Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Mein Wanderhund

Womit kann man in der medialen Öffentlichkeit immer punkten? Antwort: Kinder und Tiere. Daher ist es an der Zeit, meinen Wanderhund Luna vorzustellen…

 

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Das ist Luna, geboren im Juni 2005, Mutter Border Collie, Vater Berner Sennhund.

Wir haben den Hund im Sommer 2014 übernommen (das alte Frauchen hatte schreckliche Hundeallergie bekommen) und Luna war ein richtiger Stadthund. Zu dick, zu wenig Bewegung. Wir haben sie dann auf Diät gesetzt und ich habe sie als Wanderhund ausgebildet. Und Luna ist der perfekte Wanderhund, definitiv.

 

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Als Hütehund braucht sie nicht so viel Auslauf wie ein Jagdhund, aber sie geht sehr gerne, auch im hohen Alter. Das Entscheidende aber ist: Man kann sie problemlos ohne Leine laufen lassen. Andere Hunde, vor allem die kläffenden Exemplare, straft sie mit hoheitlicher Ignoranz. Auch andere Wanderer sind uninteressant, es sei denn, sie essen gerade ein Wurstbrot. Das ist echt äußerst angenehm, ich hätte nie Lust auf einen Hund gehabt, der andere Menschen ungefragt ansabbert, ankläfft, anspringt. Bei Luna ist die Reaktion der anderen Wanderer eher: Oh Gott, ist die süüüss, darf ich sie streicheln?

Nicht zu vergessen. Sie hört auf’s Wort: Sitz, Platz, Bei Fuß, Bleib, Fass, alles im Programm. Nur das mit dem Apportieren klappt nicht. Sie läuft zwar nach dem Stöckchen, will es aber partout nicht wieder hergeben.

 

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Außerdem ist Luna der perfekte Premiumweg-Hund. Als ob sie Wegmarkierungen lesen könnte, biegt sie immer in den richtigen Pfad ein. Auch wenn es mal einen Kilometer über einen breiteren Waldweg geht, findet sie immer zielsicher den Pfad, auf dem der Premiumweg weitergeht. Es gibt wertvolle Trüffelschweine, Luna könnte man als Premiumwegscout einsetzen: „Such den schönsten Weg, such!“

Wenn es überhaupt an Luna etwas zu meckern gibt, dann ist es die Tatsache, dass sie im Strassenverkehr doch eher unbedarft ist. Wenn es etwas zu schnuppern gibt, lässt sie sich nicht von heran rasenden Autos abhalten und läuft schnurstracks auf die Straße…

 

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Daher gilt auf dem Bürgersteig und bei einer Strassenüberquerung immer Leinenzwang. Denn Sie soll uns ja noch lange erhalten bleiben, unsere Luna. Und noch viele Wanderungen als Wanderhund genießen können.


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8 Kommentare zu “Mein Wanderhund

  1. Da kannst Du mal sehen, da war ich so fokussiert darauf, meinen Wanderhund vorzustellen, dass ich vergessen habe, den Wanderwege zu erwähnen: Wir waren auf dem Gisinger (nicht zu verwechseln mit Kiesinger und auch nicht mit Kissinger) im schönen Saargau unterwegs…

  2. Jeeetzt weiß ich auch, warum mir die grüne Wegmarkierung über der Gisingersaarschleifenmarkierung irgendwie bekannt vorkam: siehe den allerersten Andrackblogblogeintrag (25. Februar 2012)! Und im zweiten (einen Tag später – das waren noch Blogintervalle!) erfährt man auch etwas vom denkbaren Luna-Anschaffungsgrund.

  3. Schön, dass alte Blogs noch so gewürdigt werden. Aber Erstens ist der Idesbachpfad-Blog nicht der erste, sondern der zweite Blog gewesen (in der Tat gibt es ca. drei Kilometer lang Gemeinsamkeiten zwischen Idesbachpfad und Gisinger), zweitens ist Wanderkindwunsch nicht gleich Wanderhundwunsch (der Wanderhund fand eher zu uns wie die Jungfrau zum Kinde), und drittens habe ich zum Anfang NATÜRLICH in der Intervallfrequenz Gas gegeben, schließlich sollte der Blog ja auch anspringen und nicht stottern wie ein vergreister Dieselmotor…

    • Es gibt noch einen Blogeintrag vor dem 25. Februar 2012? Welche Wanderung wird da porträtiert? Die Troja-Traumschleife? Der Atlantis-Premiumweg? Der Bernsteinzimmer-Pfad? Die Area 51 – Überschreitung? Bzgl. Blogintervalle: logisch, am Anfang muss man erst mal den Choke ziehen, damit der Motor läuft. War ja außerdem Winter damals.

  4. Border Collie und Borderline liegen offenbar nicht nur phonetisch nah beieinander (Wikipedia: „Bei dieser Störung sind bestimmte Vorgänge in den Bereichen Gefühle, Denken und Handeln beeinträchtigt. Dies wirkt sich durch „negative“ und teilweise paradox wirkende Verhaltensweisen in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie gegenüber sich selbst aus“): Auch die zwei B. Collies, die ich kenne, wollen das Stöckchen gleichzeitig geworfen haben und behalten. Paradox. Einer ist sogar – obwohl Top-Hütehund – unfähig (oder unwillig), das Stöckchen zu apportieren, so dass man zu ihm wandern muss, bevor es weitergeht. Ich habe den Verdacht, dass das Teil des Spiels ist, weil diese BCs sind ja nicht nur totaal süüüß, sondern auch höggschd intelligent!!!

    • Super Idee, quasi 3D-Computerspiel: Man tappt in einen Haufen Sch…, landet auf einem Premiumweg, lässt sich auf einer Bank
      nieder, berührt eingeritzte Vereinslogos und sitzt – schwupps – im VIP-Bereich! Wanderblog 2.0, ick hör dir trapsen!

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