Wander-Blog von Manuel Andrack

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Ausblick auf „Lebenslänglich Fußball“, Teil 7

Ich möchte keinesfalls die Fußballfans pathologisieren. Fan zu sein ist etwas sehr Schönes, etwas sehr Wichtiges. Für den Fan ist sein Verein eine Herzenssache, es geht um Leidenschaft und Treue. Fußball ist nicht die schönste Nebensache der Welt, es ist die schönste Hauptsache der Welt. Der Fan kann ein tolles Familienleben haben (oder auch nicht), einen Super-Job (oder auch nicht), aber sein Verein ist sein Verein. Ganz wichtig: Man ist nicht nur Fan, wenn man zu jedem Heimspiel geht, auf dem Zaun hängt, Auswärtsfahrten liebt und jeden Fan-Gesang mitgrölen kann.

Ein richtiger Fan ist (immer noch) Klaus Hofmann, der Präsident des FC Augsburg. Ein Fan als Fußballpräsident…

 

FC Augsburg, Mitarbeiter, 03.12.2014

 

Ein Auszug aus „Lebenslänglich Fußball“:

„Meine Emotionalität hat sich als Präsident überhaupt nicht verändert, ich bin genauso bescheuert wie früher. Man würde ja erstens meinen, im Alter würde man schlauer – das stimmt nicht. Man würde zweitens meinen, als Präsident würde man schlauer – das stimmt auch nicht. Es ist ein Weltuntergang, wenn wir verlieren, dann bin ich achtundvierzig Stunden nicht ansprechbar. Und der Schiedsrichter bekommt sein Fett weg. Jeder Pfiff gegen Augsburg ist schon mal per se falsch. Daran hat sich gar nichts geändert. Deshalb schaue ich mir die meisten Spiele bei uns in der Nordwand an, da fällt’s dann gar nicht auf. Es ist nicht schlau, auf die Haupttribüne zu gehen, denn da benimmt man sich anders.“

Mehr über Klaus Hofmann in „Lebenslänglich Fußball“, ein Buch nur für Fans. Ab sofort bestellbar

 

9783492305914


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3 Kommentare zu “Ausblick auf „Lebenslänglich Fußball“, Teil 7

  1. „Jeder Pfiff gegen xxx ist schon mal per se falsch“. Das ist die Essenz des Fan-Seins. Das Sein des Seins, um es mit einem Freiburger Philoschwurbler zu sagen, sozusagen. Leider ist die Welt und sind Schiris ungerecht bzw. kapieren die Wichtigkeit dieser Maxime nicht bzw. kapieren nicht, dass natürlich nur jeder Pfiff gegen den Club per se falsch ist!

  2. Ursache dafür sind die Pfiffe, die gleichermaßen „per se“, „evident“ UND „de facto“ falsch sind und damit zum Beispiel aus „ABstoß für Nürnberg“ „ANstoß für Nürnberg“ machen. Der Teufel steckt wie 1994 (Phantomtor) im Detail und verursacht mitunter Abstiege, die ganze Vereinsgeschichten neu schreiben. Im Wissen um derlei Möglichkeit ist es für Fans geradezu eine Pflicht, jeden Pfiff gegen das eigene Team prinzipiell von vorn herein abzulehnen. Es ist schließlich nur der Ausdruck von Angst um die eigene Familie!

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