Wander-Blog von Manuel Andrack

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Klein aber oho – Der Druidenpfad

Letzten Sonntag war ich auf dem Druidenpfad unterwegs. In der Nähe von Niedaltdorf in Westen des Saarlands. Im westlichsten Westen des Saarlands. Das heißt, die Hälfte des Wegs verläuft direkt an der französischen Grenze. Daher kann man auch immer wieder Grenzsteine erkennen, die 1830 in wilden Zeiten der Revolution errichtet wurden. Zweimal haben seitdem unsere deutschen Vorfahren diese Grenze sehr gewaltsam  verschoben. Genutzt hat es gar nix, jetzt ist die Grenze wieder dort, wo sie eben auch 1830 stand.

 

 

Wer die Gelegenheit hat, sollte möglichst noch im März den Druidenpfad wandern. Zur Zeit finden sich dort die herrlichsten Bärlauch-Felder. Das wäre etwas für den Druiden Miraculix gewesen. Wir haben daheim sofort einen tödlich leckeren Bärlauchquark als Zaubertrank-Ersatz angerichtet. Mjam, mjam, mjam, das sagt man wohl in diesem Fall.

 

 

Zur Zeit tobt der Wahlkampf im Saarland. Ich bin noch komplett unentschieden, welcher Partei ich meine Zustimmung geben soll: Der Heiko wäre langsam mal dran, der Oskar vielleicht mal wieder dran, s’Annegret scheint Ministerpräsidentin zu können. Oder sollte ich mal wieder Grün wählen? Oder sollte ich Welpenschutz für bedrohte Parteien praktizieren und der FPD mein Kreuzchen schenken? Oder vielleicht probiere ich es mit den total internet-und-blog-affinen Piraten? Ich weiß es einfach nicht. Ich weiß nur, dass die CDU – noch zu Zeiten der absoluten Mehrheit – an der Nied eine Wanderhütte renoviert hat. Tolle Sache, aber ob mich das in meiner Wahlentscheidung beeinflussen wird?

 

 

Der Druidenpfad ist ein unterhaltsame, abwechslungsreiche, familienfreundliche Mini-Wander-Runde. Echt kurz, genau sechs Kilometer. Lohnt sich das denn? Ist das überhaupt noch eine Wanderung? Die einen sagen so, die anderen so. Ich finde, es lohnt auf jeden Fall. Der Trend geht eindeutig zu immer kürzeren Wanderrunden, viele, auch viele Viel-Wanderer, empfinden schon Wege über zehn Kilometer – zumal Premiumwege mit ihren vielen Steigungen – oft als zu anstrengend. Lieber mal ne kuschelige Halbtagestour, dann eine schöne Einkehr: Wunderbar! Wie zum Beispiel auf dem Druidenpfad.

 


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4 Kommentare zu “Klein aber oho – Der Druidenpfad

  1. Der Druidenpfad war ein Tipp der Touristiker von Rehlingen-Siersburg. Meines Wissens wird er gerade als Premiumweg zertifiziert. Kann aber auch ein Gerücht sein. Was sagen denn die bärtigen Jungs vom Wanderinstitut dazu?

  2. Also dann, auch wenn man ,,früher“ viel und lang und weit gewandert ist, wollen wir jetzt wieder in die Puschen kommen. Angefangen hat es mit dem Wanderbüchlein von ,,Ifkowitsch“. Der hat die Kilometer und die wahrscheinliche Wanderzeit angegeben. Und wie stolz waren wir vor Jahrzehnten ,,die Werte zu schlagen“. Und jetzt, wo es sich immer mehr um andere Werte dreht – innere wie medizinische – suchen wir uns angenehme Strecken raus. Daher sind wir, unbewusst und ungewollt, Trendsetter für kleine, ab er feine Routen. Ich meine, da ist unser Ländle reich gesegnet. Also dann, obwohl wir fast zu Fuß zum Startpunkt gehen könnten, haben wir von diesem Weg noch nie nicht watt jehört……
    Er soll ja schön sein!
    Vielleicht schon heute Abend, wenn nicht gerade ein oder mehrere Pilse dazwischen kommen, beschreibe ich unseren Eindruck (auch von der Initiatorin Brigitte) dieses hochgelobten Weges….
    Bis dann….. M+B

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