Wander-Blog von Manuel Andrack

Die besten Wander-Storys der Welt




Grexit oder nicht Grexit, das ist doch die Frage

Geschrieben am um 7:53

Nun hat man sich “geeinigt” innnerhalb der EU. Aber man wird weiterhin auf alles gefasst sein müsen in Bezug auf Griechenland und seiner neuen Regierung. Was die für tolle Ideen haben, das ist schon erstaunlich! Da merkt man deutlich, dass viele großartige Philosophen früher mal in der Gegend von Athen gewohnt haben. Griechenland gab es in der Antike ja noch nicht. (Man muss zugeben, die deutschen Philosophen waren den Kollegen aus Athen zumindest fußballerisch knapp wegen eines Abseitstores unterlegen, siehe Monty Python).

Ich muss mich aber sehr wundern, dass es den anderen Staaten der EU erst jetzt aufgeht, dass der eine oder andere Grieche eher zur Reformunfähigkeit neigt. Ja was habt ihr denn gedacht? Nehmt doch nur mal die griechische Sprache, das ganze Alphabet sieht ja aus wie eine komplizierte mathematische Gleichung, das kapieren doch nur noch eine Handvoll Altphilologen. Dieses Alphabet hätte man doch schon mal längst reformieren müssen, finde ich.

 

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Letztes Jahr bin ich in Griechenland gewandert. Und da stand ich im Wald vor einem großen Hinweisschild, dass mich durch die Gegend lotsen wollte und sollte. Den Inhalt des Schilds habe ich genauso wenig verstanden wie Schäuble die Vorschläge des griechischen Finanzministers Souflakis versteht.

„3.30“ und „5.30“, das habe ich noch lesen können. Und was sollte das heißen? War das die Wegemaut in Euro? Oder in Drachmen? Waren das die Uhrzeiten, zu denen der Grieche an und für sich gerne Siesta macht? Oder sind „3.30“ und „5.30“ geheime Botschaften, ist es einfach so, dass Griechenland entweder am 30. März oder am 30. Mai aus der Eurozone ausscheidet? Wer kann das schon wissen?

 

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Ich wanderte auf jeden Fall auf einer Art Troikaweg. Es könnte aber auch der Deutschland-Weg gewesen sein. Auf jeden Fall hat man passenderweise auf griechischer Seite ein rotes Tuch als Wegmarkierung ausgesucht. Sehr symbolisch.

Die Rettung kam dann aber beim Belohnungsbier. Endlich Klarheit, endlich habe ich alles verstanden. Fix-Bier, ein Gerstensaft wie eine ganze Nation. Fix gebraut, fix getrunken, fixer Grexit. Bezahlt habe ich noch mit Euro.

 

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DAS ÜBERAUS BELIEBTE ULTIMATIVE ANDRACKBLOG-QUIZ!

Geschrieben am um 7:04

Heute mal wieder das überaus beliebte andrackblog-Quiz. Ob das Quiz wirklich bei Euch beliebt ist, kann ich gar nicht sagen, bei mir selber ist es extrem beliebt, da ich mir zu Fotos, die beim besten Willen in gar keinen Zusammenhang zu bringen sind, noch etwas aus den Fingern saugen kann.

Aber Achtung: Manchmal sind alle Lösungen richtig, manchmal auch keine, manchmal nur eine, manchmal zwei Lösungen. Hört sich kompliziert an? Ist es auch!

Und schon geht es los, was sehen wir hier?

 

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  1. Couchsurfer Horst hat sich verfahren.
  2. Die Beach Boys haben umgesattelt: Wandern statt Surfen.
  3. Mathilde hat ihr Bügelbrett, das noch ein Produkt der VEB Glätten & Bügel aus Chemnitz war, verbotenerweise in einem Tümpel am Hönnetal entsorgt.

Was sehen wir hier?

 

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Markierung für eine Autostraße, die zu einer Praxis für Fußpflege führt

  1. Markierung für einen Weg, auf dem man selbst, quasi autosuggestiv, zu Fuß gehen kann.
  2. Markierung für eine Straße, auf der auch mal ein Auto wandern kann.

 

Und was sehen wir hier?

 

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  1. Den Schneewittchenweg von Mössingen (klar, wegen der Apfelsymbolik!)
  2. Den Paradiesweg von Mössingen (klar, wegen der Apfelsymbolik!)
  3. Den Dreifürstensteig von Mössingen (klar, wegen der Apfelsymbolik! – äh, warum eigentlich?). Denn der Dreifürstensteig von Mössingen, das ist ein Premiumweg, der im Logo nicht etwa drei Fürsten oder meinetwegen drei Kronen führt, sondern einen Apfel. Muss man wohl nicht verstehen.


Wanderhüttenschock, über’s Wasser gehen und unter’m Wasser stehen

Geschrieben am um 6:29

Was war der größte Aufreger des noch jungen Jahres? Natürlich diese Meldung:

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Verdammter Mindestlohn! Als ich das las, wurde ich so wütend, Wutbürger sozusagen, dass ich fast ausgewandert wäre. Aber dann habe ich eine Protestbewegung gegründet: Wanderhüttenfans gegen die Unterhopfung des Abendlands, kurz WANGUDA. Kommt alle mit und protestiert! Das Gute: Die Protestmärsche sind dezentral, jeder kann jederzeit überall alleine oder mit Gleichgesinnten losmarschieren.

Losmarschieren für WUNGUDA ist super, aber was ist der geignete Wanderwegeuntergrund für die Protestmärsche? Erde ist dasjenige der vier Elemente, das am Besten für das Wandern geeignet ist. Eindeutig. Allerdings ist auch Wasser in der Religionsgeschichte schon mal als Weguntergrund genutzt worden. Da muss man nur mal im Neuen Testament nachschlagen. Aber – um mit Eckart von Hirschhausen zu sprechen – es durchaus möglich, über Wasser zu gehen, alles nur ein Frage des Aggregatszustands. Gerade bei den derzeitigen Temperaturen ist Übers-Wasser-Gehen quasi ein Kinderspiel.

Allerdings haben immer wieder berühmte Wanderer versucht, über Wasser zu gehen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Wandermagazin-Chefredakteur Michael Sänger an einem lauschigen Waldweiher im Siegerland die Oberflächenspannung von H2O getestet hat.

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Hat nicht so ganz geklappt, aber seine qualitativ hochwertig vearbeiteten, zwiefach genähten Wanderschuhe haben – angeblich – keinen Tropfen an Socke und Fuss durchdringen lassen.

Aber am schönsten ist Wasser immer noch, wenn man selber auf festem Boden steht, und das Wasser die Zierde eines schönen Wandertages ist. Wandern an Bächen, an Flüssen, an Seen, oder an Wasserfällen wie in Bad Urach lassen jedes Wandererherz höher schlagen. Das Über-Wasser-Gehen überlasse ich anderen, ich stehe mehr auf unter-dem-Wasser-stehen, ich bin halt ein Warmduscher.

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Aber was befindet sich oberhalb des Wasserfalls von Bad Urach? Ein Waldkiosk, der wahrscheinlich auch bald Probleme mit dem Mindestlohn bekommt. Obwohl, Bad Urach liegt ja in Baden-Württemberg, dort gilt schon seit Jahren ein Mindestlohn von 18,50 €. Keine Chance also für WANGUDA-Märsche in Bad Urach.



Der fünfte Männerwandergeburtstag von Markus

Geschrieben am um 21:35

Wahre Perlen in meinem Wanderleben sind immer wieder die Männerwandergeburtstage meines besten Freundes Markus, den ich seit über 30 Jahre kenne und schätze. Die Idee ist: Nur Männer dürfen mitwandern, nur Männer trinken und unterhalten sich über die wesentlichen Dinge des Lebens: FC, FC, FC! Allerdings findet diese wunderbare Wander-Party nur alle zwei Jahre statt.

Dieses Jahr ging es Ende Januar in Rösrath-Stümpen los und schon nach wenigen Meter sichtete ich den Tourbus eines Stümper in Stümpen, das Tourvehikel des guten alten Willi Herren.

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Man weiß nicht, ob der Willi auf dem Foto boxt, sich einfach freut und ob er tatsächlich Geld für dieses T-Shirt ausgegeben hat. Hauptsache, er ist nicht mitgewandert. Nach einem Kilometer gab es schon die erste Rast. Hier ein Fotodokument der Spezereien:

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Das Picknick hatte Markus ganz toll vorbereitet, aber ehrlich gesagt lässt er nach. Beim letzten Männerwandergeburtstag an der Wupper sah das Buffet noch so aus:

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Tja, Schlaraffenland Hilfsbegriff, selbstgemachte Frikadellen und selbstgemachte BIO-Putenschnitzel am Zahnstocher. Das hat richtig gerockt, damals an der Wupper. Was ist das aktuelle Problem Markus, hatten die Hausangestellten frei? Ist der Mindestlohn schuld? Wenn das so weitergeht, gibt es beim nächsten Wandergeburtstag nur Krümel vom Baguette. Und Schnaps natürlich.

Sehr schön war aber die Einkehr in Altenrath an der Wahner Heide, die Stammkneipe der Dorfhühner. Die Hühner waren aber nicht anwesend, wahrscheinlich mussten sie zeitgleich Eier legen.

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Dann haben wir natürlich noch ein Gruppenfoto gemacht, denn es gab einen Teilnehmerrekord. Noch nie sind so viele Männer bei Markus mitgemännerwandert. Markus (2. von links) war so begeistert vom Männerwanderrekord, dass er angefangen hat, “Männer” von Grönemeyer zu singen. Ich habe mich vorsichtshalber als einziger nicht auf die Brücke gestellt. Man weiß ja nie, ich will ja auch noch den sechsten Männerwandergeburtstag von Markus erleben…

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Wer glaubt, Wandern ist fade und die Vorstufe zur Rollator-Rallye, muss diesen Blog lesen und wird staunen. Ob Kurioses am Wegesrand, schräge Hinweistafeln, Lebensgefahr am Wanderweg, skurile Wandervögel, betreutes Trinken am Steig, gigantische Aussichten oder extreme Herausforderungen im deutschen Mittelgebirge – bei andrackblog.de gibt es alles über das Thema Wandern. Jede Woche neu, (relativ) aktuell. Die besten Wander-Storys der Welt eben.

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