Wander-Blog von Manuel Andrack

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Neanderlandsteig

Meine Damen und Herren, ich habe die Ehre, Ihnen heute, weltexklusiv sozusagen, einen brandneuen Wanderweg im Herzen von Nordrhein-Westfalen vorzustellen: Den Neanderlandsteig im Kreis Mettmann. Ich hatte ehrlich gesagt den Kreis Mettmann nie wirklich als Wanderdestination auf dem Schirm gehabt. Eine Landschaft zwischen Düsseldorf, Essen, Wuppertal und Leverkusen, dicht besiedelt, viele Verkehrswege, da soll man wandern können? Um es vorweg zu nehmen, man kann es, durchaus.

 

Der Neanderlandsteig wird in drei Etappen eröffnet werden, 2014 ist das Ding dann ein runde Sache. Für den 7. Oktober 2012 ist die Eröffnung der ersten fünf Etappen von Gruiten nach Velbert geplant – und ich kann versprechen, dass der Eröffnungstermin wesentlich verlässlicher als der Starttermin des neuen Berliner Flughafens ist.

Jetzt erst mal zum Namen des Weges: Neanderlandsteig. Natürlich war der Neandertaler nicht im gesamten Kreis Mettmann unterwegs. Aber jedes Kind braucht einen Namen, und Neanderlandsteig ist nun mal griffiger als Der-Kreis-Mettmann-mit-Anbindung-an-Wülfrath-Velbert-Monheim-Langenfeld-Gruiten-Ratingen-Steig. Der Steig wird allerdings nicht am Neandertalmuseum vorbei führen, weil es dort nur fiese Asphaltwege gibt. Aber es gibt ja auch nicht nur Knochen im Neandertal, sondern auch Pfaue.

Einkehrmöglichkeiten (zu diesem Thema im Übrigen mein nächster Blog) gibt es natürlich auch. In Düssel (nicht …dorf, sondern einfach Düssel, ohne …dorf) in Düssel also aß ich einen hervorragenden Pillekoken. Der Riesenreibekuchen war genauso schmackhaft wie der Name großartig ist. PILLEKOKEN ROCKT!!!

Und dann fand ich sie, die magische, die einzige, die unglaubliche Quelle der Düssel, ein Fluss, der einem ganzen Dorf seinen Namen gab. Das soll jetzt hier echt nicht auf ein Düsseldorf-Bashing hinauslaufen, aus dem Alter bin ich echt raus, aber dass die Quelle der Düssel gewisse – äh – Öffnungszeiten hat, ist doch ziemlich lustig.

 

Ich kann nur sagen, auf dem Neanderlandsteig wird es jede Menge zu entdecken geben, lasst Euch überraschen…

 


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11 Kommentare zu “Neanderlandsteig

  1. Ja, da hat er Recht, – man kann es durchaus, aber erst ab dem 14. Oktober 2012.

    7 !!! Tage Verzögerung, keine Kostensteigerung -den Vergleich finde ich gut!

    Zur Namensgebung: da fehlt doch wohl ein ….“nur“ ….

    Der Neanderthaler war, das ist gewiss, sehr emsig!
    Die weißen Flecken auf der noch nicht vorhandenen Landkarte,
    da wo heute der Dom in der großartigen Stadt steht,
    da wo das vierarmige Mündungsdelta der Düssel viel später einem Dorf seinen Namen als künftige Landeshauptstadt gab, und noch viel viel weiter, da hat er die Grundlagen für das Heute geschaffen.

    Die fiesen Asphaltwege, die stammen aber nicht von ihm!
    Seine Pfade sind auch heute noch zu entdecken!
    Manche allerdings, das ist den vielen Besuchern geschuldet,etwas breiter und gut befestigt, stellenweise auch asphaltiert —
    aber eben nicht zertifizierbar im Sinn eines Qualitätsweges oder gar

    Aber, und das find ich toll, die zusätzlichen Entdeckerschleifen machen all diese Highlights erwanderbar und erlebbar.

    Ansonsten, ich freu mich drauf!
    Endlich, für mehr als 30 Millionen Bürger ein klasse Wandersteig, so zu sagen direkt vor der Haustüre.

  2. Ach ich freu mich. Bin ich doch bisher immer weit bis nach Koblenz und Mayen gefahren um zu wandern. Und nun das! Der Nenaderlandsteig kommt.
    Ich bin gespannt.

    Vielleicht auf ein Wiedersehen auf einer Wanderbank.

  3. Auf den Steig bin ich gespannt! Grinsen musste ich allerdings, dass Sie just meine Haupt-Wanderregion nicht auf dem Wander-Schirm hatten, war es doch v.a. eine große Rundtour D-E-HA-EN-RS-SG-D rund um W (14 Etappen von je 2:36 bis 5:00 h, ca. 244 km), die mir (zugezogener Franke) die Augen für die Reichhaltigkeit der NRW-Landschaften erst geöffnet hat! Ein gewisses Faible für gelegentliche Gewerbegebiets-Durchquerungen und die zahlreichen Möglichkeiten, Autobahn-Unter- bzw. -Überquerungen zu gestalten ist freilich hilfreich (allein z.B. der Kontrast Schwarzbachtal-ME itself – herrlich)! Zur Düssel-Quelle muss ich auch mal, die sieht lustig aus. Die kaum kaschierte Häme eines frustrierten Fans aus der Stadt mit der großen Kirche sehe ich sehr gelassen – Kopf hoch, sogar die alte Skandalnudel FCN ist inzwischen seriöser Erstligist geworden, das wird schon (irgendwann)

  4. Nachtrag (leider notwendig): Neugierig geworden, bin ich heute von Neviges zur Quelle gedackelt und musste feststellen: Da ist gar kein lustiges Schild!!! Hat Andrack etwa eine Potemkinsche Quelle errichtet? Deuten die Nagellöcher am Schuppen gegenüber gar auf Diebstahl hin? Oder war es dem Bauern einfach nur ein wenig peinlich? Whatever: auch ohne offiziellen Steig gibt es in dem Bereich schon echt schöne Pfade und Wege. Die Einkehr im gemütlichen Biergarten der Aprather Mühle war dann ein feines Schmankerl zum Abschluss (mit guter S-Bahn-Anbindung). Also besten Dank für die Anregung!

  5. Man merkt, dass Andrack das Gebiet Neandertal überhaupt nicht kennt. Wunderbare Wanderwege führen direkt zum Museum und nicht wie beschrieben über Asphaltwege.

    „Frisch auf“ ein Wanderfreund vom SGV-Abt. Erkrath-Haan

  6. Manuel Andrack hat „den Kreis Mettmann nie wirklich als Wanderdestination auf dem Schirm gehabt. Eine Landschaft zwischen Düsseldorf, Essen, Wuppertal und Leverkusen, dicht besiedelt, viele Verkehrswege, da soll man wandern können?“
    Dabei hätte er sich durchaus schon vorher informieren können, dass es dort weit mehr als nur EINEN Wanderweg gibt. Dazu hätte er nur mal hierhin schauen müssen: http://www.wandalus.de

  7. Hallo Herr Andrack, ich würde meiner Pflegetochter zu ihrem
    Geburtstag im Juni (30) wenn möglich eine Rucksackwanderung
    mit Ihnen schenken. Max. 3-4 Tage.Ich würde natürlich mitgehen.
    Bin selber vom 22.3.-01.04. beim pilgern in der Toskana.
    Via Francigena von San Gimignano bis Radicofani wenn wir es schaffen.
    Herzliche Wandergrüße aus dem schönen Bayernland Hilde Erhard

  8. Hallo Manuel,
    schön, dass du dich jetzt auch vor unserer Haustür als aktiver Wanderer betätigst. Der Neanderland-Steig ist für mich ja noch näher, als der Eifelsteig. Nimm deinen alten Patenonkel doch mal auf eine Etappe mit.
    Liebe Grüße aus Düsseldorf.
    Rolf Andrack

    • Hallo Rolf,
      durch Zufall entdeckt, beim Stöbern in den vielen Wanderseiten Deines Neffen habe ich mich gefreut, Dir (vage) zu begegnen. Nun nehme´ich einfach die Gelegenheit wahr, Dir einen Gruß vom Kaiserstuhl zu senden. Vielleieieicht erinnerst Du Dich noch.
      Ich wünsch´ Dir frohe Ostern,
      Günter
      (in den ersten Schuljahren auch „Butza“)

  9. Die Eröffnungstour am 23. Juni war super!!! Danke an Manuel, der sogar an seinem Geburtstag dabei war. Mindestens 400 Mitwanderer waren begeistert.

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