischen ein wenig oder? Meine Wandervorlieben und No-Gos. Aber das wird Euch doch vielleicht überraschen: Ich bin letzte Woche das erste Mal in meinem Leben auf dem Moselsteig gewandert. Unverzeihlich eigentlich, ich schäme mich auch ein wenig. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich dachte: Och, die Mosel, die kenne ich doch eigentlich wie meine Westentasche. Aber interessant: Schon wenn man das Wort „eigentlich“ benutzt, ist schon was falsch gelaufen in der Grundaussage. Natürlich bin ich nicht den kompletten Moselsteig gelaufen, 365 Kilometer, für jeden Tag des Jahres ein Kilometer, nix für mich. Also Häppchenweise. Und da verrate ich Euch jetzt mal ein absolutes Premiumhäppchen Moselsteig: Von Müden nach Pommern, 10,8 Kilometer, Moselsteig vom Allerfeinsten.

 

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Normalerweise gilt bei mir die alte Harald-Schmidt-Show-Regel: Keine Namenswitze. Aber auf dieser Etappe: Hallo! Wer nicht bei Pommern an den alten Dreißigjährigen-Weltkriegs-Hit vom Maikäfer denkt, dessen Mutter das Pommerland abgebrannt hat, der hatte doch keine Kindheit! Und natürlich war ich extra mit ordentlich Schlafdefizit in Müden angekommen, bei dem Ortsnamen! Und dann sind wir erst mal aufwärts gewandert, mein Kumpel Markus und ich, hoch über die Mosel Richtung Karden.

 

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Ohne die Kletterseile hätte es Markus fast nicht gepackt, Lebenshilfe Hilfsbegriff. Aber wir haben es dann doch irgendwann zum Schutzheiligen von Karden geschafft, dem Herrn Castor. Den kannte ich bisher nur als prekär beschäftigten Lohnarbeiter bei dubiosen Atommüll-Transporten. Oder als Zwillingsbruder von Pollux. Aber oberhalb der Mosel steht der heilige Castor aus Karden so herzig grinsend, dass ich den guten Mann einfach knuddeln musste.

 

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Frau Holle

Geschrieben am um 7:37

Es war einmal eine Traumschleife in der Nähe von Reinsfeld im südwestlichen Hunsrück. Dort kann man sich auf die Suche nach der gar mystischen Frau Holle begeben. Aber siehe da: Ein Haufen Jäger scheint sich auf den Weg gemacht zu haben, um den Bösen Wolf umzunieten.

 

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Aufgestachelt von der Mutter der sieben Ziegen und der Oma des Mädels mit der roten Mütze hat sich eine Meute von wilden Waidmännern aufgemacht, um dem armen alten Wolf den Garaus zu machen. Ich habe den einsamen Wolf gesehen und ihm geflüstert: Verschwinde, bevor es zu spät ist, wandere aus, aber schnell…

 

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Aber die Frau Holle, die habe ich immer noch nicht gesehen. Allerdings konnte ich Spuren einer ihrer zwei weiblichen Azubis sehen. Die Pechmarie, bekanntlich extrem faul, hatte natürlich nichts hinterlassen. Dagegen die Fleißmarie! Die hatte so viel Holz vor der Hütte, dass das wahrscheinlich für sieben milde Winter reicht!

 

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Aber immer noch keine Spur von Frau Holle. Keine Schneeflocke, kein Federkissen, wo war die gute Frau denn? Kurz vor Ende der kurzen Rundtour dann die Auflösung: Die Felsformation am Wegrand war die berühmte Frau Holle, versteinert eben. Nur – tragisch eigentlich – auch auf Frau Holle scheint eine Treibjagd stattgefunden zu haben. Denn es ist eindeutig ein Totenkopf, der den Traumschleifen-Wanderer felsig anstarrt.

 

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Ich schlage daher eine Umbennung der Traumschleife vor: „Mausetote Frau Holle“ wäre der passende Name. Nur endet dann das Märchen leider nicht mit den Worten: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“



Die Traumschleife Domblick

Geschrieben am um 7:22

Als Kölner im Saarland werde ich oft gefragt, ob ich nicht meine Heimatstadt vermisse, die Colonia Ara Agrippinnensium und den Blick auf den Dom? Jaaaaaa, ich vermisse den Dom, das schönste Bauwerk der WELT, ich will ständig zo Foss noh Kölle jonn! Ich war wirklich froh/glücklich/überwältigt, dass es jetzt auch eine kölsche Traumschleife namens Domblick gibt.

 

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Handtuchgroße Hinweisschilder zeigten mir den Weg. Eigentlich nicht nötig, denn aus fast allen Himmelsrichtungen kann man die 157 Meter hohen Domtürme ganz gut erkennen. Nun muss man noch erwähnen, dass ich zu meiner Wandertour zum Dom in aller Frühe aufgebrochen war, ich war sozusagen mit den Hühnern aufgestanden.

 

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Daher lag eine unheimliche und frische Morgenlandschaft vor mir, menschenleer wie der Kölner Bahnhofsvorplatz in den frühen Morgenstunden. Aber vom Dom immer noch keine Spur, merkwürdig. Die Domblick führten mich zu einem Gotteshaus …

 

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… aber, da muss man jetzt mal ehrlich die Kirche im Dorf lassen, das konnte nun wirklich nicht der Dom sein. Ein Dom muss einen zwei Türme haben, das wurde spätestens auf dem Konzil von Ephesus festgelegt. Aber dann sah ich ihn, den Dom …

 

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… den Hunsrück-Dom von – Ravengiersburg. Na ja. So eine Art Dom-Methadon. Eine Dom-Nikotin-Kaugummi. So prickelnd wie alkoholfreier Champagner. Muss ich wohl noch weiter zo Foss jonn.



Aus dem Maschinenraum eines Premiumwegs: Die Traumschleife Marienberg in Boppard

Geschrieben am um 6:50

Als Wanderer kennt und schätzt man die hohe Qualität der Traumschleifen. Diese Qualität ist aber nicht ohne harte Arbeit zu haben. Wer denkt, man müsste für so einen Premiumweg nur ein paar bunte Schildchen an die Bäume nageln, der irrt. Gewaltig. Denn selbst in Boppard, in einer Gemeinde, die ordentlich von der landschaftlichen Muse geküsst wurde, ist die Kreation einer Traumschleife kein Kinderspiel.

Boppard hat bislang sechs Traumschleifen, am 20. September wird eine siebte eröffnet, die Traumschleife Marienberg. Der Clou ist: Ich durfte bei einer Arbeitswanderung einige Monate vor der Eröffnung des Premiumwegs teilnehmen. So erhalte ich Einblick in die Arbeit im Maschinenraum einer Traumschleife, dies ist also quasi ein Making-Of-Report. Bei der Arbeitswanderung dabei sind der BBB (Bopparder Bürgermeister Bersch), Ortsvorsteher Strömann, Verantwortliche vom Bauhof, einige Premiumweg-Experten und der Revierförster Ralf Kerber. Wir starten im Park des ehemaligen Klosters Marienberg. Kleiner Insider-Tipp: Wer ungefähr 20 Millionen Euro übrig hat, darf das Kloster erwerben und renovieren, das ist eine Top-Immobilie! Dann wandern wir das Bruder-Michels-Tal hinauf. Förster Kerber betätigt sich immer wieder als Graffiti-Künstler, allerdings fallen seine Sprüh-Aktionen sehr monochrom aus.

 

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Immerzu sprüht Kerber orange Graffitis: Pfeile, Buchstaben, ein „A“. Das „A“ steht nicht für „Anarchie“, ganz im Gegenteil, es soll ja ordentlich zugehen auf der neuen, 10,4 Kilometer langen Traumschleife. Das „A“ steht vielmehr für eine „Aussicht“. Denn ein dichter Wald ist ja schön und gut, aber manchmal müssen auch mal ein paar Bäume weg genommen werden, um Blickachsen Richtung Rhein zu eröffnen. An dieser Stelle möchte ich mal mit dem Missverständnis aufräumen, der Wald in Deutschland würde immer mehr verschwinden. Das Gegenteil ist der Fall: Noch nie in den letzten 1.200 Jahren gab es mehr Waldflächen als aktuell. Und aus dem Holz der Bäume kann man ja vielleicht eine ganz schicke Bank schnitzen. Bänke, das ist immer wieder das Stichwort für den BBB. Mike, der Bauhof – Vorarbeiter mit dem Klemmbrett, kommt kaum hinterher, die ganzen Standorte zu notieren, die sich der BBB wünscht. Auf dem folgenden Fotodokument hält der oberste Banken-Berater von Boppard, Bürgermeister Bersch, wieder Ausschau nach einem geeigneten Plätzchen für ein weiteres Ruhemöbel …

 

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Man kann auf dem Foto auch schön sehen, wie die Vorarbeiten des Bauhofs ausgesehen haben: Mit Hacke, Schaufel und Muskelkraft ist ein neuer Pfad entstanden, der wunderschön am Hang entlang führt. Man sieht allerdings auch, was noch zu tun ist: Die neuen Treppenstufen sind zusätzlich mit Holzlatten abzusichern, damit die Stufen stabiler sind. Das Verrückte ist: Schon nach wenigen Monaten, wenn der Weg durch viele Wanderer genutzt wurde, wird dieser neu angelegte Pfad aussehen wie ein jahrzehntealter Trampelpfad.

Dann haben wir es aus dem Mittelbachtal hinauf geschafft bis zu einer Aussichtsplattform, und dort oben muss man gar keine Bank mehr installieren – da steht schon eine.

 

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Die Bank trägt eine Nummer: 174. Das ist die Bank Nummer 174 des VVV Boppard (VVV ist die Abkürzung für Vitaler Verschönerungs Verein). Der VVV hat alle 689 Bänke in der Gemeinde Boppard durchnummeriert, in Kataster verzeichnet, und – was das Wichtigste ist – geklont. Das heißt: In einer riesigen Lagerhalle in Boppard stehen alle 689 Bänke identisch noch einmal, und wenn eine Bank im Wald wegen Altersschwäche oder Vandalismus schwächelt, wird sie ruckizucki ausgetauscht. Großartiges Prinzip! Wenn man genau hinschaut, sieht man auch die dunstige Aussicht auf Boppard und die kleine weiße Kirche mit den Doppeltürmen, St. Severus.

 

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Eben diese Bopparder Kirche St.Severus wird am 19. Juli 2015 offiziell zur Basilika „erhoben“, wie das der katholische Amtsschimmel nennt. Warum St.Severus zu dieser Ehre kommt, weiß selbst Bürgermeister Bersch nicht so genau. Aber er hat eine Theorie, und die geht so: Rückblende – wir schreiben das Jahr 1985, ein nicht mehr ganz so junger Priester aus Argentinien verbringt zwei Monate im schönen Boppard am Rhein und erlernt dort die deutsche Sprache am Goethe-Institut. Der argentinische Priester wohnt zur Untermiete bei Familie Schmidt. Fremdsprachenkenntnisse kann man immer gebrauchen, vor allem wenn man Herr Bergoglio heißt und fast dreißig Jahre später Papst wird. Nun, so die Theorie von Walter Bersch, kann es nicht mehr lange dauern, bis der Papst höchstpersönlich die Bopparder Stadtkirche zum Dom macht.

Ein fast ein biblisches Wunder habe ich oberhalb des Bopparder Ortsteils Buchenau fotografiert:

 

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Dort vereinigen sich in fast schon unzüchtiger Manier eine Eiche und eine Buche. Da hat sich die Eiche den Merksatz „Buchen sollst Du suchen“ zu Herzen genommen. Es ist nur so: die Buche konnte nicht schnell genug weg, denn die wusste ja auch: „Eichen sollst Du weichen…“ Fanatische Bopparder interpretieren diese Naturwunder ganz anders: Die stolze Eiche, das sei Boppard, und die Buche symbolisiere Bad Salzig. Beide Orte sind ja nun in der Gemeinde Boppard vereinigt, aber mental noch nicht so zusammen gewachsen wie diese beiden Bäume.

Wir wandern Richtung Rhein, erreichen das Hochplateau Eisenbolz. Weiter geht es arbeitswandernd oberhalb des Rheins Richtung Boppard zurück auf einem sensationellen, neu angelegten Pfad.

Wenige Kilometer, bevor wir wieder im Park des Klosters Marienberg ankommen, geht es schließlich in Hanglage an einer verfallenen Hütte vorbei. Dort hat sich der national bekannte Verbrecher Dieter Freese 1989 für einige Zeit versteckt gehalten. Es wird diskutiert, ob dieser für einen Wanderweg sehr schräge Ort mit einer Info-Tafel versehen wird oder nicht. Ergebnis bei Redaktionsschluss noch offen. Ich habe mich aber mit Bauhof-Vorarbeiter Mike vor der Hütte ablichten lassen, denn Mike ist der Neffe eines Polizisten, der den Ganoven mit Hilfe seines Schäferhundes geschnappt hat. Kriminalgeschichte pur an einer Traumschleife!

 

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Jetzt fragt sich der geneigte Leser natürlich: Hat sich der feine Herr Andrack überhaupt auch nützlich gemacht bei dieser Arbeitswanderung oder hat er immer nur mit weit offenem Mund staunend daneben gestanden, wenn die großen Entscheidungen anstanden: Bank oder nicht Bank, Infotafel oder nicht, Aussichtspunkt oder Sinnenliege? Klar habe ich zum Erfolg der Traumschleife Marienberg beigetragen. Ich habe mich einfach mal hingesetzt, auf eine Schiefermauer.

 

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Und da haben alle gerufen: Genial! Super!! Grandios!!! Da machen wir keine Bank hin und auch keine Sinnenliege, sondern wir nageln einfach einige Holzlatten auf den Schiefer, schon haben wir eine prima Bank mit Blick auf Vater Rhein. Eine „Andrack-Bank“, wenn ich das mal in aller Unbescheidenheit sagen darf. Viel Spaß auf der Traumschleife Marienberg mit all ihren Bänken und Aussichtspunkten!



Der schönste Rastplatz der Welt

Geschrieben am um 6:04

Was ist noch mal das Schönste am Wandern? Die Bewegung an der frischen Luft? Das Naturerlebnis? Das Belohnungsbier? Nun, ich denke, von allem ein bisschen, aber das Entscheidende an der Wanderlust ist doch, dass man bei den meisten Wanderungen immer etwas Neues erlebt. Allerdings ist „neu“ auch relativ, Denn nach unzähligen Burgruinen, idyllischen Bachläufen und schnuckeligen Fachwerkhäusern braucht auch der größte Wander-Romantiker mal etwas Abwechslung – voila…

 

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… ein ästethisches Meisterwerk, eine überragende Ingenieur-Meister-Leistung, ein Bauwerk für die Ewigkeit – die Autobahnbrücke über die Lieser, die A1 von Saarbrücken (in 300 Jahren vielleicht auch durchgehend) nach Puttgarden. Und unter diesem gigantischen Monument deutscher Autobahnkunst hindurch wanderte ich am Vatertag auf dem Lieserpfad.

 

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Wenn ich „Lieserpfad“ höre, denke ich natürlich wie die meisten Eifelwanderer an den spektakulären Abschnitt dieses Wanderwegs von Daun nach Wittlich über Manderscheid. Dereinst schwärmte ich daher vom Lieserpfad als „schönstem Wanderweg der Welt“. Aber nun gibt es einen durchgehend markierten Lieserpfad von der Quelle in Boxberg bis zur Mündung in Lieser an der Mosel. Auf dem ersten Abschnitt gibt es tolle Wiesenwege mit weiten Blicken in’s Tal, die Lieser ist eher noch ein Lieserchen und es gibt eben jene spektakuläre Autobahnbrückenunterquerung. Die ist so spekatakulär, dass extra ein Rastplatz mit sage und schreibe drei Sinnenbänken eingerichtet wurde.

 

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Auf dem Rastplatz hatten sich einige Väter breit gemacht, die manche Stubbi aus dem Kreis Bitburg vernichtet haben. Mir wurde zwar ein Bier angeboten, aber ich bieb hart – kein Bier unter der Brücke, das hatte ich mir dereinst geschworen, denn mit dem ersten Bier unter der Brücke hat schon so mancher menschliche Absturz in die Gosse begonnen. Bei einem anderen Rastplatz am Lieserpfad habe ich mich erst etwas gewundert:

 

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Wofür ist dieser Tisch gedacht? Zum Abstellen der Getränke, okay. Aber wie lange Arme braucht man denn bitte schön, um von der Sinnenliege aus die Kaltgetränke auf dem Holztisch zu erreichen? Vielleicht kann man den Tisch ja in Zukunft etwas an die Sitzmöbel heran rücken, damit nicht die Väter am Vatertag von der Liege rollen und für immer am Lieserpfad liegen bleiben müssen.



Der Wandermeister und die Königinnen

Geschrieben am um 8:02

Am 1. Mai bin ich in Mülheim-Kärlich auf dem Streuobstwiesenweg gewandert. Die Wanderung war umrahmt von einem zünftigen Maifest mit nahezu allen Vereinen, die der Ort – gegenüber von Neuwied gelegen – aufzubieten hat. Bevor es losging, war ich sehr gerührt. Da hatte doch der kleine Paul ein großartiges Bild für mich gemalt. Und für Paul war ich der „Wandermeister“, wunderbar.

 

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In den letzten Jahren habe ich unzählige Etiketten angeheftet bekommen: Wander-Experte, Wanderprofi, Wanderguru (ich kann nicht schweben), Wanderpapst (auch Quatsch, weder werde ich jemals zurück treten, noch wasche ich anderen Wanderern permanent die Füße), Wanderfachmann. Aber „Wandermeister“, da muss man erst mal drauf kommen, danke Paul!

 

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Dann ging es an Unmengen von Kirsch- und Apfelbäumen entlang, die gerade noch so in ihrer letzter Blüte standen. Aber das eigentliche Highlight des Tages sollte nicht die üppige Flora sein, sondern die üppige… Nein, ich muss das anders formulieren. ich hatte das Vergnügen, nach der Wanderung neben dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, dem Ortsbürgermeister von Mülheim-Kärlich, dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Weißenthurm, dem Vorsitzender der Kirmes & Karnevalsgesellschaft „Vergnügt 1920“ Kärlich e.V. und dem Vertreter der Ortsbauernschaft die alte Kirschblütenkönigin Nadine zu verabschieden und die neue Kirschblütenkönigin Franziska zu begrüssen.

 

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Eine Karnevalsgesellschaft „Vergnügt 1920“ zu nennen hat mich irritiert. Waren die nur 1920 vergnügt oder existieren permanent 1.920 super-vergnügte Mitglieder? Aber das war noch nicht alles. Zum Gruppenbild kamen dann auch noch die Ex-Kirschblütenköniginnen Anke (ganz links) und Linda (ganz rechts, mit der rut-wiessen Schärpe) dazu und sogar die erst Holunderblütenkönigin Andrea I. (zweite von links). Damit verfügt Mülheim-Kärlich wahrscheinlich über eine höhere Königinnendichte als das englische Königshaus. Ich kann mich nur vor allen Majestäten verneigen…

 

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Auf der Suche nach dem Hasen in der Kammer

Geschrieben am um 12:07

Anfang letzter Woche bin ich die Bopparder Traumschleife „Hasenkammer“ gewandert. Im Unterschied zu den anderen fünf Traumschleifen in Boppard gibt es keinen Rheinblick, sondern Hunsrück pur. Und die Suche nach der Kammer des Hasen. Zu meiner großen Freude war bei der Wanderung wieder der BBB dabei, der Bopparder Bürgermeister Bersch.

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Dr. Walter Bersch ist der Mann am rechten Bildrand, der gerade den Mund etwas voll genommen hat. Sie waren aber zu köstlich, diese süß-reifen Mirabellen an dem Obstbaum am Wegesrand. Ich habe mindstens zwanzig davon genossen. Wir waren am Ortsrand des Bopparder Ortsteils Herschwiesen gestartet. Und – wie der Namen schon andeutet – gibt es rund um Herschwiesen viele Wiesen, Obstwiesen. Traditionell sind Streuobstwiesen ein Jahrhunderte altes Kulturgut. Nicht so rund um Herschwiesen. Dort sind dank Bürgerengagement seit 2006 etliche Obstbäume gepflanzt worden.

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Eine der Verantwortlichen für das Obst-Wunder von Herschwiesen ist Peter Kreiser, Vorsitzender des Vereins Pro Obst. Man kann sich allerdings auch nicht vorstellen, was ein Verein Contra-Obst bezwecken sollte. Peter Kreiser zeigte mir auf jeden Fall eine Info-über-Obst-Klappe. Achtung, nicht einfach achtlos auf der Traumschleife „Hasenkammer“ an allen Info-Tafeln vorbei laufen, einfach mal alles hochklappen, was klappbar aussieht, vielleicht ist noch eine Info darunter versteckt.

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Wir erreichten dann ziemlich zügig einen Schießstand, an dem man in aller Ruhe auf die Hasen in der Kammer schießen kann… Ach ne, Quatsch, das sollte ein Bilderrahmen sein, um das Dorfzentrum von Herschwiesen mit der bemerkenswert prächtigen Barockkirche St.Pankratius in’s rechte Bild zu rücken. Der Bilderrahmen war aber derart niedrig platziert, dass man – eigentlich passend zum sakralen Bildinhalt – schon hinknien musste, um den Kirchturm im Bildmittelpunkt zu haben.

„Hasenkammer“, der Titel unserer Traumschleife, ist übrigens eine Flurbezeichnung, durch die wir kurz hinter Herschwiesen wanderten. Um es vorwegzunehmen: Wir haben keinen Meister Lampe auf unserer Wanderung gesehen.

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Allerdings trafen wir einen riesigen Schmetterling. Aus Filz. Diese Filzinstallation gehörte zu einer Reihe von künstlerisch gestalteten Filzobjekten, die am Wegesrand hängen, liegen oder an Bäumen versteckt sind. Dass es eine ganze Filz-Kunstgattung gibt, war mir neu. Ich wusste nur, dass der legendäre Joseph Beuys ab und an ganz gerne mit Filz und Fett gearbeitet hat Der Schmetterling ist auf jeden Fall in Nassfilztechnik mit extrafeinem Merino-Vlies gestaltet worden, Chapeau!

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Aus der lieblichen Hasenkammer ging es hernach hinab in’s dramatisch wilde Tal des Brodenbachs. Das Brodenbach-Tal ist eine echte Entdeckung, führt dieses Tal in der Region doch ein wenig ein Schattendasein hinter der ungleich berühmteren Ehrbachklamm und dem Baybachtal. Erfreulich lange schlängelte sich die Traumschleife am romantischen Brodenbach entlang bis zur Grenze.

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Denn schon bald ging es hinauf aus dem Tal und wir verliessen die EU, an Wechselstuben am Wegesrand konnte man Euro in Franken wechseln, denn es ging in die Schweiz. Eine Schweiz ohne löchrigen Käse, Kuhglocken und Wilhelm Tell. Aber mit phantastischen Blicken über die Grüne Hölle des Brodenbacher Tals. Wir befanden uns in der Udenhausener Schweiz. Dort wird der Weguntergrund steinig, felsig, der rheinische Schiefer drängt mit Macht an’s Tageslicht. Sehr schön.

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Und plötzlich stand ein Senner mit einer Sonnenblume vor uns. Nein, nachdem ich meinen Blick scharf gestellt habe, erkannte ich, es war ein Einwohner von Herschwiesen mit einem riesigen Pilz, einem goldgelben Pfifferling.

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Und dann gingen wir hinaus aus dem Wald mit den vielen Bäumen und sahen wieder: viele Bäume, aber in der Horizontalen, die hatten sich also sozusagen schlafen gelegt. Bäume gibt es reichlich, die Gemeinde Boppard hat ordentlich Holz vor der Hütte. Der BBB erzählte mir stolz, dass Boppard nach Neustadt an der Weinstraße über den zweitgrößten kommunalen Waldbestand von Rheinland-Pfalz verfügt. Das glaubte ich gerne, die Traumschleife könnte statt Hasenkammer auch Baumhaus heißen, so viel Holz habe ich heute schon gesehen.

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Kaum hatten wir die Schweiz verlassen, ging es schon wieder um Ländergrenzen, nämlich die trilateralen Beziehungen der Gemeinden Buchholz, Herschwiesen und Udenhausen. Denn unten am Bodenbach, den wir auf dem Rückweg nach Herschwiesen erneut queren mussten, dort unten an der Holzbrücke über den Brodenbach, dort findet sich das Dreiländereck der vorgenannten Gemeinden.Schließlich ging es wieder hinauf zum Ausgangspunkt der Wanderung. Und wenn man, wie die Wandertruppe letzten Montag, das Glück hatte, mit dem BBB zu wandern, dann bekam man sogar ein Belohnungsbier im edlem Ambiente einer Bopparder Gaststätte spendiert. Das ist die Traumschleife Hasenkammer: Obst, Schweiz, jede Menge Holz und Landschaft, mit ein wenig Glück auch noch ein Bier, und dass alles für umme. Ganz großes Kino!



Warum ist es am Rhein so schön?

Geschrieben am um 7:57

Warum ist es am Rhein so schön? Weil man nicht nur auf dem Rheinsteig, sondern auch gegenüber auf der linken Rheinseite auf dem Rheinburgenweg wandern kann. Und zumindest auf dem Abschnitt zwischen St.Goar und Oberwesel ist das sogar fast ergiebiger als auf dem Rheinsteig, denn man hat phantastische Ausblicke AUF DIE Loreley, auf dem Rheinsteig hat man „nur“ Ausblicke VON DER Loreley…

 

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Auf dieser Panorama-Fotografie hat man alle Highlights der Region zusammengefasst: Vater Rhein, Stieftochter Loreley (nicht im Bild, holt sich bei DM oder Rossmann gerade einen neuen Kamm), Burg Katz in der linken Bildhälfte und ganz am linken Bildrand der hässlichste Hotelbau am Rhein. Herrrrrlich!!!

 

Warum ist es am Rhein so schön? Weil dort Bänke stehen, die irgendwann einmal von edlen Vereinigungen gespendet wurden, das ist ein Segen für den müden Wanderer. Ein Hoch auf die Bankspender! …

 

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… Allerdings wird es für immer ein Geheimnis bleiben, wer der edle Spender war, denn durch Kratzen (neudeutsch: Scratching) ist der Name VÖLLIG unkenntlich gemacht worden.

 

Warum ist es am Rhein so schön? Weil dort Wünschen noch etwas hilft. Ich habe mir die Bedienungsanleitung des „Wunschwassers“ bei St.Goar aufmerksam durchgelesen…

 

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… leider hatte ich aber blöderweise keine Schiefertafel dabei, daher habe ich die komplette Versuchsanordnung mit der modernen Schiefertafel, also meinem Ipad, durchgeführt. Ergebnis: Wunsch ist in Erfüllung gegangen, Ipad ist kaputt. Ipad mag kein wasser, auch kein Wunschwasser.

Das ist eine Kosten- Nutzungsrechnung: Wenn der erfüllte Wunsch so richtig geil ist (ab unsterblich sein aufwärts), kann man ehrlich gesagt auch auf‘s Ipad verzichten.


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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