Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Deutschland ist zwar ganz knapp nicht Weltmeister geworden, aber Deutschland ist Genossenschaftsland!

Geschrieben am um 8:36

Schön war sie, meine Raiffeisen-Tour 2018. Von März bis Juni habe ich ungefähr 50 Genossenschaften in Deutschland entdeckt und bin so zum Geno-Fan geworden. Meine Reise ging durch ganz Deutschland. Auf einer Schwarzwaldalm habe ich morgens um 5.30 Uhr für die Genossenschaft Schwarzwaldmilch die Kühe in den Stall getrieben und Milch gemolken.

 

St-Märgen - Raiffeisen-Tour 2018

Meine Entdeckungen sind auf der Seite www.raiffeisen-tour.de bestens dokumentiert. Dabei bin ich natürlich nicht nur durch Deutschland gewandert, sondern habe auch die erste Tandem-Tour meines Lebens gewagt. Das war gefährlicher, als ich gedacht habe.

 

AGRAVIS Münsterland - Raiffeisen-Tour 2018

In Berlin habe ich eine ganz besondere Genossenschaft besucht: Die Weiberwirtschaft. Ich kann schon mal verraten – es handelt sich NICHT um eine Berliner Hipster-Kneipe

 

2018-06-21_Raiffeisen-Tour_28

 

Aber sehr oft bin ich natürlich auch gewandert, zum Beispiel auf dem Westerwaldsteig, der zu Ehren des 200. Geburtstags von Friedrich WILHELM Raiffeisen in Wilhelmsteig umbenannt wurde.

 

Wanderung nach Hamm (Sieg)

Auf dem Wilhelmsteig bin ich auch nach Flammersfeld gewandert, wo ich am Raiffeisenhaus den Bundespräsidenten traf.

 

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Reiner Zufall war das natürlich nicht, ist doch Frank-Walter Steinmeier der Schirmherr des Raiffeisen-Jahres.



Meine Raiffeisen-Tour 2018

Geschrieben am um 9:22

Viele Menschen sind verblüfft, dass Deutschland Genossenschaftsland ist. Es gibt 22 Millionen Genossenschaftler in Deutschland. Die meisten haben Anteile an den Volks-und Raiffeisenbanken. Aber es gibt auch landwirtschaftliche Genossenschaften, Energiegenossenschaften, Kinogenossenschaften, Winzergenossenschaften, Zeitungsgenossenschaften, Ärztegenossenschaften, Friedhofsgenossenschaften, Apothekergenossenschaften und Brauereigenossenschaften.

 

Brauereigenossenschaft Oberhaching eG

 

In Oberhaching habe ich im Rahmen der Raiffeisen-Tour 2018 eine ganz junge Brauereigenossenschaft besucht. Tolle, ehrenamtliche Bürger, die ihr Hopfen-Glück in die eigene Hand genommen haben. Begeistert habe ich auch einen Anteil erworben und mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen darauf angestossen.

 

Rewe Wissen

 

Viele große Unternehmen gehören zur Genossenschaftsfamilie: Schwäbisch Hall, R + V Versicherungen, EDEKA, REWE. Anlass, einmal ein Praktikum an der REWE-Kasse zu machen und denSpruch zu üben: „Sammeln Sie Punkte?“ Alle meine Abenteuer im Raiffeisen-Land könnt ihr Euch bei www.raiffeisen-tour.de anschauen. Egal ob ich Löcher in den Käse gestanzt habe oder in der Nähe von Karlsruhe Hühner beaufsichtigt habe.

 

Hühner und Pferdehof Burkhard, Bretten

In Lübeck habe ich eine Ladestation einer Car-Sharing-Genossenschaft gefunden, um wieder neue Energie zu tanken.

 

StattAuto eG, Lübeck - Raiffeisen-Tour 2018

Und beim Charlie in Trier, auch 200-jährig geworden, habe ich mit Raiffeisen vorbei geschaut. Während der gute Marx als Ökonom krass versagt hat, hat Raiffeisen entschieden mehr Follower und die Genossenschaftsidee ist immer noch im Gegensatz zum Kommunismus taufrisch und aktuell.

 

Raiffeisen trifft Marx in Trier - Raiffeisen-Tour 2018

Raiffeisen hat eben nicht das Kapital geschrieben, sondern es in die Pflicht genommen.



Frohes! Neues! Wander! Jahr!

Geschrieben am um 9:30

Ich weiß nicht, ob ihr es wusstest, aber ich bin seit letztem Jahr (oder eigentlich schon seit vorletztem Jahr, um ganz exakt zu sein) im Nebenerwerb Spediteur. Da ich mit meinem Wanderberuf ein guter Botschafter für Mobilität bin, lasse mit in meinen Sattelschleppern viele Güter auf der Straße transportieren.

 

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Wenn ihr meinen Fünfzig-Tonner auf der Autobahn seht, könnt ihr mal mit Lichthupe grüßen, meine Fahrer freuen sich sehr darüber. Eine schöne Nebenwirkung meiner Speditionstätigkeit ist natürlich der Werbeeffekt für den Neanderlandsteig. Vom Kreis Mettmann, also vom Osten Düsseldorfs in die neuen Bundesländer.

 

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Böse Menschen sagen, alle Ossis seien weitestgehend beratungsresistent. Das kommt natürlich sehr darauf an, wer die gut(gemeint)en Ratschläge erteilt. Auf Besserwessi-Tipps pfeifen die meisten Ostdeutschen – zu was? Zu Recht! Aber wenn aus dem Osten selber ein guter Ostrad kommt, dann ist alles knorke und bestens.

Ich bleibe im Osten, im südlichen Brandenburg. Dort sah ich folgendes Verkehrsschild…

 

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Das ist doch mal ein Verkehrsschild, mit dem man etwas anfangen kann. Hubbel, klar, und zwar vier Mal! Das ist Klartext, das ist mal eine klare Ansage! Nicht so ein Wischi-Waschi, wie die meisten Verkehrsschilder. Zum Beispiel warnt das springende Reh vor Wildwechsel. Man möchte aber doch wissen, wie viele Rehe einem vor das Auto hüpfen: Zwei, drei, zehn? Oder nehmen wir das Schild, das vor bröckelnden Felsbrocken warnt. Nun, wie viele sind das denn genau, und vor allem – wie groß? Unverantwortlich, dass diese Infos auf fast allen Verkehrsschildern fehlen. Da lobe ich mir doch den vierfachen Hubbel!

Und schließlich noch zum Bauhaus in Dessau …

 

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Endlich habe ich ihn gefunden, den Baumarkt, in dem dereinst Wolfgang Lippert eine Zange mitgehen ließ. Das Jahr hat gut begonnen. So gut, dass ich mir eine kreative Pause bis Anfang Februar gönne …



Eine echte Multifunktions-Jacke

Geschrieben am um 7:50

Mein Klamottensponsor Fifty Five hat mich gebeten, meine Erfahrungen mit der neuen leichten Softshelljacke Dekon aufzuschreiben. Dekon, nicht Dekan. Der Dekan ist der Chef von der Fakultät in der Uni, die Dekon ist die Jacke zum, ja was genau zu machen? Zunächst – um einfach mal die Fifty-Five-Liste abzuarbeiten, soll ich nämlich erläutern, zu welchem Zweck ich die Jacke benutze. Nun zunächst mal nutze ich die Jacke meistens als Flagge, die signalisiert, HEJA LEUTE, ICH BIN KEIN DEKAN, SONDERN EIN DEKON-FAN! Dabei helfen die schönen Signalfarben der Jacke.

 

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Es gibt noch sehr sehr viele andere Nutzunsgmöglichkeiten für die Dekon-Jacke. Eine davon ist der Gebrauch als Picknick-Decke. Ein normales Tischtuch ist bei klatschnasser Wiese doch direkt im Eimer. Die Dekon-Jacke hält die Nässe ab und ist Weinfleckenabweisend…

 

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Manchmal, ab und an, nutze ich – ich weiß, das klingt total verrückt und abgefahren – die Dekon auch als Jacke beim Wandern. Echt wahr! Und beim Marschieren ist sie nicht nur angenehm zu tragen, sondern auch bei leichtem Regen hält sie trocken. Was aber von Anfang an ins Auge gefallen ist, sind die wirklich sehr schönen Farben der Jacken. Die Fifty Fives haben mich auch gefragt, ob denn die Jacke schon mal gewaschen wurde. Nein, natürlich habe ich die Jacke noch nie gewaschen, wozu denn auch? Schmutzig ist sie nicht geworden, und erstaunlicherweise müffelt sie auch nicht. Da ich ja Hochgeschwindigkeitswanderer bin, fangen andere Jacken an zu müffeln, denn wenn der Schweiß in Strömen fließt, bleibt manchmal auch etwas in den Kleidern stecken. Die Dekon allerdings: Immer geruchsneutral. Und das ist auch das Geheimnis des Namens: Nehmt ein K und ein N weg, schon ist der geheime der Kern der DEkOn enthüllt …

 

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Die perfekten Wanderklamotten

Geschrieben am um 8:46

Nun hat die Wandersaison schon begonnen. Alle Hosen, Jacken und buntkarierten Wanderhemden sind schon wieder in Betrieb und verschönern unser Leben in Wald und Flur. Wir ihr wisst, sind schon seit einigen Jahren die Wanderklamotten von Fifty Five meine erste Wahl. Mir gefällt das, was sich die Jungs und Mädels im siegerländischen Netphen ausdenken, es ist schick und funktional. Aber schon zu Beginn der Wandersaison 2017 brütet die kanadische Fifty-Five-Designerin neue Formen, Farben, Faktenwürfe für die nächste Kollektion aus. Ich will mich echt nicht in den Job der lieben Coryn einmischen, aber ich hätte doch ein paar Ideen für die nächste Wanderkollektion von Fifty Five. Ich würde einfach ein wenig mit dem Markennamen spielen. Dernn wodran denkt man zuerst, wenn man „Fifty“ hört?

 

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Naturgemäß denkt man bei „Fifty“ zunächst an den größten Buch-Bestseller, seit Kerkeling nach Santiago pilgerte: Fifty Shades of Grey. Denkt jetzt bloß nicht, ich möchte, dass zukünftig Soft-Porno-Schweinskram auf den Wanderhemden von Fifty Five abgebildet ist. Aber ein Karohemd in 50 Grauschattierungen wäre doch eine feine Sache, eine absolute Weltneuheit. Und was machen wir mit „Five“? Nun, man könnte sich lustige Sachen mit Fünf-Uhr-Tee, Tea-Time und so, ausdenken. Ich bevorzuge aber ein einfaches Design, zum Beispiel auf dem Jackenrücken…

 

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High Five auf dem Wanderklamotten signalisiert jedem anderen Wanderer: Hey, ich bin kommunikativ, sprich mich an! Ich bin optimistisch und fröhlich, geh mit mir Wandern!

Ich habe noch eine Idee für das neue Design der Fifty-Five-Wander-Kollektion. Der Trend geht ja zur individualisierten Kleidung. In jedem Copy-Shop kann man sich ein beliebiges Foto auf’s T-Shirt drucken lassen. Daher war ich elektrisiert, als ich in der FAZ das Hemd des Dresdener Kurfürsten Johann Georg I. sah. Der pfiffige Herrscher hat sich ganz einfach eine Landkarte seines Herrschaftgebiets auf seinen Wams sticken lassen, das ist doch der absolute Hit.

 

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Fifty Five könnte für jeden Wanderer dessen Lieblingswandergebiet auf den Leib schneidern. Hintermstoaner und Markazero wanderen nur noch in Fränkische-Schweiz-Klamotten, meine Freunde vom Schwäbischen Albverein lassen sich die Albtrauf auf ihre Wanderhemden drucken. Jeder Wanderer trägt dann ein Stück Heimatgefühl mit sich herum und signalisiert allen anderen: Da müsst ihr auch mal wandern!



Waldkindergarten-Kinder aus Holz

Geschrieben am um 7:52

Prinzipiell bin ich ja ein großer Fan von Waldkindergärten. Die Idee, die Kassen der öffentlichen Hand nicht mit dem teuren Bau und Unterhalt von Kindergarten-Gebäuden zu belasten ist doch klasse. Ein Waldkindergarten härtet im positiven Sinne ab, schützt vor einem Haufen Krankheiten und Allergien. Außerdem stärkt das tägliche Draußen-Sein der Kids das Naturverständnis und weckt eine Sinnenschärfung für die Jahreszeiten und Großwetterlagen. Waldkindergarten also gleich Super-Toll! Nun wanderte ich aber vorgestern zwischen Velbert und Essen so dahin und kam an einem ebensolchen super-tollen Waldkindergarten vorbei. Und ich sah Holzskulpturen, die zeigen, was aus Kindern wird, die einen Waldkindergarten besuchen. Schauen wir uns das mal genauer an:

Dieses Mädchen hält affektiert einen Vogel in die Höhe:

Hör mal, liebes Waldkindergartenmädchen, Verbundenheit mit der Natur hin oder her, aber wenn Du den Vogel nicht ausstopfst und an Deine Hand tackerst, bleibt der unmöglich dort hocken, auf Deiner Hand. Denn Vögel sind von der Natur mit der Gabe des Fluges ausgestattet, deshalb muss man die Piepmätze nicht blöde in die Höhe strecken, damit sie einen besseren Überblick haben, die können das schon selber, liebes Waldkindergarten-Mädchen.

Und du lieber Waldkindergarten-Junge, was hat man dir denn im Waldkindergarten beigebracht?

 

Hat man dir dort beigebracht, dass es super cool ist, die Hände in den Hosentaschen zu vergraben, anstatt höflich die Hand zum Gruße zu reichen? Und wo guckst du überhaupt hin, lieber Waldkindergarten-Junge? Zu den Vögeln, die nicht in den Lüften sich erheben könne, weil sie auf dem Handteller Deiner Waldkindergarten-Freundin festgetackert sind? Oders siehst Du sowieso gar nix, weil Dich der Schirm Deiner gelben Kappe daran hindert? Mensch, Ihr Waldkindergarten-Kinder, Ihr könnt einem echt leid tun. Hoffentlich sind die Holzskupturen nicht ein Abbild der Realität …


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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