Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




53 – Traumhaft, wunderbar!

Kürzlich bin ich auf der Traumschleife „Der Bergener“ in der Nähe von Losheim am See gewandert. Einige fahren nach Bergen in Norwegen, andere nach Bergen auf Rügen, ich favorisiere Bergen im Nordsaarland. Start der Tour ist an der Girtenmühle, zu diesem besonderen Ort später mehr. Schnell befand ich mich – das kann man ja von einer Traumschleife auch erwarten – in einer traumhaften Landschaft. Der wurzelige Pfad schlängelte sich am romantischen Bachlauf und ich passte mich mit meinem Outfit perfekt an die Landschaft an.

 

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Denn da ich mit meinem neuen Fifty-Five-Wanderhemd „Andre navy/green“ unterwegs war, verschmolz ich einem Chamäleon gleich mit der Natur. Grün und Blau, die Farben der Bäumer/Sträucher und des Himmels/Wassers spiegelten sich in meinem Outfit. Apropos Wasser: Wer auf dem Bergener schon nach einem guten Kilometer das Handtuch werfen möchte, kann das gerne tun.

 

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Ich fand auf jeden Fall den Service gigantisch, am Kneippbecken von Bergen auch ein Handtuch zur Verfügung zu stellen. Leicht schmuddelig, okay, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Eine der viele Highlights auf dem „Bergener“ ist die Armee der Felsenmännchen…

 

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… vor einer beeindruckenden Felsenkulisse. Ganz plötzlich taucht diese Felswand im Wald auf. Wie immer war Verlaufen auf dem „Bergener“ nicht möglich, man musste nur das richtige Markierungs-Schildchen suchen. Denn um Losheim verdichten sich die saarländischen Premiumwege, das ist die Grundlage des wandertouristischen wirtschaftlichen Erfolg der Region.

 

 

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Ich wanderte also nicht nur auf dem „Bergener“, sondern zeitweise auch auf dem „Hochwälder“, der „Tafeltour Stausee“ und dem legendären Saar-Hunsrück-Steig. Außerdem wurde anscheinend ein neuer Premiumweg mit dem interessanten Namen „Wanderweg-nicht-verlassen“ angelegt. Scheint ein aufregendes Wegkonzept zu sein. Über fünf Kilometer des „Bergener“ laufen parallel zum Saar-Hunsrück-Steig. Da genauso wie bei den Traumschleifen jeder Kilometer des Saar-Hunsrück-Steigs ausgewiesen wird, näherte ich mich schon bald den Fünfzigern, gezählt ab dem Start des Steigs in Perl.

 

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Bis zu 55 (hallo Fifty Five!) habe ich es nicht ganz geschafft, aber das werde ich nachholen. Immerhin habe ich noch Kilometer 53 gesehen, und das ist ja auch schon eine ordentliche Zahl, denn so viele Lenze zähle ich nun auch schon seit Juni. Das Belohnungsbier trank ich an der Wunderbar der Girtenmühle.

 

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Die Girtenmühle wird seit kurzem von ein paar jungen Holländern betrieben. Es gibt einen Campingplatz, ein kleines Hotel, die wunderbare Bar und seit neuestem auch ein Tagesgericht. Der Ort ist eine holländische Exklave, auch ich wurde mit „Minher?“ nach meinen Hopfen-Wünschen gefragt. Das Tolle ist: Man fühlt sich im Andre-Hemd von Fifty Five wie im Urlaub. Die Wunderbar wird ihrem Namen gerecht.


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5 Kommentare zu “53 – Traumhaft, wunderbar!

  1. Hmm.. bin etwas irritiert ob der Begriffe „Felswand“, „beeindruckende Felskulisse“ am „Bergener“.. Liegt wohl daran, dass ich gerade erst in den Dolomiten unterwegs war. Und oberhalb von Bozen/Meran kenn ich zudem eine Armee von „stoanernen Mandln“, die die hier gezeigte „Armee“ aber sowas von.. okay okay, als leider doch überwiegend Flachlandwanderer sollte ich mich jetzt besser nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

    • Hintermstoaner rudert noch weiter zurück: in SZ heute Artikel „Wie Steinmandln zur Plage werden / Umweltschützer schlagen Alarm“! Erosion, Vegetation, gefährdete Insekten/Pflanzen/Kleintiere.. und gleich an erster Stelle genannt: die Hohe Reisch oberhalb von Bozen/Meran.. meine Güte, es gibt mittlerweile sogar Esoterikkurse und Weltmeisterschaften im Steineschichten..

  2. Interessant, dass es Felswand und Stoamandln nicht nur in den Bergen, sondern auch bei Bergen im Saarland gibt. In den Alpen gibt es die auch, nicht aber bei Alpen am Niederrhein. Dort gibt es aber immerhin einen „Bergweg“. Ob es im Saarland dementsprechend einen „Alpweg“ gibt?

  3. Mir gehen die Steineschichter auch ein ganz klein wenig auf die Nerven. Und was da alles passieren kann … Ein unvorsichtiger Tritt, und das Kunstwerk ist dahin. Aber ich sage als Kölner immer: „Jede Jeck is anders“

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