Wander-Blog von Manuel Andrack

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Bahnhofseinkehr IV: Gaffel am Dom

Teil Vier der spektakulären Reihe „Die-wo-kehre-ich-in-Deutschland-in-Bahnhofs-Nähe-ein-wenn-ich-eher-wenig-Zeit-habe-Gaststätten. Heute: Gaffel am Dom in Köln. Eigentlich natürlich sehr bitter, wenn meine Heimatstadt nur Durchgangsstation ins Saarland ist. Aber immer noch besser, eine kurze Pause an der schönsten Kathedrale der Welt einzulegen, als im Zug vorbei zu rasen und Tränen der Heimatliebe zu vergießen. Regel Nummer Eins: Nie den Hauptbahnhof in nördlicher Richtung (Breslauer Platz) verlassen, da man ansonsten von schlimmen Depressionen besucht wird.

 

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Nein, man sollte zum Haupteingang hinaus gehen, dann direkt auf die gegenüberliegende Seite des Bahnhofsvor-Platzes (der übrigens nicht die Domplatte ist!!!) und schon sitzt man draußen bei Gaffel am Dom und hat ein Kölsch in der Hand. Im Winter muss man noch dreißig Meter weiter gehen und dann in die Brauwirtschaft hinein. Von April bis Oktober ergeben sich im „Biergarten“ aufregende Ausblicke

 

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Ich sage nur: Ein Hurra! Auf die blaue 1. FC Köln-Jacke! Dazu eines der beeindruckendsten Bauarbeiter-Dekoltées, das ich jemals gesehen habe.

 

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Das weltgeschichtlich Bedeutsame der Bier-Tränke vor dem Bahnhof ist offensichtlich: Denn Köln ist zur Chiffre geworden, bei „Köln“ denkt mittlerweile jeder an jene verhängnisvolle Silvesternacht 2016. Selbst die New York Times assoziiert mit „Köln“ nicht Karneval, Dom und den Effzeh, sondern triebgestörte Kriminelle (die übrigens alle von Frau Merkel persönlich nach Deutschland eingeladen wurden, wer das bestreitet, ist Fake-News-Opfer), die auf der Domplatte Jagd auf Frauen machten.

 

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Weil Gaffel am Dom oft eine Durchgangsstation für mich ist, gelingt es mir nie, den Deckel rund zu trinken. Für einen Kölner eigentlich unverzeihlich.


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Ein Kommentar zu “Bahnhofseinkehr IV: Gaffel am Dom

  1. Also wenn es gelingen sollte, diesen eckigen Deckel tatsächlich rund zu trinken, dann wird der aber nicht nur rund, sondern auch oval, dann eiert er rum, dreht sich, beginnt zu schweben.. wabernd sich überlagernde Drehkringel mit jeweils 40-60 Strichen drauf.. sei froh, dass Dir das nie gelingt 🙂

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