Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Das Nationalparktor ist erstklassig

Geschrieben am um 7:35

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Dieses Banner sah ich zuletzt im Zentrum von Paderborn, der einzigen Stadt in NRW (außer Blankenheim, aber ist das eine Stadt???), in der ein weltbekannter Fluß entspringt: Die Pader. 4,4 Kilometer „lang“, Zufluss der Lippe. (Warum eigentlich heißt Blankenheim nicht Ahrborn? – Klares Versagen der Stadt-Marketing-Abteilung).

Aber ich wollte auf was ganz anderes raus. Liebe Paderborner, dieses Banner, das ihr im Stadtzentrum angebracht habt, ist das wirklich so schlau? Zum einen geht doch ruckizucki die Frauenministerin Scheswig auf die Barrikaden, wenn ihr die Frauenquote nicht erfüllt. Denn: Was heißt hier „Auf gehts JUNGS“? Was ist denn bitte schön mit den Mädels/Mädchen/Girls von Paderborn? Gelten die etwa nichts, sind die im kreuzkatholischen Paderborn am Herd festgekettet? Da würde ich mal gleichberechtigungsmäßig aufpassen, liebe Paderborner.

Und diese Internetadresse, liebe Paderborner, ist die nicht total gefährlich? Was wäre denn, also, ist natürlich toootal unwahrscheinlich, aber nur mal angenommen, zu den bisherigen 24 Punkten kämen bis zum 34. Spieltag nicht mehr allzuviele dazu. Beantragt ihr dann eine neue URL? www.paderborn-ist-zweitklassig.de? Oder www.paderborn-ist-leider-abgestiegen.de? Oder paderborn-weint.de???

Bleiben wir beim Thema Fußball. Auf dem Eifelsteig bei Monschau sah ich kürzlich dieses Tor:
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Zu Eurer Beruhigung: Das ist nicht das Nationalpark-Tor, das richtige Nationalpark-Tor ist eher eine Ausstellungshalle, also quasi „Tor“ eher im übertragenen Sinne, nicht so was zum Durchgehen. Im eigentlichen Nationalparktor ist eine Dauerausstellung untergebracht zu Flora und Fauna der Eifel, alles sehr sehr modern-didaktisch-pädagogisch perfekt inszeniert. So kann man eine Fuchszunge und Fuchszähne befühlen.

 

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Trotzdem gibt es eben „Am Nationalpark-Tor“ ein regelrechtes Tor. Eben das Tor mit der Aufschrift: „Am Nationalpark-Tor“. Das Tor ist derart hoch, dass ich es bei Spielen des 1.FC Köln gerne dem gegnerischen Torwart zur Verfügung stellen würde. Und für Poldi wäre so ein Tor auch eine schöne Sache – dann würde er bestimmt bei jedem fünften Schußversuch netzen…



Eine militaristische Spurensuche auf unseren heimischen Wanderwegen

Geschrieben am um 6:01

Es ist todtraurig. 100 Jahre nach dem Ersten und 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem man lange Jahre kriegerische Konflikte auf europäischem Boden nahezu ausgeschlossen hatte, ist es nun doch seit letztem Jahr so, dass ein veritabler Krieg in der Ostukraine stattfindet. Aber nicht nur dort, nein, auch auf unseren schönen deutschen Wanderwegen beobachte ich eine zunehmende Militarisierung. Ich war geradezu geschockt, als ich auf dem Premiumweg „Nette Seen“ am Niederrhein diesen Menschen im Kampfanzug sah:

 

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Dieser Militarist war bewaffnet mit einem Zwischending aus Kalaschnikow und Fernrohr. Ich war beunruhigt. War das ein holländischer Separatist, der die Gegend um Mönchengladbach wieder dem niederländischen Reich einverleiben will? Nicht dass es schade drum wäre, aber immerhin dürfte dann der in MG ansässige Fußballverein nicht mehr gegen den 1. FC Köln und den SC Paderborn antreten, sondern müsste sich mit Zwolle und Deventer herumschlagen. Und natürlich mit Ajax Amsterdam. Alles nur Gedankenspiele, hoffen wir mal, dass die Maas-Schwalm-Nette-Region nicht zur Krim Nordrhein-Westfalens wird.

Der Niederrhein, eine militarisierte Sonderzone, ein Einzelfall? Weit gefehlt. Der Neanderlandsteig im Kreis Mettmann mutiert immer mehr zum Vietnam des Rheinlands.

 

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Mir war gar nicht klar, dass die Abtsküche, ein Teich im Norden von Heiligenhaus, zum Aufmarschgebiet der US-Flotte gehört. Ein internationales Krisengebiet scheint das zu sein, wenn dort schon die US-Marines rumschippern. Sehr lässig schippern die da herum, das muss man schon sagen. Hoffentlich hat Putin das noch nicht mitgekriegt, sonst schickt der direkt die Schwarzmeerflotte nach Heiligenhaus.

Bei so viel Aufrüstung, bei so Militär, da liegt es naturgemäß nahe, auch die Sanitätskompanien aufzurüsten. Denn wo Schwerverwundete zu erwarten sind, da muss man eben präpariert sein. Einen „Sanni“ („Sanni“ ist nicht zu verwechseln, mit „Sahni“, das war der erste Bassist von „Die Ärzte“) der Truppe sah ich letztes Jahr bei einer Wanderung im Sauerland.

 

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Was der an Medikamenten alles mitgeschleppt hat! Das langte ja locker für die medizinische Versorgung in zehn Präventivkriegen. Ich kann Euch aber versichern, an der sauerländischen Front bei Sundern ist alle ruhig beblieben, der „Sanni“ wurde nicht benötigt. Nichts Neues im Westen. Gott sei Dank.



Bergische 100!

Geschrieben am um 8:57

Seit kurzem bin ich Markenbotschafter (tolles Wort, oder? Hört sich doch besser an als „der Andrack macht jetzt Werbung für XY”) ich bin also Markenbotschafter für die „Bergische 100“. Auf der Internetpräsenz der Aktion kann man sich genau informieren, worum es geht. Brauche ich also nicht noch mal alles zu referieren.

Um was es bei der „Bergischen 100“ geht, erschliesst sich auch sofort, wenn Ihr Euch die Bilder (Slideshow heißt das im Internet-Relativ-Neu-Sprech) auf der Homepage der „Bergischen 100“ anschaut. Bild 1:

 

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Die Botschaft ist klar: Die 100 Kilometer der „Bergischen 100“ auf einen Streich zu erwandern, ist sozusagen kinderleicht. Erst bei Kilometer 96 oder 97 werden die geschätzt 12jährige Tochter und der 8jährige Sohn anfangen zu maulen: „Wie weit ist es denn noch? Ich habe Hunger, Durst, meine Beine tun weh…“ Aber ab Kilometer ist es gar nicht mehr soweit. Und die Notverpflegung läuft ja an der Leine mit…

Oder haben die „Bergische 100“ eine ganz andere Bedeutung? Schauen wir uns mal Bild Nummer Zwei an:

 

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Die vier jungen, super-hippen Menschen auf diesem Bild scheinen auf den ersten Blick noch zu überlegen, ob sie überhaupt loslaufen sollen. „Da könnten ja unsere super-schicken Wollmützen, gehäkelt aus hautfreundlichem BIO-Alpaca, verrutschen“, sagen die beiden weiblichen Super-Models. „Und wer ist das überhaupt, dieser Typ, der ‚Wandern‘ heißt?“ Aber der Zeige-Mann rechts mit dem Alm-Öhi-Gedächtnis-Bart antwortet geduldig: „Keine Hektik, liebe Schnecken, wir müssen uns bei dieser Aktion keinen Meter vorwärts bewegen. Da wir alle zusammen genau 100 Jahre alt sind, erfüllen wir alle Bedingungen der „Bergischen 100″. Sozusagen aus dem Stand.“

Am realistischsten stellt Bild Nummer Vier (Bild Nummer Drei zeigt nur olle, miefige Wanderschuhe) die Herausforderungen der „Bergischen 100“:

 

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Denn auf diesem Foto wird klar, worum es geht. Man wandert und wandert und wandert, aber es gibt nur Hinweisschilder mit einer 100 darauf, also hat man immer wieder 100 Kilometer vor sich. Sysiphos-Wandern Hilfsbegriff. Ich freue mich drauf…


Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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