Wander-Blog von Manuel Andrack

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Bombige Wanderfundstücke, von denen man sich mal eine Scheibe abschneiden könnte, oder um die man einen Haken schlagen sollte – sowie ein Dings

Gerade wenn bei einer Gruppenwanderung die Stimmung bombig ist, sollte man sich daran erinnern, dass es mal Zeiten gab (vor allem nach dem letzten Weltkrieg), an dem jeder Schritt im Wald ein gewisses Restrisiko beinhaltete.

 

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Diese amerikanische Fliegerbombe traf ich …, nein Quatsch, noch mal. Diese amerikanische Fliegerbombe sah ich bei einer Wanderung oberhalb der Sauer in Luxemburg. Wenn solche Bomben normalerweise in den Medien auftauchen, dann werden zumeist ganze Stadtviertel evakuiert. Hoffen wir mal, dass die luxemburgischen Bombenentschärfer auch ihr Geschäft verstehen, und das Ding am Wanderrastplatz nicht noch scharf ist…

 

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… scharf wie diese Brotschneidemaschine am Neanderlandsteig zwischen Velbert-Nierenhof und Nordrath. Was soll dieses Gesamtkunstwerk dem Wanderfreund sagen? Schärfe Deine Sinne? Von diesem Wanderweg kann man sich mal ’ne Scheibe abschneiden? Darf’s ein bißchen mehr sein?

Letztes Jahr war es die Weltneuheit, 2015 ist das Ding schon ein wenig abgehangen (sorry für den schwachen Kalauer). Die Rede ist vom „Hiking Hook“, dem Cousin von Captain Hook von der Jolly Roger.

 

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Diesen Wanderhaken soll, kann, muss man mit einem Band an einen x-beliebigen Baum binden, dann kann man seinen Rucksack oder eine Jacke bequem aufhängen. Eher etwas für ordentliche Leute, die ihren Kram auch daheim nicht einfach auf den Fußboden pfeffern. Und dann habe ich noch ein Fundstück, das mir Kai-Uwe, ein in der Schweiz lebender Exil-Saarländer (was es alles gibt!) geschickt hat…

 

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Kai Uwe hat das Dings auf einem Schweizer Flohmarkt erstanden, ganz genau konnte ihm der Verkäufer auch nicht sagen, wie dieses Dings funktioniert, angeblich sei es aber ein Entfernungs-Messgerät für Wanderer. Nun fragt sich Kai-Uwe, und ich frage mich das auch: Aus welchem Jahrhundert ist dieses Dings, wer war der Hersteller, wie benutzt man es genau und vor allem: Warum gehen auf dem großen Rad die Zahlen nur bis 18? Ist das ein Messgerät nur für Wanderer bis zum Erreichen der Volljährigkeit? Oder nur für Touren bis 18 Kilometer? Ich bitte Euch, helft Kai-Uwe und mir: Sachdienliche Hinweise nimmt das Aktenzeichen XY, die örtlichen Polizeidienststellen sowie die Kommentarleiste dieses Blogs entgegen.


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7 Kommentare zu “Bombige Wanderfundstücke, von denen man sich mal eine Scheibe abschneiden könnte, oder um die man einen Haken schlagen sollte – sowie ein Dings

  1. Bilde mir ein, das Dings von Kai Uwe schon mal gesehen zu.. nee.. nochmal: Bilde mir ein, dieses Messgerät, das Kai Uwe Dir geschickt hat, schon mal bei „Dings vom Dach“ gesehen zu haben. Also vielleicht einfach bei Sven Lorig nachfragen? Kurvimeter, Planimeter, Kartographie etc. scheinen die richtigen Stichworte zu sein. Und dann aber stellt sich heraus, dass es früher zur Gürtelherstellung verwendet wurde oder in der sowjetischen Raumfahrt, in der Tiermedizin, Floristik, ..

  2. Ich schätze jetzt einfach mal: das kleinere (Doppel-) Rädchen bildet reale Zentimeter ab und man fährt mit ihm über eine Karte entlang. Das große Rädchen steht für Kilometer. Das Zahnrädchen wiederum verhindert ein ergebnisverfälschendes Weiterdrehen des Rädchens beim Absetzen von der Karte. Wenn das kleine Rädchen eine volle Umdrehung rum hat, ist das große bei „Kilometer 1“. Es ginge demnach zunächst mal um 1:10.000er-Karten. Womöglich Stadtpläne. Da geht man selten mehr als 18km ab, erst recht nicht in den doch eher kleinen Schweizer Städten und allererstrecht nicht in deren historischer Zeit (in der SÄCHSISCHEN Schweiz scheint es hingegen auch viele 1:10.000er-Karten zu geben). Ohne weitere Informationen: vorerst mit Latein am Ende.

  3. Das Einzige, was mir dazu einfällt ist: Wandern und Technik sind irgendwie nicht kompatibel. Vielleicht kann man mit dem Gerät einen Hasen erschlagen oder Pilze sammeln, aber Entfernungen messen – da ist das vom Hintermstoaner seinerzeit empfohlene Plastiklineal in Verbindung mit Karten wesentlich praktikabler, um nicht zu sagen „bombig“!

    • DURCHSICHTIGES Plastiklineal! Damit man immer im Blick hat, wenn der Wanderweg nach Süden abbiegt. Noch besser: Geodreieck. Bei starkem Mäandern muss man das Lineal dann nicht so stark verdrehen. Allerdings nur, wenn die Karte nicht wellig aufliegt, sonst droht man mit den spitzen Winkeln Löcher hinein zu reißen. (einen Maulwurf ausgraben kann man mit dem Dings bestimmt auch ganz gut)

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