Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Andrack jetzt Blog schreibt

Frisst das fiese Corona-Virus eigentlich auch Gehirnzellen Von Spiegel-Online-Redakteuren?

 

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Wie auch immer: Manuel Andrack jetzt Blog schreibt

 

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Gut, dass die Badeinsel gesperrt ist. Das kann Menschenleben retten. Denn wenn man Ende März bei sechs Grad Außentemperatur in den Badesee springen, drin plantschen und schwimmen würde, könnte man sich den Tod holen.

 

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Alle Gaststätten, vor allem aber die Außengastronomie zuzusperren, obwohl mit ausreichend Sicherheitsabstand dort einzelne Wanderer oder Kleinfamilien etwas verzehren könnten, auch das ist total sinnvoll. Mir fällt zwar kein einziger Grund ein, warum das sinnvoll ist. Aber wenn alle sagen, dass das sinnvoll ist, dann ist das sinnvoll. Genauso sinnvoll, wie sämtliche Geschäfte zuzusperren, obwohl sich nachweislich kein einziger Mensch in Deutschland beim Einkaufen angesteckt hat.

 

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Viele machen es sich in diesen Tagen leicht, und bleiben komplett zu Hause. Andere nehmen es für ihre Gesundheit auf sich, jeden Tag an die frische Luft zu gehen. Das birgt Risiken, die nichts mit Corona zu tun haben. Vorgestern habe ich mit meiner Familie eine kurze Radtour gemacht. Ich gebe es zu, ich schaffe es nicht, Frau und Tochter JEDEN Tag zum Wandern zu motivieren. Also jeden zweiten Tag Radtour. Warum nicht, immerhin bin ich ehemaliger Rad-Profi. 2008 bin ich die 21 Kehren von Alpe d’Huez in sensationellen 1:43 Stunden hinauf gerast. Nur 1 Stunde und 11 Minuten langsamer als Marco Pantini bei seiner Rekordfahrt für die Ewigkeit. Dafür bin ich still alive, der arme Marco nicht.

 

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Kletterkünste sind das eine beim Radfahren, das andere sind Steuerkünste. Auch unvergessen, wie Jan Ullrich dereinst bei einer Abfahrt – schwupps – hinter der Leitplanke verschwand, kurz darauf aus dem Gebüsch kletterte und wieder aufs Rad steigt. Vorgestern also die kurze Radtour. Wir fuhren an einem schönen Teich entlang, ich drehe mich kurz zu meiner Tochter um, dann wieder nach vorne, merke, dass ich ziemlich nah am rechten Rand meines Weges fahre, da sollte man besser gegensteuern – oder doch bremsen? Die Rettungsmanöver wären auch fast gelungen, wenn nicht plötzlich ein Stück vom Weg einfach gefehlt hätte, weggebrochen, was weiß ich. Sehr merkwürdig wie schnell das gehen kann. Rad und Radfahrer verschwinden im Teich. Ein Jogger kommt vorbei, rettet geistesgegenwärtig mein Fahrrad, bevor das untergeht. Ein Fahrrad ist definitiv wichtiger als mein Leben. Na ja, so schlimm wars auch wieder nicht, auf jeden Fall nicht lebensbedrohlich.

 

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Andrack jetzt fertig mit Blog schreibt

 


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9 Kommentare zu “Andrack jetzt Blog schreibt

  1. Rund 1100 Höhenmeter in knapp 1h 45´? Das erinnert mich doch an was..ach ja: warum ist bisher niemand auf die Idee gekommen, „Andrack-d´Huez vs. Markazero-Petererscharte“ zu vermarkten? Wäre ein sauspannendes Fernduell „Biker gegen Hiker“ gewesen. Live-hin-und-her-Schalten, Heli-Draufsichten, Permanent-Vergleichsgraphiken, virtuelle Führungslinien, dramatische Zieleinlauf-Zuspitzung.. viel interessanter als so was dämliches wie „Jesse Owens tritt gegen ein Pferd an“ oder so.

    • 1.200 in 1:47! Letzte Radtour allerdings nach etwa einer halben Stunde in einem Brennessel-Gebüsch gelandet. Am Baldeneysee. Markazero nicht mehr Rad fährt. Zu schnell. Da kann Red Bull noch so locken. Zum Glück gibt’s keine Heli-Reportagen von der Blamaschi…

  2. Bzgl. ‚täglich zum Wandern motivieren‘: mir ist es immerhin gelungen, aus der Not heraus eine 4,5km-Schleichwege-Runde vom Haus aus durch wenig frequentierte kleinere Grünanlagen (Anteil ca. zwei Drittel der Gesamtstrecke) zu etablieren, welche die Frau inzwischen ganz von sich aus auch alleine gerne geht! [wanderplanerisches Eigenlob off]

  3. Hallo Manuel,
    Schön, dass du noch lebst, nach dem Tauchgang!
    Ich habe ein paar Anmerkungen, und eine Frage für dich.
    Auch wenn ich kein besonderer Spiegel-Leser bin, so ist doch schnell deutlich geworden dass es sich um eine Rubrik handelt, mit dem Namen „Spiegel liest“. Denn Foer liest mitnichten beim Spiegel, er ist lediglich in der Rubrik „Spiegel liest“ zu Gast.
    Apropos Gast, ich bin mir fast sicher, dass die vielen Gaststätten sich das nicht ausgesucht haben, zu schließen.
    Im Gegenteil, die haben sich sicher auf das Frühjahrsgeschäft gefreut! Aber da gibt es eben ein kleines Problem – die Gesetze, die das aktuell vorschreiben, dass diese Betriebe nicht geöffnet sein dürfen. Und unsere Gesetzeshüter, namentlich Ordnungsamt und Polizei, die die Einhaltung eben dieser kontrollieren (und im Falle eines Verstoßes auch strafen).

    Nun zu meiner Frage. Wie ist es nachweisbar, dass sich noch keiner beim Einkaufen angesteckt hat? Ist das messbar? Wird eine Statistik geführt?
    Ich würde mal andersherum fragen: Wo würde ein Mensch sich denn heutzutage sonst anstecken? Wenn man ansonsten brav zuhause bleibt, den Türknauf nicht anfasst, beim spazieren die 2M Sicherheitsabstand zu Mitmenschen einhält, etc… Da bleibt doch eigentlich nur noch der Supermarkt!

    Bin gespannt auf deine Meinung.

    • Lenker und Bremse waren durchaus vorhanden, aber dann kam in einer engen Kurve in Zeitlupe der Bordstein näher und das verflixte geliehene Mountainbike hat irgendwie komisch reagiert. Check während des Abflugs: weiche Böschung ohne Steine oder rostiges Metall, mach’s dir gemütlich… die Einkehr, nachdem ich die Kletten aus den Klamotten gepult hatte, war dann noch sehr schön.

  4. Zu Hintermstoaner: Wenn Frauen anfangen, alleine zu „wandern“ kann das zwei Dinge bedeuten: Erstens heißt es ja nicht umsonst „fremd GEHEN“. Oder aber zweitens: Perfekte Ehe, die Leidenschaften des Partners werden zu den eigenen, Paradies Hilfsbegriff.

  5. Zu KEINSPIEGELLESER: Interessante Frage, wer sich überhaupt noch wo ansteckt. Vermutlich, wenn ich die sechs Billiarden Artikel über Corona richtig deute, sind es die armen Menschen, die entweder beruflich oder vom Wohnort denen nahe sind, die schon infiziert wurden: Ärzte, Pflegepersonal, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Genaues wird man erst wissen, wenn die „Heinsberg“- und „München“-Studie beendet sind. Andersrum gefragt: Warum steigt die Infektionszahl nicht rasant, obwohl sich Millionen Deutsche in Supermärkten und Baumärkten tummeln? Ich kaufe täglich ein, momentan hat man doch Zeit dazu. Morgen ist die Sackkarre dran. Nach Diktat zum Tauchgang verreist.

  6. Sie kaufen täglich ein, in Supermärkten und Baumärkten. Darf man sowas im Moment öffentlich zugeben? Ich kaufe auch täglich ein, habe aber bis jetzt nicht gewagt, mich zu outen aus Angst, als “ alte Corona Sau“ beschimpft zu werden. Und da öffentliches Bekennen ja unglaublich entlasten soll, setze ich noch eins drauf: habe gestern mit zwei Freunden auf der Terrasse gesessen – Abstand leider nur 1 Meter – mehr ging nicht. Türklinke habe ich auch nicht feucht abgewischt, hole es aber gleich nach.

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