Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Nagel in Hamburg

Geschrieben am um 6:23

Heute Folge 2 meiner Reihe: In welche Gaststätte mit Stil gehe ich, wenn ich an einem Bahnhof Wartezeit habe beziehungsweise meinen Zug verpasst habe. In Folge 1 war Mannheim dran, heute Hamburg.

 

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Kürzlich hatte ich auf dem Weg von Saarbrücken nach Wismar einen 41-minütigen Zwischenstopp in der Hansestadt. (Zur Erklärung: ich hatte einen Drehtag in Wismar für den ZDF-Krimi „Soko Wismar“, mehr dazu, wenn ich Euch über den Ausstrahlungstermin informieren kann). Auf der Rückseite des Bahnhofs (also nicht die Mönckebergstraßenseite) sah ich die Restauration Nagel. Wieso habe ich diese Gaststätte nicht schon früher auf dem Schirm gehabt? Das Nagel ist ein herrliches Wirtshaus: Hohe Decken, dunkle Holzvertäfelung, leckere Biere.

 

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Ich habe hin und her überlegt. Nehme ich ein Holsten? Aber Vorsicht. Holsten knallt am dollsten. Nagel ich mir das Hausbier rein? Das Nagel-Bräu ist ein sehr malziges, schwarz-dunkles Bier. Schlussendlich entschied ich mich für ein Astra.

 

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Einige schöne Slogans von Astra:

Astra – Was dagegen?

Du bist Astra!

Ich trink arschkalt. Heiß bin ich selber!

Auch die kulinarische Auswahl im Nagel überzeugt. Hanseatische Spezialitäten wie Bayerischer Leberkäse, Eisbein und sechs Nürnberger Bratwürstl. Ich entschied mich ganz klassisch für Matjes mit Zwiebelringen, erfrischend wie ein Sprung in eiskaltes Meersalzwasser. Und das nächste Mal esse ich Labskaus. Hoffentlich wieder serviert von Günni …

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In Alsfeld am Pranger

Geschrieben am um 7:33

Anfang Juni hatte ich eine Lesung in Alsfeld in Oberhessen. Region Vogelsberg. Wunderschöne Stadt, Fachwerk, märchenhaft. Der Alsfelder und die Alsfelderin bestehen allerdings darauf, dass ihre Heimatstadt mit kurzem „A“ gesprochen wird, immerhin handelt es sich ja nicht um Aachen, Aalen oder sogar Ahlen mit langem „A“. Nein, knackig kurzes „A“, als würde die Stadt „Alzfeld“ heißen. Und wer in Alsfeld nicht Alsfelder trinkt ist selber schuld.

 

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Ich habe die letzte Lesung aus meinem Fußball-Fan-Buch vor der WM (die ja dann leider ausgefallen ist) gehabt. Sehr gutes Publikum, viele in Trikots (Frankfurt, Nürnberg, FC) und eine Journalistin des Oberhessischen zeitung war auch dabei (im Bildvordergrund), die die ganze Lesung mitgeschrieben hat.

 

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Vielleicht bekommt sie vom Verlag auch noch mein Buch „Lebenslänglich Fußball“, dann hätte sie sich das Mitschreiben sparen können. Im Eintrittspreis zur Lesung war auch eine Currywurst enthalten, die von den Service-Mitarbeitern des Marktcafés in Alsfeld serviert wurde.

 

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Da kam richtige Stadionatmosphäre auf, als alle Gäste mit Messer und Gabel ihre Stadionwurst aßen. Kurz nach der Lesung war Schicht im Schacht im Marktcafé, aber ich habe mich mit Thorsten (Wanderkindvater) und Fabian (Ex-DSDS-Kandidat) noch ins Nachtleben von Alsfeld gestürzt. An einem Mittwoch-Abend. Hui!

 

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Unsere Rettung war der Pranger. Wer noch nie am Pranger stand, kann das in Alsfeld mit kurzem „A“ nachholen. Leider haben sich Thorsten und Fabian, nachdem das Handy-Foto gemacht war, aus dem Staub gemacht. Da konnte ich selber sehen, wie ich mich aus dem Pranger-Ding befreie.

 

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Ich danke Thorsten und Fabian für den netten Abend und die Fotos…


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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