Wander-Blog von Manuel Andrack

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Neues vom Rennsteig – Fußwanderer und Servicestation

Ab und an sollte man der tradionsreichsten Wanderstrecke Deutschlands einen Besuch abstatten, denn man kann immer wieder erstaunliche Sachen lernen.

 

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Zum Beispiel bin ich den Rennsteig noch nie im Winter gewandert. Äh, ich bin auch dieses Jahr den Rennsteig nicht im Winter gewandert, es war schon Frühling, der 1. April. Und dieser Wandertag zwischen Neustadt am Rennsteig und Eisfeld brachte alle meteorolgischen Aprilscherze, die man sich wünschen kann: Schneetreiben, Gewitter, Hagelschauer, Sonne: Herrlich!

Und wenn man sich auf dem Rennsteig an die Regeln hält, kann Alles soooo einfach sein:

 

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Die Fußwanderer, so, so. Wie wandern denn die anderen? Mit den Händen? Mit dem Kopf? Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass ich mich in Zukunft korrekter vorstelle, wenn ich meine berufliche Tätigkeit beschreibe: „Ich bin Wanderer, Fußwanderer, wenn sie verstehen was ich meinen“ Auch meine Show werde ich umbenennen in „Andracks Kleine Fußwandershow“, damit bloß keine Mißverständnisse aufkommen. Auch Fußwanderstäbe, Fußwanderschuhe und Fußwandervereine werden ganz groß in Mode kommen, da bin ich mir sicher.

Der totale Klopper am Rennsteig ist allerdings die „Servicestation für Wanderer“…

 

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Da haben die mitten im Wald eine Steckdose für die Wanderer aufgehangen. Sehr feiner Service. Oder der größte Schwachsinn im Wanderuniversum? Denn – wozu soll das gut sein? Lade ich da mein Handy auf? Dauert ja nur ein paar Stunden. Oder kann ich da meine E-Wander-Gitarre einstöpseln und die Wanderfreunde mit einer gerockten Version von „Frühtau im Berge“ überraschen? Oder kann ich mir mit einem Outdoor-Fön die Haare schön machen? So ganz habe ich die Servicestation wie gesagt noch nicht kapiert, aber ein toller Service ist es auf jeden Fall.


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5 Kommentare zu “Neues vom Rennsteig – Fußwanderer und Servicestation

  1. „Fußwanderer“ am „Rennsteig“.. an diesem Ferngehweg verwirrt echt so manches. Warum z.B. ist schon an dessen Beginn an der Werra, am „Tor zum Rennsteig“ ein 1A-Wanderschuhpaar an einen Pfosten genagelt? Soll man das sinnbildlich verstehen und erst mal seine Wanderschuhe an den Nagel hängen, bevor anschließend der Thüringer Wald durchquert wird? Oder haben hier etwa Mountainbikewanderer die Wanderschuhe quasi gekreuzigt? In Art einer rituellen Yamaha-Hinrichtung, wie sie so mancher Harley-Club bisweilen veranstaltet? Naja, wenigstens die Spaziergänger brauchen sich mit all diesen verstörenden Rennsteig-Mysterien nicht auseinandersetzen.

  2. Vielleicht ist die Anschlussleitung der Dose auch nur Fake und endet kontaktlos im schönen Erdreich. Der Smartphone-ladende Ohne-Aufzusehen-Wanderer wird so zu einer Nachdenkpause bewegt. Danach läuft er dann geläutert und mit gänzlich leerem Akku (endlich) mit aufrechtem Haupt weiter und sieht was von der Natur.

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