Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Das badische Wanderparkplatz-Schild – Finden Sie die 10 Unterschiede!

Wer schon mal bei meiner Lesung war oder meine Wandershow gesehen hat weiß, wie sehr ich das alte Wanderparkplatz-Schild liebe. Hier isses:

 

 

DSCF4626

 

Ich dachte immer, so ein Verkehrsschild wäre normiert. Überall identisch, in ganz Deutschland. Ich war daher sehr überrascht, als ich kürzlich in Baden eine deutlich andere Version sah. Ein Wanderparkplatzschild mit derart auffälligen Unterschieden, dass das wandernde Paar einen ganz anderen Charakter bekommt. Zunächst einmal: Die beiden gehen in die falsche Richtung: auf dem „normalen“ Schild gehen die beiden von rechts nach links, psychologisch gesprochen: Nach vorne. Auf dem badischen Schild gehen die beiden Wanderer zurück, nach Hause, befinden sich auf dem Rückzug.

 

IMG_5946

 

Weitere Unterschiede? Der Hut des Manns ist – kein Schlapphut, sondern ein spießiger Herren-Hut, eigentlich nicht für Outdoor-Abenteuer geeignet. Und was ist denn mit dem Rucksack des armen Kerls passiert? Dieses eckige Teil auf dem Rücken des badischen Wanderfreunds sieht aus wie ein Astronauten-Tornister. Auf jeden Fall kommt das Teil irgendwie sehr militärisch rüber. Hat unser Wanderfreund da einen Fallschirm drin oder womöglich einen Raketenantrieb?

Völlig wesensverändert ist die badische Wanderdame. Der Hals ist superschlank und ihren Wonderbra hat sie auch vergessen anzulegen? Oder ihr wanderoutfit ist einfach nicht so körperbetont wie die Klamotten von Fifty Five auf dem alten Schild.

Dazu keine wehenden, fliegenden Haare sondern ein strenger Dutt. Und natürlich ein längerer Rock. Unglaublich, da wandert keine scharfe Wanderbraut, sondern eher ein Frollein Marke Tante Prusseliese. Dieses badische Wanderparkplatz-Schild ist eine sehr puritanische Variante der Originals.


Ähnliche Beiträge:


5 Kommentare zu “Das badische Wanderparkplatz-Schild – Finden Sie die 10 Unterschiede!

  1. Dass die beiden nach Hause gehen ist kein Rückzug, sondern liegt einfach daran, dass es den Badenern unterm Strich daheim einfach am besten gefällt. Bestes Essen, leckerster Wein, schönste Landschaft…! Durchaus verständlich, ist ja wirklich schön da.

  2. Die Anmutung der 60er spricht dafür, dass es sich bei Tante Prusseliese auch um „Madeleine“ (Kim Novak) in Hitchcocks „Vertigo“ handeln könnte, die von „Scottie“ (James Stewart) zu einem herrlichen Aussichtsturm geleitet wird.

    • Einiges! Die Vereinsfarbenz.B.. Anmutung der 60er: Pokalsieg ’64, Meister ’66. Würde mich nicht wundern, wenn für das Schild Radenković und seine Frau Modell gestanden haben, beim Wandern „bin i Radi, bin i König“, auf den Lippen. Aber was hat das dann mit Baden zu tun? Komisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

Suche


RSS Feed abonnieren


© Copyright 2008 - 2017 Manuel Andrack.